Torgau -Pflückuff

elbhafen torgauStadtrund- mit Spaziergang

Da heute Morgen das Wetter schöner ist, machen wir nochmals den Stadtrundgang in Torgau, auch wenn wir an den meisten Stellen schon einmal waren, aber bei Sonnenschein sieht doch alles ganz anders aus.

Wir steigen die 163 Stufen der Wendeltreppe des Hausmannturms empor, auch Ingrid. Allerdings schaut sie oben nur aus den Fenstern, den der schmale Umgang mit dem Gittergeländer ist ihr doch zu suspekt. Vom Turm haben wir einen einzigartigen Rundumblick über Torgau und die Elblandschaft. Wir machen im Schlossgarten Pause und gehen anschließend zur Elbe hinunter.

Kurz gehen wir auf dem Luther- und dem Elberadweg an dem Fluss entlang, nach der Brücke über die Hafenzufahrt biegen wir nach rechts ab, gehen zunächst auf einem Dammweg am Hafen entlang und weiter nach Westen. In einem Wohngebiet biegen wir nach links zum Großen Teich, an dem wir bis zur Dahlener Straße entlanggehen. An der Bushaltestelle entscheiden wir, mit dem Taxi nach Torgau zurückzufahren, denn der Himmel ist schon länger ziemlich dunkelgrau und der Wind bläst unangenehm kühl.

In Torgau kehren wir noch ein und gehen zu unserem Auto zurück, laden die letzten Gepäckstücke ein, sodass wir nach Hause fahren können.

Besichtigungen in Torgau (2)

Dann widmen wir uns Katharina Luther und besuchen zunächst die Marienkirche, in der sie begraben ist. Nur wenige Schritte entfernt ist in ihrem Sterbehaus ein ihr gewidmetes kleines Museum untergebracht. Luthers Ehefrau wurde als Katharina von Bora geboren und wurde ab dem 5. Lebensjahr im Kloster erzogen. Sie floh 1523 unter Führung des Torgauer Bürger Leonhard Koppe aus dem Kloster Nimbschen bei Grimma und erreichte über Torgau schließlich Wittenberg. Zwei Jahre später heiratete sie Martin Luther und führte seinen Haushalt im Schwarzen Kloster zu Wittenberg. Einige Jahre nach Luthers Tod flieht sie wegen der Pest aus Wittenberg nach Torgau. Dabei verletzt sich bei einem Unfall kurz vor der Stadt lebensgefährlich, sodass sie einige Monate später, am 20. Dezember 1552, in Torgau stirbt.

Direkt neben ihrem Sterbehaus liegt das Restaurant Herr Käthe, hier wird ein Bezug zu Luther hergestellt, der seine Frau mitunter so bezeichnete. Wir kehren hier zum Abendessen ein und überlegen, was wir morgen noch vor der Heimfahrt unternehmen.

Besichtigungen in Torgau (1)

Torgau hat heute rund 20.000 Einwohner, der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet Marktort. Begünstigt durch eine Elbefurt entwickelte sich in dem 973 erstmals erwähnten Ort eine rege Handelstätigkeit. Ende des 15. Jahrhunderts entstand das mächtige 4-flügelige Schloss Hartenstein, in den 30er Jahre des 16. Jahrhunderts entstand der große Wendelstein und einige Jahre später die Schlosskapelle, sie gilt als erster evangelischer Kirchenneubau der Welt.

Torgau wird gerne Amme der Reformation genannt und ist die wohl bedeutendste Lutherstätte in Sachsen. Luther war mehr als 40 mal in der Stadt, wo er neben dem Kurfürsten auf eine aufgeschlossene Bürgerschaft traf. Bereits im Jahr des Thesenanschlags erfolgte auf Schloss Hartenfels heimlich der Nachdruck der Thesen. Ein Jahr nachdem Luther 1521 in Torgau gepredigt hatte, bekennt sich die Einwohnerschaft zur Reformation und zur Schließung der Klöster. 6 Jahre später wurden in Torgau unter Luthers Leitung die Grundzüge der Visitationsordnung entwickelt.

Am Morgen scheint noch die Sonne, doch als wir etwas später zu unserer Besichtigungstour durch Torgau starten wollen, beginnt es zu regnen. So bleiben wir noch kurz in der Wohnung und überlegen, welche Museen wir besuchen können. Wir gehen zuerst in das Haus eines ehemaligen wohlhabenden Bürgermeisters und nehmen uns darin viel Zeit. In der Zwischenzeit regnet es heftig, als es wieder aufhört, gehen wir zum Marktplatz, doch es fängt schon wieder stark an zu regnen.

Wir holen die Schirme raus und schaffen es bis zum nächsten Museum, als Gegenstück zum ersten handelt es sich um ein winziges Handwerkerhaus. Da es nicht weit zur Ferienwohnung ist, gehen wir zurück, um eine Kleinigkeit zu essen.

Anschließend schlendern wir über den Markt zum Schloss Hartenfels, schauen in die von Luther geweihte Schlosskapelle und steigen den großen Wendelstein, eine interessante Treppenanlage, hoch.

Unterwegs auf dem Remshöhenweg

Auch wenn ich hier im Blog derzeit unsere Wanderung auf dem sächsischen Lutherweg vorstelle, so sind wir an schönen Tagen natürlich nicht untätig, sondern wandern auf dem Remshöhenweg. Wir fahren morgens mit dem Jeep an den Startpunkt und nach der Wanderung wieder heim, denn zuhause schläft es sich doch am besten.

Und da wir gerade in der Gegend waren, haben wir auch die Sandskulpturen im Blühenden Barock in Ludwigsburg angesehen.

Weidenhain – Torgau (2)

Nach Zinna wird es unangenehm, denn wir müssen neben der Bundesstraße weitergehen, bis wir an einer Kreuzung auf eine weniger befahrene Straße abbiegen können.

Da wir meinen, noch viel Zeit zu haben, kehren wir in einer Bäckerei ein. Auf der Karte sehen wir, dass der Bahnhof nicht mehr weit entfernt ist, allerdings auf der anderen Seite der Gleise. Aber wir sind sicher, dass es möglich sein muss, die Gleise mittels Über- oder Unterführung zu überwinden, wie das an den meisten Bahnhöfen der Fall ist.

Nicht so in Torgau. Wir kommen am Güterbahnhof an, doch es gibt keine Chance, die Gleise zu überwinden. Nach rechts geht es nicht weiter, vielleicht ginge es zurück, aber ich hoffe, die Gleise nach dem Bahnhof irgendwie überqueren zu können, aber das ist nicht möglich, dann sehe ich in einiger Entfernung einen Bahnübergang. Ich lege einen Zahn zu und Ingrid bleibt etwas zurück. Glücklicherweise ist der Bahnübergang offen und ich gehe auf der anderen Seite in Richtung Bahnhof zurück. Auf der Uhr ist es 17.24, in einer Minute sollte der Bus abfahren und ich muss noch den richtigen Bussteig suchen. Da kommt der Bus an und ich kann noch einsteigen, während Ingrid gemütlich zu unserer Ferienwohnung geht.

Weidenhain – Torgau (1)

Das war knapp

Nachdem es gestern Abend nur Absagen gehagelt hat, erhalten wir aufgrund einer Mail einen frühen Anruf, dass eine Wohnung in Torgau frei ist, zwar nicht ganz billig, aber es ist die fast letzte Alternative.

Nach dem Packen fahren wir nach Torgau, in Pressel suchen und fotografieren wir allerdings erst noch das Kögel Denkmal. Dank des Handynavi finden wir trotz einiger Umleitungen leicht die Pension in Torgau und können die wichtigsten Gepäckstücke deponieren.

Zurück in Weidenheim fotografieren wie die weiß verputzte Kirche und gehen den lang gestreckten Ort entlang nach Osten. Auf einem Radweg fährt der Weg an einem Trimm-dich-Platz und an einem Teich vorbei in den Wald. Wir verlassen im Gegensatz zum Lutherweg den Radweg und gehen auf dem torgischen Wanderweg auf Naturboden durch den Wald. Am Waldrand treffen wir wieder auf den Lutherweg. Wir gehen auf einer asphaltierten Allee weiter, zunächst sind es nur Robinien, dann mischen sich einige Birken darunter. Es folgt ein kleines Wäldchen, ebenfalls überwiegend aus Robinien. Am Ortseingang von Süptitz kommen wir an einigen Teichen und einem kleinen Stausee vorbei. An der romanischen Kirche finden wir einige interessante alte Grabsteine. Luther war mit dem Süptitzer Pfarrer befreundet, dieser brach als erster protestantischer Pfarrer das Zölibat und heiratete.

Auf dem Radweg auf einer kleinen Anhöhe haben wir einen schönen Ausblick nach Norden und Süden, allerdings sieht man nicht nach Torgau. Ingrid versucht wieder, einen Rufbus zu organisieren, aber wie schon gestern, meldet sich auch nach langem Läuten niemand. Über die Touristinfo bekommen wir die Nummer des Busunternehmens und erfahren, dass es sich ab Torgau um einen regulären Bus handelt.

Pressel – Weidenhain (2)

Nach wenigen hundert Meter verlassen wir diesen nach rechts, denn wir wollen statt nach Roitzsch zu wandern, den Zadlitzbruch im Pressler Heide- und Moorgebiet besuchen. Hier wurde vor mehr als 60 Jahren letztmalig Torf für Heizzwecke gestochen und man findet viele seltenen Pflanzen, wie Adlerfarn, Sonnentau oder die breitblättrige Kuckucksblume.

Mit vielen Wendungen kommen wir zu einer Landstraße und erreichen dort das Bruch. Wir sehen zunächst nur wenig offene Wasserflächen und wandern dann auf einem schmalen Pfad in einer gewissen Entfernung zum Gebiet des Bruchs, sehen aber immer das hohe Schilf. Der Weg wird immer schmaler und lässt sich in den bis zu 2 m hohen Farnen kaum erahnen.

Nach einer kurzen Pause in einem Waldbereich fast ohne Farne wird es noch schwieriger, von oben sieht man keinen Weg mehr, trotzdem schaffen wir es zu einem breiteren Weg, der dann als kleiner Damm durch das Moor hindurch geht, ganz nahe sehen wir Wollgras.

Nach dem Dammweg biegen wir wieder in einen schmalen Pfad ein, der in nordwestlicher Richtung, also fast entgegengesetzt zu unserem Ziel, am Bruch entlang fährt, zweimal können wir ganz nahe an den Bruch herangehen und sehen Wollgras und Sonnentau in großer Menge, sodass ich Ingrid mehrmals frage, ob sie sicher sei mit dem Sonnentau, aber sie ist sich ganz sicher.

Endlich erreichen wir den Weg Nr. 7, auf dem wir auf Gras nach Osten gehen können. Vorbei an einem ehemaligen Ausflugslokal gehen wir auf einem gekiesten Waldweg weiter, als dieser nach rechts abbiegt, gehen wir auf einem schmäleren Weg geradeaus und hoffen, dass dies auch wirklich der Weg 1 ist, was wir gut eine Stunde später bestätigt bekommen, als wir wieder auf den Lutherweg treffen.

Im Wald wird es immer dunkler, aber Ingrid meint, das sei kein Problem, sie habe ja einen Schirm. Wir kommen aus dem Wald und sehen in einiger Entfernung Weidenhain, unser Ziel. Jetzt beginnt es zunächst leicht zu tröpfeln, Ingrid holt ihren Schirm heraus und ich meinen Anorak. Es regnet immer stärker, dann schüttet es heftig, wir beeilen uns, aber der Ort kommt und kommt nicht näher. Dann haben wir ihn endlich erreicht und suchen jetzt den kürzesten Weg zur Bushaltestelle, dabei bekommen wir den Regen nicht wie bisher von hinten sondern auch von der Seite ab.

Endlich erreichen wir die überdachte Haltestelle und können etwas abtropfen. Nach wenigen Minuten kommt als Rufbus, den Ingrid unterwegs bestellt hatte, ein Taxi, das uns mit zwei anderen Fahrgästen nach Pressel bringt. Dann fahren wir schnell in die Wohnung, damit wir die nassen Kleider rasch ausziehen können.

Pressel – Weidenhain (1)

Kalt erwischt

Als wir uns gerade fertigmachen, fängt es an zu tröpfeln, hört aber gleich wieder auf und als wir endlich mal im Internet die Wettervorhersage aufbekommen, denn heute will das W-lan nicht so richtig, werden ab der Mittagszeit Schauer vorhergesagt und wir überlegen, was wir tun sollen. Die nächste, kürzere Etappe vorziehen oder ein Museum besuchen oder das Risiko eingehen?

Dabei verrinnt die Zeit und wir können im Internet nicht einmal die Busverbindungen klären, daher fahren wir an eine Stelle, wo Ingrid surfen kann. Jetzt hat sich die Wettervorsage gründlich geändert, von Regen und Schauer keine Spur mehr, von Stunde zu Stunde soll es schöner werden, also ist es kein Problem, dass ich meinen Schirm in der Ferienwohnung vergessen habe.

Direkt an der Bushaltestelle in Pressel beginnen wir unsere Wanderung und treffen bald auf den Kögel-Wanderweg, der zu Ehren des Weltumwanderers im 19. Jahrhundert, der aus Pressel stammte und hier seine Wanderung begonnen und beendet hat. Wir gehen durch die Feldflur und immer wieder werden auf Tafeln Orte dargestellt, die der Wanderer besucht hat.

Friedrich Gustav Kögel, geb. 1860 und nach seiner Schneiderlehre wanderte er nach Amerika aus und ist 1947 in Chicago gestorben, gilt mit seinem Freund als der erste Globetrotter. Aufgrund einer Wette einer amerikanischen Zeitung  Innerhalb von 2 Jahren wanderten die beiden auf einer vorgeschriebenen Route um die Erde, was weltweit in den Medien gewürdigt wurde. Ihren Unterhalt verdienten sie mit Zeitungsberichten, Vorträgen und Fotografien.

Wir treffen auf den Lutherweg und nach einem nicht sehr langen Waldstück kommen wir zur Bundesstraße, zunächst können wir auf einem Radweg neben der Straße gehen, doch bei Neumühle ist dieser zu Ende und es wird sehr eng auf der stark befahrenen Straße. Doch bald biegt der Lutherweg in den Wald ab.

Bad Düben – Pressel (2)

Wir verlassen das Städtchen und gehen auf dem Lutherweg, der identisch ist mit dem Torgischen Weg ist, durch Felder, wo dem Lärm nach gerade Getreide geerntet wird. Wieder einmal kreisen einige Milane über uns.

Lange wandern wir an der Grenze eines Standortübungsplatzes entlang, jetzt bläst mitunter starker und sehr kühler Wind von hinten, was bei einem verschwitzten Rücken suboptimal ist.

Als der Weg durch den militärischen Sperrbezirk führt, wählt Ingrid eine Variante am Waldrand und der Grenze des Übungsplatzes entlang, was die Wanderung etwas verlängert. Kurz vor Authausen sehen wir zwei Bockwindmühlen und im Ort ist eine hübsche Feldsteinkirche. Sie stammt aus dem 12. oder 13. Jahrhundert, trotz der Erweiterung von 1830 ist der romanische Ursprung noch zu erkennen.

Die Bockwindmühlen stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und wurden teils mit Öl- oder Elektromotors bis 1975 bzw. 1985 betrieben, die Ludwigmühle ist seit 2008 eine funktionstüchtige Schauanlage.

Um morgen eine vernünftige Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr zu haben, entscheiden wir uns abweichend vom Lutherweg nach Pressel zu wandern. Auf beiden uns zur Verfügung stehenden Wanderkarten, eine davon ganz neu, ist ein Feldweg von Authausen nach Pressel eingezeichnet. Wir finden auch den Anfang und gehen frohgemut nach Süden. Doch das ändert sich, als der Feldweg in einem riesigen Rapsfeld endet. So müssen wir zurückgehen und lange bis zur Straße nach Westen wandern, nachdem wir im Ort lange nach Osten gewandert waren.

Anschließend müssen wir noch fast 2 km auf der Landstraße wandern, was nicht so viel Spass macht. In Pressel rufen wir unsere Vermieterin an, die uns angeboten hat, uns heute abzuholen. In der Wartezeit kehren wir noch kurz zum Trinken ein.

Bad Düben – Pressel (1)

Pech gehabt

Als Ingrid in Bad Düben bei der Ferienwohnung anruft, wo wir vor einigen Wochen bereits waren, ist diese zwar frei, aber nur für zwei Tage. Das ist uns eigentlich zu wenig und wir sagen ab Leider finden wir keine andere und da Ingrid auf keinen Fall heimreisen will, entscheiden wir uns die Wohnung 2 Tage zu buchen. Doch der Vermieter ist noch unterwegs und wo seine Frau gerade ist, weiß er nicht. Wir fahren auf Gut Glück hin und da will die Vermieterin gerade wegfahren. Sie hat aber noch Zeit, uns in die Wohnung zu lassen und uns zu sagen, wir könnten bis Freitagmorgen bleiben.

Wir starten unsere Wanderung an der vor einigen Jahren neu gepflanzten Lutherlinde, an der wir auch auf unserem sächsisch-anhaltinischen Lutherweg vorbeigekommen sind.

Bad Düben hat heute knapp 8.000 Einwohne, sie wurde als Burg Diblin 981 erstmals erwähnt, die Burg ist heute noch das Wahrzeichen der Stadt und beinhaltet heute ein in Sachsen einmaligen Landschaftsmuseum. In der Burg wurde 1533 der berühmte Rechtsstreit zwischen Hans Kohlhaas und dem Junker Zaschnitz verhandelt, das Ergebnis befriedigt Kohlhaas nicht und da auch weitere Versuche Gerechtigkeit zu erlangen, wird er zum Rächer und endet schließlich am Galgen

Vor der Völkerschlacht bei Leipzig wohnte Napoleon drei schreckliche Tage auf der Burg, wie er es selbst beschrieb

Die kleine Stadt liegt in der nach ihr benannten Heide mit einer Gesamtfläche von rund 1000 km2, mehr als die Hälfte davon ist eine geschlossene Waldfläche. In den Landschafts- und Naturschutzgebieten findet man viele geschützte Pflanzen und Tiere, so der Sonnentau, verschiedene Orchideenarten, der Schwarzstorch und der Elbebiber.

Durch die Wittenberger Straße, einer Wohnsiedlung mit vielen Bäumen und teilweise großen Gärten kommen wir zur Bundesstraße und der Dübener Bockwindmühle. Sie stand seit 1840 in Glesien, nördlich von Leipzig und war bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts in Betrieb. Wegen des Ausbaus des Flughafen Leipzig-Halle musste sie ihrem Standort verlassen und wurde in Bad Düben wieder aufgebaut und rekonstruiert.

Nach wenigen Schritten sind wir im Kurpark, gehen am Teich entlang zur Obermühle, die gerade saniert wird. Wir bleiben im Kurpark, vorbei an Kurhaus und Waldklinik kommen wir zum Kurgarten, in dem derzeit viele Rosen blühen. Durch den Friedhof und das Pesttor erreichen wir die Stadtkirche. Wir besuchen Burg Düben und sehen die interessante Schiffsmühle, die früher auf der Mulde ihren Dienst getan hat. Auf der strömungsreichen Mulde gab es zwischen Eilenberg und Bitterfeld um 1800 9 Schiffsmühlen. Jede Schiffsmühle besteht aus 2 Schiffen, das Hausschiff mit dem Mahlwerk und das Wellschiff mit dem großen Schaufelrad. 1956 wurde der Betrieb der letzten Schiffsmühle eingestellt.

Als nächstes gehen wir unter der Straßenbrücke kurz an der Mulde entlang und kehren über die Stadtmühle, die heute nicht mehr als Mühle zu erkennen ist, in die Dübener Altstadt zurück.

Am Rathaus warten wir einige Minuten, um unterhalb der Uhr die beiden Geißböcke beobachten zu können, die hier zu jeder vollen Stunde mit den Köpfen zusammenstoßen sollen, aber sie treffen sich um Haaresbreite nicht. Das ursprüngliche Uhrwerk wurde 1716 bei einem Stadtbrand zerstört und 2002 erhielt die Uhr zwei neue Ziegenböcke, an der Rückseite gibt es die Inschrift: „Möge in diesem Haus kein Bockmist gemacht werden.“