Training und Märzenbecher

So langsam kommt die Kraft in den Beinen wieder und so schaffe ich derzeit rund 5 km ohne Pause. Dies ist auch notwendig, um so früh wie nie, die Märzenbecher an ihren verschiedenen Standorten aufzusuchen.

Vor 10 Tagen wurden wir im Eselsburger Tal zum ersten Mal in größerem Umfang fündig, danach auch in den Donauauen und beim Fohlenhaus im Lonetal.

Außerdem haben wir noch selten an diesen Stellen so viele Kelchbecherlinge wir nie gefunden.

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen

oder genauer, es ist ganz schön schwierig, sich wieder nach einer schweren Op aufzubauen, vor allem im Winter, gut derzeit haben wir keinen richtigen Winter, aber Regen und Matsch machen das Training im Freien nicht gerade vergnügungsteuerpflichtig.

Aber letzthin habe ich immerhin schon 3,5 km am Stück geschafft, ok es war überwiegend eben, aber auch mit Steigungen komme ich auf knapp 3 km ohne Pause.

So bin ich sehr hoffnungsvoll, dass wir im Mai auf unsere nächste Fernwanderung gehen können.

Lust am bloggen kommt langsam wieder

Seit ich im letzten September erfahren musste, dass ich mich einer nicht ganz einfachen OP unterziehen muss – auch wenn man sich vegetarisch vollwertig ernährt und sich viel bewegt, ist man nicht vor Krankheit geschützt – war meine Lust am Bloggen unterentwickelt. Nach der OP hat es Wochen gedauert, bis ich mich dem PC überhaupt genähert habe, auch in der Reha wurde es kaum besser, aber langsam kommt die Lust am Bloggen wieder und so werde ich mich nun wieder regelmäßig, wenn auch nicht täglich melden.

Körlitz – Schmölen (2)

Auf unserem Weg sehen wir viele Stelen, die mit Texten an Ringelnatz erinnern, das verführt Ingrid noch zu einem, völlig überflüssigen Schlenker zu seinem Geburtshaus. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, da ist Wurzen stolz auf Ringelnatz, den Sohn ihrer Stadt, sie werben mit ihm und stellen überall Stelen auf, doch sein Geburtshaus ist ein sanierungsbedürftiges Gebäude für das sich jede Gemeinde, auch im Osten schämen müsste.

Durch einen kleinen Park kommen wir zum Bahnhof, wo wir uns zuerst nach Westen wenden, ehe wir uns wieder auf einem Rad-Fußweg nach Süden aufmachen. Anschließend müssen wir leider auf einer Straße weiterwandern, da dort aber gebaut wird, fahren kaum Autos. In Denitz geht es in die Muldeaue und über einen kleinen Fluss zur Mulde. Hier kehren wir im Fährhaus ein, ehe wir uns von der Personenfähre übersetzen lassen. Nach einem guten halben Kilometer sind wir an der Bushaltestelle, wo wir beim Preis für die Fahrt nach Körlitz nachfragen, weil er uns unwahrscheinlich günstig vorkommt.

Kürbisausstellung

Kurz vor dem Abschluss unseres Remstalhöhenwegs haben wir die Altstadt von Waiblingen besucht, die uns mit ihrer Vielzahl von schmucken Fachwerkhäusern überrascht hat.

Anschließend haben wir, wie fast jedes Jahr die Kürbisausstellung im blühenden Barock in Ludwigsburg besucht, die diesmal unter dem Motto Römer steht. Wie immer war sie wieder interessant, vor allem haben uns die geschnitzten Kürbisse wieder gefallen.

Körlitz – Schmölen (1)

Werbung und Sanierungsfall

Wir verlassen Körlitz auf einer kaum befahrenen Straße, ehe wir durch Felder in Richtung Roitsch wandern. Wir kommen an einer großen Apfelplantage vorbei, in der in den nächsten Tagen wohl die Ernte beginnen wird. Wir biegen nach rechts zu einem größeren Teich. Als sich ein älterer Mann auf eine Aussichtsplattform stellt, kommt Familie Schwan mit 8 Jungen aus gut 100 m Entfernung angerauscht, um das Brot, das der Mann ins Wasser wirft, zu fressen, so als würden sie sonst verhungern. Wenig später erreichen wir die ersten Häuser von Wurzen, gehen kurz an einer Durchfahrtsstraße entlang, dann biegen wir nach links und wenig später nach rechts ab, sodass wir auf einem Fuß-Radweg fast in die Altstadt von Wurzen wandern können. Zwischendurch machen wir noch eine längere Pause auf einer Bank.

Wurzen gilt mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 961 als einer der ältesten Orte Sachsens. Die Burg wurde auf eine felsige Anhöhe am rechten Muldeufer erbaut und war im 16. Jahrhundert zeitweilig Bischofssitz. Seit dieser Zeit wird die 1114 geweihte Kollegiatsstiftskirche St. Marien als Dom bezeichnet. Ob von der ursprünglichen Kirche noch Teile erhalten sind, ist nicht endgültig geklärt. Da die Bischöfe bis 1581 auf dem Schloss residierten, schien es Luther wohl nicht ratsam zu sein, selbst in Wurzen aufzutreten, trotzdem wurden seit 1542 evangelische Gottesdienste abgehalten.

Über den Marktplatz kommen wir zum Dom, den wir kurz besichtigen. Hier finden wir ein Bronzerelief, das Luthers Bildnis und den Liedanfang seines Kirchenlieds Eine feste Burg ist unser Gott, zeigt. Es ist Teil der Anfang der 30er Jahre des letzte Jahrhunderts von Prof. Georg Wrba neu geschaffenen Innenausstattung.

Vor dem Dom finden wir den Lutherbrunnen mit steinernen Sitzbänken, die zum Rasten einladen. Kurz schauen wir noch zum Schloss, in dem heute ein Hotel untergebracht ist. Wir gehen weiter durch die Stadt zur evangelisch-lutherischen, dreischiffigen Stadtkirche St. Wenceslai vorbei, die mit ihrem markanten Kirchturm das Stadtbild von Wurzen prägt, leider ist sie geschlossen.

Schmannewitz – Körlitz (2)

Dann erreichen wir Heyda mit seinem schön sanierten Schloss oberhalb des Küchenteichs. Auf der anderen Straßenseite sind einige frühere Fischteiche, die heute mit Seerosen übersät sind. Ein kurzes Stück müssen wir auf einer Straße ostwärts gehen, ehe wir in Richtung eines alten Basaltbruchs abbiegen. Hier gibt es das Hinweisschild „Aussichtspunkt Steinbruch“, doch später sehen wir leider keinen weiteren Hinweis. Schade, denn der mit Wasser teilweise gefüllte Basaltbruch sieht sehr schön aus, leider ist es fast unmüglich, ihn zu fotografieren, da viele jungen Birken und Sträucher die freie Sicht versperren und wir wegen des Zauns nicht näher kommen können.

Wir gehen kurz in das Betriebsgelände hinein, aber auch hier finden wir keinen Aussichtspunkt. So wandern wir durch eine Allee nach Dornreichenbach, gehen am Schloss – heute eine Senioreneinrichtung – vorbei zur Bushaltestelle, die an einem Teich liegt. Da wir fast eine Dreiviertelstunde auf den Bus warten müssten, entschließen wir uns, in den nächsten Ort weiterzuwandern.

Auf dem Feldweg gibt es viele Mirabellensträucher und Zwetschenbäume mit reifen Früchten. Ingrid nascht immer wieder davon, was unsere Geschwindigkeit nicht gerade erhöht. Rechts sehen wir über den Getreidefeldern eine alte Windmühle. Als wir in Körlitz ankommen, suchen wir die Bushaltestelle. Wir sind verunsichert, weil die Strecke nach Wurzen derzeit gesperrt ist und befürchten, dass die Bushaltestelle verlegt worden ist.

Doch eine freundliche Anwohnerin beruhigt uns, wir sind schon fast an der Haltestelle, sie ist derzeit nur wegen großer Straßenschilder kaum zu sehen.

Wir fahren mit dem Bus zum Bahnhof Wurzen, dann mit dem Zug nach Dahlen und mit dem Jeep zurück nach Falkenhain.

Schmannewitz – Körlitz (1)

Tümpel und Teiche

Heute ist es wieder kompliziert, vom Ziel an den Start zurückzukommen. Wir parken am Bahnhof Dahlen und fahren mit dem Bus nach Schmannewitz. Als wir von der Dorfmitte zum Lutherweg gehen, sehen wir wohl zum ersten Mal zwei Kamele auf der Weide, ein durchaus unüblicher Anblick bei uns.

Zunächst am Waldrand entlang kommen wir bald am ersten Teich vorbei, einer von vielen am heutigen Tag. Überwiegend verläuft die Wanderung auf naturnahen Wald- und Feldwegen, wir haben nur wenig Asphalt. Dann machen wir einen kurzen Abstecher zum Nixentümpel. Hier sollen in der Nacht zum 1. Mai die Nixen einen Reigen tanzen, allerdings, wer diese gesehen hat, wird nie mehr gesehen, so die Sage.

Auch zum Krummen Teich mit Seerosen weichen wir kurz vom Weg ab und durch eine Datschensiedlung kommen wir zum Dammmühlenteich. Auf einem Feldweg mit zwei gepflasterten Fahrstreifen erreichen wir den Ortsrand von Frauwalde, wo wir mit Blick auf einen weiteren Teich Pause machen. Wir durchqueren Frauwalde am Ortsende und sehen links von uns zwei bronzezeitliche Hügelgräber, während der Lutherweg am geologischen Museum vorbeigeht.

Am Kranichteich treffen wir wieder auf den Lutherweg. Als wir den Wald verlassen, haben wir einen schönen Blick auf Falkenhain, wo wir gerade in einem sehr kleinen Ferienhaus in einem großen Garten wohnen.

Sitzenroda – Schmannewitz

Abendspaziergang

Erst kurz vor Mittag fahren wir zuhause ab, doch dank eines ziemlich flotten Fahrstils nach der Kaffeepause im Marché können wir gegen 16.30 in Falkenhain die Wohnung beziehen. Allerdings müssen wir den Vermieter deutlich machen, dass wir schnell wieder wegmüssen, da wir heute noch wandern wollen und den letzten Bus in Schmannewitz erreichen wollen. Obwohl wir zuerst am Ortsende eine Bushaltestelle suchen, die es nicht gibt, reicht es knapp für die in der Ortsmitte. In Sitzenroda fahren wir bis fast zum Ortsausgang und steigen dort aus.

Auf einer Nebenstraße parallel zur stark befahrenen Durchgangsstraße gehen wir nach Süden, wo wir bei der Lutherlinde auf den Lutherweg treffen. Wenig später lesen wir an der Kirche mit Friedhof auf einer Tafel, dass Luther 1525 hier gepredigt und darin gegen üble Nachrede gewettert hat.

Weiter geht es auf der Seitenstraße des lang gestreckten Dorfes, dabei kommen wir zum Teufels- oder Leichenstein, einem der größten sächsischen Findlinge. Beim Weißen Haus, wahrscheinlich eine Försterei mit neu gepflanzten Farnen am Weg, erreichen wir den Wald. Der Weg steigt leicht, aber lange an, dies ist bei der hohen Luftfeuchtigkeit ziemlich anstrengend. Wir machen kurz Pause und genießen den Kuchen, den ich im Marché gekauft hatte. Wir kommen an zwei besonderen auf Tafeln beschriebenen Bäumen, und dem Mordloch, einem kleinen Tümpel, vorbei. Von der auf Wegzeichen angekündigte Landesbuche sind nur noch Reste eines Baumstumpfs zu sehen.

An der Försterei erreichen wir Schmannewitz und entlang der Straße kommen wir zum Auto. Leider sehen wir keine Kamele, auf denen man laut einem Schild sonntags Reiten kann.

Zum Einkaufen fahren wir nach Dahlen, doch leider wiederholt sich das Spiel von unserer letzten Wanderung. Der Supermarkt wird umgebaut, aber im Internet gibt es keinen direkten Hinweis darauf. So reicht uns gerade noch zu einem Discounter, der um 20 Uhr schließt. In der Wohnung setzen wir uns noch auf die Terrasse, ehe ich das Abendessen mache, wobei ich es nur Ingrid schafft, die modernen Herdplatten in Gang zu bringen.

Pflückuff – Sitzenroda

 

Zweigeteilt

Aus verkehrstechnischen Gründen haben wir diese Etappe erst als 2. bei unserer Augustwanderung absolvieren können. Wir fahren mit dem Bus von Sitzenroda nach Pflückuff, wo wir im Juli den 1. Teil unserer Wanderung auf dem sächsischen Lutherweg beendet haben. Von der Bushaltestelle gehen wir an einigen Häusern sowie dem stillgelegten Bahnhof vorbei und sind schnell im Wald. Hier machen die Hinweistafeln Hügelgräber neugierig, doch etwas Besonderes sind diese nicht. Das erste ist mit einigen Steinen zu einem Denkmal der Gefallenen des 1. Weltkriegs umfunktioniert worden und die anderen sind nicht gerade beachtlich, kaum einer der Hügel ist mehr als 1 m hoch und ohne die Tafeln wären sie überhaupt nicht aufgefallen.

Hübscher und mit vielen Wasservögeln ist der Benkenteich, den wir auf einem Dammweg halb umrunden. Weiter geht es kurz am Wald entlang und dann im Wald weiter. Als der Lutherweg auf einem Kiesweg abbiegt, gehen wir auf einem naturbelassenen Waldweg weiter und erreichen kurz vor Stauptiz wieder den Lutherweg. Wir durchqueren den Ort und kommen, wie schon vor dem Dorf, an einem großen Sonnenblumenfeld vorbei.

Nach der Pause am Waldrand gehen wir zunächst in Richtung Taura. Dabei sehen wir wie Hornissen – wie wir vermuten – um ein Baumloch schwirren und immer wieder darin verschwinden. Dann gehen wir nach rechts und später wendet sich der Lutherweg nach links in Richtung Sitzenroda. Auf einer Straße geht es dann nach Schildau hinein, doch wir biegen wenige Schritte vorher auf einen Feldweg nach links ab. Auf einen asphaltierten Weg, der von Schildau kommt, biegen wir wieder nach links ab und erreichen bald Sitzenroda.

Wir fahren nach Schildau, parken am Rathaus und suchen einige der Bildertafeln mit Szenen der Schildbürger. Als wir an der Kirche ankommen, ist gerade ein Gottesdienst zu Ende und wir können uns kurz in der sanierungsbedürftigen Kirche umsehen, obwohl der Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert, der Taufstein und die Orgel schon saniert sind.

Der Turm mit seinen 4 m dicken Mauern diente ursprünglich Verteidigungszwecken, an ihn wurde um 1170 eine spätromanische Basilika angebaut. Umbauten aus dem 15. Jahrhundert ergeben das heutige Erscheinungsbild. Im Kirchhof sehen wir Deutschlands ältesten Maulbeerbaum, der ein Jahr nach Luthers Thesenanschlag gepflanzt worden.

Am Schildbürgermuseum, das leider schon geschlossen ist, vorbei gehen wir zum Schildbürgerbrunnen. Dieser illustriert einige der bekannten Schildbürgerstreiche.