11.9. Leutkirch – Kißlegg (1)

Wieder mal auf Abwegen

Eigentlich führt der Martinusweg ja nicht über Kißlegg, aber der öffentliche Nahverkehr hat hier auf den Dörfern am Sonntag scheinbar Pause, auf jeden Fall wären wir am Wochenende nicht von Immenried, unserem ursprünglich vorgesehenen Ziel nicht nach Leutkirch gekommen, wir hätten also entweder an einem Wochentag wandern müssen oder uns aus Kißlegg ein Taxi kommen lassen, was nicht gerade billig geworden wären.

Da Ingrid gelesen hat, dass Kißlegg mit seinen zwei Schlössern ein hübsches Städtchen sein soll, entscheiden wir uns, mal wieder vom vorgesehenen Weg abzuweichen und nach Kißlegg zu wandern.

Heute sind wir wieder mal mit unserem Oldtimersaab unterwegs und daher dauert die Fahrt ein klein wenig länger als sonst, trotzdem können wir überraschend früh für unsere Verhältnisse starten. Da wir am Bahnhof die Gleise nicht überwinden können, müssen wir in einem Bogen zu einer Ausfallstraße gehen und an dieser entlang gehen, bis wir nach rechts zu einer Bahnunterführung abbiegen können, hier treffen wir wieder auf den markierten Weg, der ohne Umweg über den Bahnhof direkt von der Altstadt hierher gekommen ist. Wir gehen auf einem Radweg neben der Bahn, wobei die Markierung nicht so ganz glücklich ist. Wenig später stellt sich uns ein irischer Wolfshund in den Weg, ich verdecke Della mit einem Anorak und beeile mich an ihm vorbeizukommen, während Ingrid stehenbleibt, um das Riesentier zu streicheln.

Bald können wir leicht ansteigend den asphaltierten Weg verlassen und dankbar den Schatten im Wald genießen, hier finden wir auch das duftende drüsige Springkraut. Wieder in der Sonne geht es weiter nach Willeratshofen, hier wurde ein alter Getreidespeicher wieder saniert. Auf der Straße geht es nach Sonthofen und dann müssen wir den Buggy über ein Drehkreuz heben, das den Weg zu einer derzeit nicht genutzten Weide versperrt, auf kaum sichtbaren Weg geht es auf einer langen Lichtung durch ein Moor, ehe wir über eine Wiese Rötsee mit seiner Wallfahrtskirche erreichen.

Da das Gasthaus gerade öffnet, neben wir im Außenbereich Platz und essen Kuchen und vor allem bestellen wir etwas zum Trinken.

 

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Rimpach – Leutkirch (2)

Kurze Zeit geht es auf der Straße weiter, glücklicherweise verläuft der kurze, steile Anstieg im Schatten und kommen zu dem Wald, der uns bis Leutkirch begleiten soll. Jetzt teilt sich der Weg, der gekieste Radweg biegt nach links ab und der Wanderweg geht auf der asphaltierten Straße weiter. Keine Frage, wir folgen der Beschilderung des Radwegs und bald kommt auch eine Wanderwegsbeschilderung dazu.

Als der Wanderweg nach links in einen Naturweg zu einem Teich abzweigt, steht schon nach wenigen Metern ein Verbotsschild, das wir zunächst ignorieren, doch zwei sonnenbadende Mädchen informieren uns, dass der Damm gebrochen ist und wir hier nicht weitergehen können. Also müssen wir auf dem gekiesten Waldweg weiter und kurz vor Leutkirch treffen wir wieder auf das Martinuszeichen. Durch ein Wohngebiet nähern wir uns der Innenstadt und stellen an einer Bushaltestelle fest, dass wir den Bus nach Isny um knapp 5 min verpasst haben und wir daher eine knappe Stunde überbrücken müssen.

Wir gehen in die Altstadt, machen einige Bilder und erfrischen uns in einem Straßencafe. Dann ist es auch schon Zeit, sich zur nächsten Bushaltestelle zu begeben.

Als wir in den Bus einsteigen, erinnert sich der Fahrer, dass er uns vor Wochen, genauer gesagt vor mehr als 3 Monaten, schon einmal gefahren hat und nur widerwillig den Buggy in seinem Reisebus geduldet hatte, doch heute erhebt er keine Einwände. Als wir in Rimpach am Auto sind, überfallen uns wie bei der letzten Tour wieder Stechmücken, die am Morgen gefehlt hatten.

Wir essen dann in dem Ausflugslokal, das uns am Nachmittag noch verschmäht hatte, zu Abend und gondeln dann gemütlich zurück.

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Obstblüte im Neidlinger Tal

Die letzten Tage waren wir zweimal zum Wandern in und um Neidlingen herum, um die Obstblüte zu geniessen, wobei die Kirschblüte in diesem Jahr etwas weniger spektakulär wie im letzten Jahr war. Nicht nur, weil sie sich bei unserem Besuch schon dem Ende zuneigte, sondern weil der kalte April mit Frostnächten nach den warmen Tagen im März einige Schäden angerichtet hat.

Die Birnen war gerad in voller Blüte und die Äpfel begannen  gerade zu blühen, sodass ich unsere kleinen Wanderung auf alle Fälle gelohnt haben.

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Schlussspurt

In den nächsten 2 Wochen habe ich 4 Diavorträge zu halten, dabei machen zwei keine Arbeit mehr, denn sowohl den Vortrag “Rundum die Schwäbische Alb” als auch den Vortrag “Die Schönheiten der Neuen Bundesländer” habe ich schon mehrmals gehalten, doch die beiden anderen sind neu.

Der Jakobusweg von Nürnberg nach Breisach steht am nächsten Mittwoch in Crailsheim auf dem Programm und wir sind gerade dabei, die Dias auszuwählen und den Begleittext zu formulieren. Der Aufwand hält sich noch in überschaubaren Grenzen, denn die Dias, aus denen ausgewählt werden muss, sind bereits chronologisch geordnet und viele Passagen des Textes lassen sich aus meinem Buchmanuskript entnehmen.

Aufwendiger wird die Auswahl bei unserem 3. Diavortrag über Rügen, der den Titel “Wanderparadies Rügen” trägt. Denn hier sind einige tausend Dias nur nach Gebieten geordnet und es gilt jetzt in jedem Gebiet die besten Bilder auszuwählen und dann in die gewünschte Reihenfolge zu bringen.

Der Text macht keine Probleme, denn zu fast allen Bildern kann ich auch ohne Vorlage das wesentliche sagen und auch hier kann ich auf ein Buchmanuskeipt zurückgreifen.

Der Vortrag wird in Kirchheim/Teck stattfinden,

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17.8 Rimpach – Leutkirch

Zickzackwanderung

Verschiedene, nicht zu verhindernde Akivitäten verzögern den geplanten frühen Aufbruch und einige Tagesbaustellen verlängern die Fahrzeit ebenso wie mein Sprit sparendes Fahren und so können wir erst gegen 12 Uhr starten, was allerdings langsam bei uns leider zu einer festen Größe zu werden scheint.

Bald erreichen wir westwärts den Wald des Rimpacher Mooses und werden von vielen Stechmücken verfolgt, sodass wir versuchen den schattigen und feuchten Wald so schnell wie möglich zu durchqueren. Zunächst überrascht uns, dass der Martinusweg ebenfalls in den Wald hineinführt, denn auf der von Internet ausgedruckten Karte sieht das ganz anders aus, aber schön, denn so kommen wir doch auf einen interessanteren Weg. Allerdings fehlt die Martinuswegmarkierung und wir haben doch sehr genau geschaut, ob der Weg evtl. abzweigt und nichts bemerkt. Wir folgen daher dem ausgeschilderten Wanderweg, der uns über eine sonnenbeschiene Fläche, es wird langsam warm, aber es ist nicht schwül, weiter nach Westen in ein Naturschutzgebiet führt. Auch dieser wunderschöne Weg führt immer weiter in diese Richtung und da Ingrid noch an zwei Seen vorbeikommen will und an ihrem Geburtstag will ich ihr nicht widersprechen, ignorieren wir die Abzweigung nach Leutkirch. Nach den Seen gibt es tatsächlich einen Wanderweg nach Norden, doch auch dieser schwenkt bald wieder in westliche Richtung.

Als ich schon langsam unmutig werde, denn unser Ziel liegt im Nordosten treffen wir wieder auf den HW 5 und dieser führt auf einem schmalen Sträßchen nach Osten, doch als dieser sich nach Norden wendet, behalten wir in der Sonnenhitze die östliche Richtung bei, um dann im Zickzack zunächst durch den Wald, dann auf sonnendurchfluteten Straßen nach Urlau zur Martinuskirche zu gelangen, leider innen und außen eine Baustelle.

Einmal sehen wir das Martinuszeichen, doch Ingrid hat keine Lust auf der Straße weiterzugehen und findet einen Trampelpfad an der Eschach entlang, den ich leider nicht nutzen kann, sondern ich muss den Buggy am Rand einer Wiese durch das hohe Gras schieben. Als wir wieder auf die Straße kommen, gehen wir wie auf der Internetwanderkarte des Martinusweg beschrieben nahe der Bundesstraße nach Norden und freuen uns, als wir auf eine Ausflugsgaststätte treffen, doch leider müssen wir die Hoffnung auf eine Einkehr begraben, da ausgerechnet heute von 14-17 Uhr Mittagsruhe herrscht.

Gut 100 m zurück, führt ein Weg nach Osten, doch wir haben etwas gegen zurückgehen und so gehen wir auf einem Fahrradweg weiter, vermeintlich auf dem Martinusweg. Ein Versuch, einen Feldweg zu nutzen, scheitert als dieser an einem schmalen Waldstück plötzlich endet, dann geht es auf einem Feldweg nach Osten. Bald ist der Weg mit Elektrodraht abgesperrt, aber wir sehen den Griff, mit dem man die Barriere problemlos beseitigen kann und treffen auf der Straße wieder auf den ausgeschilderten Martinusweg, der wieder ganz anders verlaufen ist, als gedacht.

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14.8. Großholzleute – Rimpach (2)

Wieder stimmen Karte und Wirklichkeit nicht überein und als wir schon sehr weit hochgestiegen sind, kommt die Abzweigung des Martinuswegs nach Bolsternang, die wir aber endgültig auslassen, denn in Anbetracht der Verspätung würden wir es dann nicht nach Rimpach schaffen, zumal für den Abend Regen und Gewitter vorhergesagt sind. Von einem Aussichtpunkt haben wir eine schöne Sicht über das schwäbische Allgäu, allerdings von den Alpen sehen wir nur Umrisse. Dann erreichen wir die Schletteralpe und machen dort auf einer Bank unsere verspätete Mittagspause.

Aber hier herrscht reger Betrieb mit Wanderern und Mountainbikern vom und zum Schwarzen Grat, dem höchsten Berg Württembergs. Sobald wir gegessen haben, machen wir uns auf die Weiterwanderung und gehen zunächst im steten Bergauf und Bergab in Richtung Norden. Wir kommen an der kleinen, aber interessant eingerichteten Holzkapelle ST. Rochus vorbei und erreichen schließlich die Hinweistafel „zur Himmelsleiter“ und wenn wir dem Hinweis folgen, müssen wir den Martinusweg verlassen. Da wir aber wissen wollen, wo man landet, wenn man die Himmelsleiter abwärts steigt, wählen wir diese Variante.

Zuerst geht es auf einem Kiesweg steil bergab, dann auf einem mit Wurzeln übersäaten, teils morastigem Naturweg weiter, schließlich kommen wir zur Himmelsleiter, einer Zickzack verlaufenden Treppe aus Rundholz, was sich für den Buggy nicht unbedingt als vorteilhaft erweist. Im Tobel unten angekommen, begleitet uns ein Bächlein auf dem Weg nach Rohrbach, der an einer Stelle auch einen kleinen Wasserfall ausgebildet hat, auch hier ist der Boden teilweise morastig aber schlimm wird es, als wir an einigen Stellen auf die von den Holzfäller und ihren Fahrzeugen zerwühlten Weg kommen. In Rohrbach kehren wir kurz ein, Trinken etwas und genießen jeder ein Stück guten Kuchens.

Bisher hält sich das Wetter ganz gut, Ingrid besucht dann noch die interessante Kirche des Ortes und die danebenstehende Kapelle, dann geht es auf der Straße in Richtung der Straße Leutkirch – Isny, die wir auf einem Fahrradweg unterqueren und der dann auf einem ehemaligen Bahndamm mit Sicht auf das beginnende Rimpacher Moos. Immer wieder schaue ich sorgenvoll nach Westen, denn dort wird der Himmel immer dunkler und im Südwesten scheint es schon zu schütten. Wir unterqueren erneut die stark befahrene Straße und sehen das Schloss in Rimpach schon vor uns, da beginnt es zunächst zu tröpfen und dann immer stärker zu regnen, mit Buggyplane, Schirm und Anorak machen wir uns regensicher für die letzten 300 m. Als wir dann abfahrtbereit sind, kommt kurz die Sonne hervor und Ingrid macht einige Fotos vom Schloss. Allerdings zieht dann wieder eine große Wolke vor die Sonne und so fahren wir gemütlich zurück.

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14.8. Großholzleute – Rimpach (1)

Ein unmöglicher Busfahrer

Es hätte so ein toller Wandertag werden können und beinahe wäre es Nichts damit gewesen. Doch der Reihe nach, da der letzte Bus schon um halb sechs in Rimpach abfährt, entscheiden wir uns am Morgen den ersten Bus von Rimpach nach Isny zu nehmen und dort in den Bus nach Großholzleute umzusteigen. Wir fahren also schon kurz vor 8 Uhr zuhause los und ich fahre etwas schneller wie sonst, um evtl. Unwägbarkeiten wie Stau oder lange Baustellen nicht ins Gewicht fallen zu lassen und so sind wir eine gute Viertelstunde früher in Rimpach. Da der Bus einige min Verspätung hat, fragen wir uns, ob wir den Bus in Isny noch erreichen. Dann kommen wir zur Abfahrtszeit des nächsten Busses an, der aber noch nicht in Sicht ist. Er trudelt mit mehr al 10 min Verspätung ein. Während ich den Buggy in den Bus hebe, kauft Ingrid die Fahrkarten nach Großholzleute und der Fahrer gibt keinen Hinweis, dass er nicht die Absicht hat, diesen Ort anzufahren.

Als er sich auf einer Umleitungsstrecke immer weiter von unserem Ziel entfernt, spricht Ingrid den Fahrer an und der meint, er sei von der Umleitung überrascht worden und meint wir könnten ja mit dem Gegenbus nach Großholzleute zurückfahren. Als wir nur 5 km von Großholzleute entfernt auf die reguläre Strecke einbiegen, weigert sich der Fahrer unser Ziel anzufahren, denn er sei sowieso spät dran.

Er weist nochmals daraufhin, dass wir in Buchenberg umsteigen könnten, doch in Weitnau habe ich genug, zumindest zeigt die Tafel als nächste Haltestelle Weitnau an, aber da war der Fahrer zu schnell, denn gehalten hat er an der früheren Haltestelle. Ingrid ist sauer, weil wir nun in der Pampa stehen und ich versuche auf der Karte einen Wanderung auszutüfteln und wir steigen auch bergan, doch Ingrid findet die Idee nicht so toll. Da fällt mir ein, eigentlich müsste der Gegenbus auch durch Weitnau fahren und so steigen wir wieder in die Dorfmitte ab, nachdem ich ihren Vorschlag des Trampens verworfen hatte.

Tatsächlich gibt es an der Bushaltestelle keinen Hinweis, dass der Bus nicht verkehren würde, aber es gibt die Telefonnummer des Omnibusbetriebs, die ich ohne große Hoffnung anwähle, denn es ist schließlich Sonntag, doch es ist belegt und so versuche ich es in der Wartezeit immer wieder, aber wahrscheinlich hat jemand den Hörer neben das Telefon gelegt.

Der Gegenbus bringt uns dann ohne weitere Kosten bis nach Großholzleute, nur kann die Bushaltestelle nicht direkt angefahren werden, aber das ist nicht unbedingt störend.

Mit genau zwei Stunden Verspätung machen wir uns gegen 12 Uhr auf unsere Wanderung. Sofort geht es auf kiesigem Weg steil bergauf, in der Sonne schiebe ich den Buggy mit Della. Als der Wald beginnt, soll Della laufen, doch der kiesige Weg sagt ihr nicht zu und so trödelt sie noch mehr als sonst. Sobald es etwas flacher wird, darf sie dann wieder fahren, was die Wanderung für mich nicht gerade leicht macht.

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Gaischachen – Großholzleute

Beim Durchstöbern des Blogs stelle ich fest, dass ich noch nicht alle Teilstrecken auf dieser Wanderung vorgestellt habe, das will ich umgehend nachholen.

Orchideen, Störche und Nistkästen

26.6.11

Eigentlich sollten wir heute für den Urlaub packen, aber da für die nächsten Tags große Hitze vorhergesagt wird und es heute noch erträglich sein soll, entscheiden wir uns zum Wandern. Allerdings liegen die Busfahrzeiten nicht so ganz günstig, denn schon ¼ vor 10 an der Bushaltestelle zu sein, das würde doch sehr frühes Aufstehen bedeuten und ist nicht unbedingt Ingrids Sache.

Also nehmen wir den nächsten kurz vor 12 Uhr in Großholzleute und ihn erreichen wir mit unserem Trevis ohne Schwierigkeiten. Leider ist der Busfahrer nicht bereit, den Fahrschein innerhalb des Verbunds bis zum Ende auszustellen, also müssen wir zweimal und dadurch mehr bezahlen. Die Busse sind leider nicht für Kinderwagen oder Buggy eingerichtet und ich befürchte mit unserem neuen großen Buggy wird es nicht gerade einfacher. In Isny steigen wir um und in Gaischachen wieder aus, denn von hier ist es kürzer bis zum Martinusweg als von der Haltestelle, die wir beim letzten Mal angesteuert hatten. Es geht durch ein Naturschutzgebiet mit Hochmoor, das aber ziemlich verlandet ist. Der Weg wäre teilweise wie für Della gemacht, aber die vielen Radfahrer machen es fast unmöglich, sie auf dem Weg trödeln zu lassen.

Immer wieder schauen wir uns genau um, denn noch müssten ja Orchideen blühen und tatsächlich werden wir fündig.

Nach der Rast und kurz vor Isny schlägt Ingrid noch einen Abstecher in Richtung Segelflugplatz und einem Niedermoor vor, auf dem Weg nach Isny sind sehr Nistkästen angebracht und die meisten auch mit Vögel bemalt, wobei ich mich fragen, ob die Vögel dann wissen, welchen Nistkasten sie bewohnen dürfen. Allerdings Störche oder auch Eulen erscheinen mir doch etwas groß und Siebenschläfer und Mäuse kann man wohl nicht unbedingt zu den Vögeln zählen. Allerdings so ein Zettel, soll in einen Nistkasten für Fledermäuse tatsächlich auch diese Tiere dort gewohnt haben. Auf diesem Teilstück kommen wir nur langsam voran, denn Ingrid fotografiert mindestens 20 dieser Kästen, gottseidank die meisten nur digital.

In Isny kommen wir bald zum Kurhaus mit der Parkanlage und außerhalb der Stadtmauer gehen wir zum Espanturm und erreichen durch eine schmale Gasse den Marktplatz. Dabei lohnt sich durchaus ein Blick nach oben, denn auf dem hohen Kamin des Rathauses nistet ein Storchenpaar mit 3 Jungen, die schon die ersten Flugversuche unternommen haben. Durch die Fußgängerzone erreichen wir die beiden Kirchen, wobei die St. Georg und Jakobus mit ihrer barocken Ausstattung ansprechender ist. Durch das Isnyer Schloss, das vor der Säkularisierung ein Kloster war, erreichen wir einen Fußweg nach Kleinhaslach und weichen damit erneut von ausgeschilderten Weg ab. Allerdings müssen wir dann doch noch durch Straßen gehen.

In Kleinhaslach verlassen wir den Ort in Richtung eines römischen Kastells, doch ohne die Hinweistafeln hätte man das nicht vermutet, denn bestenfalls ein Graben vor einer kleinen Hügelhochfläche könnte darauf aufmerksam machen, aber es könnte natürlich auch nur eine Laune der Natur.
Über ein Feld erreichen wir einen alten Bahndamm, hier folgend wir dem sehr steinigen Pfad und kommen dann zu einem kleinen Stausee, der bei dem tollen Badewetter natürlich entsprechend genutzt wird. Wieder geht es auf einem Grasweg weiter und dann folgen wir der Straße nach Kleinholzleute, unterqueren die Bundesstraße und schauen uns kurz die Kapelle am Ortsrand an. Dabei überholt uns eine Radfahrerin, die wir allerdings unsererseits bald überholen, denn ein Defekt zwingt sie das Rad halb zu tragen und das geht dann doch nicht so schnell. Bald erreichen wir unser Auto und fahren zurück nach Isny. Im Gartenrestaurant des Kurhauses kehren wir mit Della ein, die wir dann zum Auto zurückbringen, das schön im Schatten steht und schlendern nochmals durch das hübsche Städtchen, schauen nochmals nach den Störchen, die wir dann auch live auf einem Fernseher in einem nahegelegenen Geschäft bewundern können.

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Wandersaison hat begonnen

Nachdem wir die letzten Tage meist längere Spaziergänge auf der Suche nach Frühlingsblumen verbracht haben, ging es am Samstag endlich wieder mal auf Tour. Genauer gesagt wanderten wir nach 6 Monaten auf dem Martinusweg weiter, denn unsere Wanderung zum Königssee und unser Herbstaufenthalt auf Rügen sowie der anschließende Winter haben weitere Wanderungen auf dem Martinusweg bisher verhindert.

So sind wir in Wolfegg gestartet und nach Waldburg gewandert. Interessant waren manche Schneereste, bei uns gibt es keine mehr und natürlich die Frühlingsblumen.

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Vor der Wandersaison

sind wir immer auf der Märzbecherpirsch. Am weitesten fortgeschritten ist die Märzenbecherblüte derzeit im Donauwald, hier ist an manchen Stellen der Waldboden mit großen weißen Teppichen belegt.

Aber auch im Lonetal kann man fast täglich den Fortschritt erkennen.

Aber wir wollen in den nächsten Tagen unsere Wanderung auf dem Martinusweg fortsetzen, mal sehen, wann wir dann wirklich die Wandersaison beginnen werden.

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