Auf der Spur der Muschel

Ich möchte Ihnen nun unseren 1. Wanderung auf einem Jakobusweg in Süddeutschland vorstellen, nämlich von Nürnberg an den Bodensee, und dies abwechselnd mit unserer aktuellen Wanderung auf dem Martinusweg, später werde ich dann auch über unsere Urlaubswanderung berichten.

Da wir fast ausschließlich in Deutschland wandern, planen wir keine Wanderung zum Grab des Apostels in Spanien

Der Jakobusweg von Nürnberg an den Bodensee

Als Jakobusweg (spanisch Camino de Santiago) wird der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien bezeichnet. Darunter wird in erster Linie der so genannte Camino Frances verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab reicht und dabei die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und Leon miteinander verbindet. Die Entstehung dieser Route fällt in ihrem auch heute begangenen Verlauf in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts. Viele Wege führen nach Santiago – ein mittelalterlicher Hauptweg führt von Prag über Nürnberg an den Bodensee. Das Teilstück von Nürnberg bis nach Meersburg wollen wir Ihnen näher bringen.

Für uns war dieser Weg der Abschluss unserer 5. großen Deutschlandtour von der Ostsee an den Bodensee. Wir haben den Jakobus-Weg nicht wie echte Pilger an einem Stück erwandert, sondern in Tagesetappen an Wochenenden. Dabei sind wir vor allem auch aus Witterungsgründe nicht immer in der richtigen Reihenfolge gewandert, z.B. haben wir während einer Hitzeperiode nicht die Etappen im weitgehend schattenlosen Ries absolviert, sondern diese erst später nachgeholt. In diesem Bericht ist der Weg in der richtigen Reihenfolge beschrieben. Mitunter haben auch die Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs Einfluss auf die Reihenfolge unserer Wanderstrecken, denn mitunter fahren nicht alle Busse am Wochenende und manche Museumsbahn verkehrt nicht an jedem Wochenende, wir müssen aber immer wieder zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zurückkommen und dies natürlich möglichst kostengünstig und wenig zeitaufwendig.

Auch haben wir uns nicht sklavisch an den vorgegebenen Weg gehalten, sondern in Maßen Abweichungen vorgenommen, entweder um dem Wandern auf oder neben einer Straße zu entgehen oder um eine abseits des Weges liegende Sehenswürdigkeit nicht zu verpassen.

Unsere Wanderstrecke betrug 383 km, die wir in 27 Etappen zurückgelegt haben, dies sind relativ kurze Tagesstrecken, aber die vielfältigen Besichtigungen von Klöstern, Kirchen und Städten ließen nicht mehr zu.

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