Nürnberg (Süd) – Schwabach (2)

Der Ort, dessen Name auf den nördlich gelegenen Höhenzug zurückgeht, wurde erstmals 1236 als Sitz des Reichsministerialen Konrad von Kornburg urkundlich erwähnt. Die Nürnberger Burggrafen aus dem Geschlecht der Hohenzollern, die von 1342-1717 das Richteramt in Kornburg ausübten, verliehen dem Reichsdorf 1364 die Marktgerechtigkeit. Die ehemalige Marktgemeinde wurde 1972 zu Nürnberg eingemeindet und besitzt eine Reihe schöner, alter Fachwerkhäuser.

Die St. Nikolauskirche wurde 1740 als typische Markgrafenkirche wieder aufgebaut, nachdem die gotische Wehrkirche, im 30-jährigen Krieg, zerstört wurde. Wir umrunden das sich im Privatbesitz befindliche Rieterschloss. Unterschiedlichen Quellen zufolge soll das Schloss erstmalig 1288 vom Sohn Konrads von Kornburg erbaut worden sein, oder bereits vor 1236, wenn man die Schenkungsurkunde an Konrad von Kornburg berücksichtigt, der sich nach eben dieser Burg benannt hat. Die früher fast ringförmig von einem Wassergraben umgebenen Gebäude umschließen einen rechteckigen Innenhof. Der 18 m hohe Turm schützte den Eingang mit der Zugbrücke auf der Südseite.

Die Strecke nach Schwabach ist in der Luftlinie gemessen nicht sehr weit, aber 2 Autobahnen und der Main-Donau-Kanal erfordern einen weiten Umweg nach Süden, auf dem wir wie heute so häufig auf freilaufende Hunde treffen, sodass wir fast an unsere Wanderung durch den Grunewald erinnert werden.

Brückentrog Main-Donau-Kanal

Wir müssen nach dem Ort neben einer Straße gehen, um den Main-Donau-Kanal, der hier in einem Brückentrog verläuft, zu unterqueren und dann nochmals entlang einer stark befahrenen Straße, ehe wir diese, ein Bächlein überquerend, verlassen. Wir erreichen schließlich auf einem neben den Bahngleisen verlaufenden Weg den Bahnhof in Schwabach.

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