Knapp geschafft und was vergessen

Langenargen – Tannau

Die Rückfahrt vom Endpunkt Tannau nach Langenargen ist gar nicht so einfach und so haben wir eine besondere Variante ausgetüftelt und die hat, wenn auch knapp funktioniert.

Wir fahren leider etwas später als erwartet ab, sodass ich heute auf die Spritsparvariante beim Fahren verzichten muss, trotzdem sind wir bis zum Ende der Schnellstraße bei Ravensburg ganz gut in der Zeit, doch die folgende Ampelkette kennt scheinbar nur eine Farbe, nämlich rot. Knapp 5 min vor der Busabfahrt in Tettnang finden wir gut 100 m entfernt einen Parkplatz. Buggy aufbauen, alles einladen, auch Della und dann hetzen wir zur Bushaltestelle. Dabei fällt mir auf, ich habe keinen Sonnenhut auf, auf meine Frage verneint Ingrid, auch sie hat keins dabei. Doch wenn wir zurückgehen, ist der Bus weg. Also gehen wir weiter und schon nach einer Minute kommt der Bus und bleibt noch einige Minuten stehen.

In Langenargen steigen wir in der Nähe der Stadtmitte aus und suchen zunächst ein Geschäft, in dem wir Sonnenhütchen erwerben können. Nachdem wir 2 im Partnerlook gefunden haben, gehen wir nochmal durch den Seepark und dann in Richtung Malerwinkel. Dabei kommen wir wieder an einem Bücherflohmarkt, diesmal des TV Langenargen vorbei, Ingrid sucht wieder und wird aber nicht fündig.

Dann geht es ein kurzes Stück durch ein Ried und hier sind tatsächlich einmal keine Radler anzutreffen. Bald treffen wir auf die Argen.

Der Fluss wird aus der unteren und oberen Argen gebildet, die beide Wangen umfließen und sich bei Neuravensburg zur Argen vereinen und dann gut 20 km später bei Langenargen in den Bodensee mündet.

An der Argen prüft Ingrid, auf welcher Seite es günstiger ist zu wandern und wir entschließen uns für die linke Seite flussaufwärts gesehen und die Zahl der Radler hält sich in Grenzen. Auch an der bereits 1897 erbauten Kabelhängebrücke schaut Ingrid, ob die andere Seite vielleicht doch besser wäre, aber wir bleiben auf der bisherigen Seite. An einem kleinen Sandstrand machen wir Pause und Della geht mehrmals sehr vorsichtig ins Wasser.

Wenig später verlassen wir den Wanderweg und gehen kurz durch die angrenzenden Obstplantagen und kehren wieder zum Weg zurück, um die Bundesstraße zu unterqueren. Bei der Gießenbrücke müssen wir den wunderschönen, überwiegenden schattigen Weg verlassen und stellen dabei fest, dass wir vor Jahren hier mal einen kleinen Spaziergang gemacht haben.

Die nächsten gut 3 km sind hart, kein Schatten, staubiger Weg und Radfahrer ohne Ende. Ich bin nur froh, dass Della ruhig in ihrem Buggy sitzt. Zuletzt geht es entlang der Straße auf einem asphaltierten Radweg und Della nutzt das ruhige Rollen zum Schlafen.

Vorbei an der Statue des Heiligen Christophorus erreichen wir Laimnau, wo mich die Kirche St.Peter und Paul mit dem denkmalgeschützten Turm vom Prinzip her an die Jakobuskirche in Brochenzell erinnert. Hier wie dort, wurde an einen älteren Teil ein moderner Anbau eingefügt, sodass wir hier sowohl einen barocken, als auch einen modernen Altar finden. Wenige Schritte entfernt, kehren wir im Garten eines alten Gasthofs ein und die vielen hübschen Dekorationsteile veranlassen uns dann, am Abend zum Essen wiederzukommen.

Jetzt wählen wir eine eigene Route, denn 3 km auf einem Radweg neben der Straße wollen wir uns nicht antun. Wir folgen zuerst dem Albvereinsweg Richtung Tettnang und müssen im Wald steil bergauf steigen, was Della aber locker bewältigt. Mit stetem Bergauf und bergab kommen wir dann nach Tannau. Da die Sonne ganz hinter den Wolken verschwunden ist, vermuten wir, dass es in der Kirche evtl. etwas dunkel zum Fotografieren ist und bestellen uns das Taxi, das uns dann nach Tettnang bringt. Vorsichtshalber hatten wir uns schon am Morgen erkundigt, ob das Unternehmen noch besteht und auch am Karsamstagabend tätig ist.

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