Es gibt kein schlechtes Wetter

sondern nur die falsche Kleidung, diesen Spruch hört man von Wanderern immer wieder, aber dem kann ich bei vielfacher Wiederholung nicht zustimmen.

Dies mag vielleicht – aber auch nur vielleicht – zutreffen, wenn man Wandern allein als sportliches Training sieht, aber wenn man Wandern als Erlebnis betrachtet und dies genießen will, dann gibt es durchaus schlechtes Wetter.

Eine Wanderstrecke im Nieselregen, mit dunklen Wolken unterscheidet sich gravierend von einer Wanderung mit blauweißem Himmel und Sonne.

Die Blumen scheinen sich zu verstecken, die Schmetterlinge und andere Tiere machen dies tatsächlich.

Berge verbergen sich oft hinter den Wolken und Burgen und Schlösser wirken fahl und blass und dies merkt man auch den Fotos und Dias an, die während einer solchen Wanderung geschossen werden.

Obwohl eine Nebelwanderung an der rügensche Kreideküste vom Königsstuhl bis nach Saßnitz ihren ganz besonderen Reiz hat, wenn Bäume und Kreidefelsen Eigenleben zu entwickeln scheinen.

Manchmal verhilft das Wetter auch zur Einsamkeit, so haben wir auf dem sonst sehr belebten Strand zwischen Prerow und Zingst bei dunklen Wolken und Wind keine Menschenseele auf unserer Wanderung getroffen, obwohl es bald wieder schön war, eben Aprilwetter im Sommer

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