Abenberg – Kalbensteinberg (1)

Heute findet in Abenberg ein Flohmarkt statt, der uns natürlich zu einem ausführlichen Besuch verführt und so den Beginn unserer Wanderung verzögert.

Nach dem Besuch der Jakobuskirche verlassen wir das Städtchen. Wir wandern auf der Burgunder Straße, auch Ulmer Straße genannt mit schönen Rückblicken zur Burg und Städtchen. Die Flurbezeichnung ist ein Hinweis auf die lange Geschichte dieses Straßenstücks auf der Verbindung Nürnberg – Ulm und weiter nach Frankreich.

Auf freiem Feld markiert die Weiße Säule vor Dürrenmungenau den Kreuzungspunkt alter Straßen. Die darauf befindlichen Bilder sind Zeugnis anhaltender Volksfrömmigkeit bis in unsere Zeit. Wir lesen u.a. „Ich bin der Weg …“. Sagen ranken sich um den Stein, so erzählte man sich: An der Martesäule „geht’s um“, „hört man Stimmen“…, andere behaupteten, dass an der Säule immer wieder ein schwarzer Fleck auftauche, der an einen Mord erinnere.

In dieser Gegend wird Hopfen angebaut, die Pflanze aus der Familie der Hanfgewächse wird zur Bierherstellung verwendet. Die schnell wachsenden Kletterpflanzen winden sich im Uhrzeigersinn um die herabhängenden Drähte.

In Dürrenmungenau finden wir die wunderschöne, 1614 erbaute Pfarrkirche St. Jakobus mit dem Fachwerkturm und entdecken im Innern unseren Pilgerpatron in typischer Pilgerkleidung mit Wanderstab, Kalebasse, Hut und am Umhang befestigten Muscheln. Die Kalebasse ist ein Trinkgefäß, das aus der ausgehöhlten und getrockneten Hülle eines Flaschenkürbisses hergestellt, dieser gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen weltweit. Unweit der Kirche steht das malerische Barock-Wasserschloss aus dem 17. Jahrhundert, das von 1651-1876 im Besitz der Nürnberger Patrizierfamilie Kress von Kressenstein war.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.