Gnotzheim – Steinhart (1)

Erstmals sind wir mit 2 Autos nach unterwegs, stellen das erste Auto in Steinhart ab und fahren mit dem andern weiter nach Gnotzheim. Der Ort verdankt seinen Ursprung einem Römerkastell, 300 Jahre später siedelten sich fränkische Wehrbauern an. Im 14. Jahrhundert. kamen Gnotzheim und das benachbarte Spielberg an die Grafen von Oettingen. Da das Fürstenhaus Oettingen-Spielberg nach der Reformation katholisch blieb, sind auch die beiden Orte heute noch überwiegend katholisch. Die barocke St.-Georgs-Kirche von 1625 hatte einen Vorgängerbau aus dem 15. Jahrhundert, die spätgotischen Tafelbilder auf Goldgrund im Innern stellen eindrucksvoll die Kreuztragung und die Geißelung Christi dar.

Am Ortsende kommen wir an der auf dem Kirchbuck thronenden, katholischen St.-Michaels-Kirche von 1702 vorbei und steigen in weitem Bogen bei starkem Wind hinauf nach Spielberg, wobei die Sonne es noch nicht schafft, die Luft deutlich zu erwärmen.

Die Burg mit Schlosskapelle aus dem 12. Jahrhundert gilt als Wahrzeichen des Alt-Landkreises Gunzenhausen. Zur Burg gehörte ein großes Wirtschaftsgut mit Brauerei und Bierkeller. Heute ist das Schloss Atelier des 1919 in Wemding geborenen Bildhauers Ernst Steinacker, der viele bedeutende Werke geschaffen, darunter auch Jakobsstatuen, und etliche Kunstpreise erhalten hat. Einige seiner Skulpturen schmücken die Burg und die Umgebung. Schön ist der Blick ins Tal, doch wir können nicht lange verweilen.

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