Niederhaus – Neresheim (1)

Wir fahren nach Niederhaus, besichtigen kurz die aus dem 12. Jahrhundert stammende, uns schon bekannte Ruine Niederhaus. Die Burganlage war im Norden und Osten durch einen Doppelgraben gesichert, über den heute eine Holzbrücke führt. Vom Palas stehen noch die gewaltigen Mauern mit zahlreichen Fensteröffnungen.

Die Burg war ehemals Hauptsitz des mächtigen Adelsgeschlechts derer von Hürnheim. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde die Burg weiter ausgebaut, ehe sie 1379 zerstört wurde und wie auch die benachbarte Burg Hochhaus verfiel.

Wir steigen ab ins Tal und folgen am Waldrand einem Bächlein ins Kartäusertal, kurz gehen wir auf sonnigen, aber von kaltem Ostwind geprägten Weg zum gegenüberliegenden Waldrand und erreichen überwiegend auf schattigem Pfad Christgarten, wobei sich Della einige Male in dem Bächlein erfrischt.

Das im ruhigen Waldtal gelegene Kartäuserkloster, das dem Tal seinen Namen gab, geht auf eine Gründung der Grafen von Oettingen 1383 zurück. Das Kloster wurde im 16./17. Jahrhundert zerstört und verfiel. Von der Klosterkirche blieb nur der als evangelische Pfarrkirche dienende gotische Mönchschor erhalten. Zum Schutz vor herabfallenden Steinen sind die Kirche und Klosterruine während unseres heutigen Besuchs mit Bändern abgesperrt, allerdings ist ein vergitterter Blick ins Innere möglich.

Entweder müssen wir jetzt auf der Straße weitergehen oder das Wildgehege durchqueren, hier dürfen allerdings keine Hunde mitgeführt werden. Da Della im Urlaub hin und wieder an den Rucksack gewöhnt worden war, packen wir die sich zunächst vehement wehrende Della in meinen Rucksack.

Wir müssen uns beeilen, denn nur durch eine Hecke sind wir vor den Blicken des dort wohnenden Försters gesichert und ich hoffe nur, dass sich unserer Hündin nicht durch die von dort zu hörenden Geräusche zum Bellen herausgefordert fühlt. Aber sie bleibt ruhig und dann durchqueren wir schnell das Gehege. Wir sind froh, als wir es verlassen können, obwohl sich das Gehege neben unserem Weg noch weit nach Westen zieht.

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