Staudacher Mühle – Mockenhof

Da die letzten Tage für Ingrid sehr anstrengend waren, schläft sie heute etwas länger und so schaffen wir den Bus vom Ziel zum Start nicht. Wir stellen unser Auto auf einen Parkplatz eines Harley-Davidsen-Betriebs ab und schon nach wenigen Schritten stimmen Wirklichkeit und Karten nicht überein, denn eine kurze Umgehungsstraße ist noch nicht verzeichnet. Bald geht es steil bergauf, aber auf der kurvigen und engen Straße wäre es mit einer trödeligen Della nicht so gut, also schiebe ich sie mit dem Buggy keuchend hinauf.

Von der Hochfläche haben wir einen schönen Blick zu den teilweise noch schneebedeckten Bergen. In der Sonne ist es jetzt ganz schön warm, vor Aschen gehen wir einige Meter zu der Bühler Kapelle von 1904, dabei hatten es die Bewohner so eilig mit dem Bau, dass die Baugenehmigung erst 10 Monate nach der feierlichen Weihe erteilt wurde, aber auch schon damals war das so eine Sache mit dem Kostenvoranschlag, denn die Kapelle wurde doppelt so teuer als erwartet, aber so etwas soll es ja heute auch noch geben.

Wir freuen uns, als wir kurz hinter Aschen die Straße für kurze Zeit verlassen können, denn deshalb haben wir uns beim Widerspruch zwischen Ausschilderung und Plan des Martinuswegs an letzteres gehalten. Nach Reute geht es auf einem Grasweg weiter, ganz nah vorbei an einem lebhaft summenden Bienenstand.

Beim Schuhmichelbrunnen, der uns von einer früheren Wanderung bekannt vorkommt, machen wir Pause, gehen dann zum schönen Marktplatz von Eglofs, der deutlich macht, warum der Ort vor mehr als 10 Jahren zum schönsten Dorf Baden-Württembergs gewählt wurde, 2009 wurde das am Marktplatz liegende Heimatmuseum vom Regierungspräsidium Tübingen mit dem 1. Preis als „Vorbildliches Heimatmuseum“ ausgezeichnet.

Wir gehen noch einige Schritte weiter zur Michaelskirche. Ursprünglich spätgotisch wurde die Kirche 1766 barockisiert. Das Deckenbild zeigt die leidende und triumphierende Kirche

Nach dem Ort müssen wir wieder auf der Straße gehen, erst kurz vor Eisenharz können wir dann einen Feldweg nutzen.

Als wir in Eisenharz ankommen, müssten wir lange warten, bis der Bus kommt. Einkehren oder weitergehen, war die Frage und Ingrid war für das zweite und so wandern wir zu einem Naturschutzgebiet und müssen den Martinusweg verlassen, um zur nächsten Bushaltestelle zu kommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.