Liepen – Teterow

Liepen- Teterow

Lange sucht und überlegt Ingrid, wie wir wandern müssen, um die geringsten Fahrtkosten zu haben und telefoniert auch mehrmals mit der Bundesbahn, dies kostet natürlich alles viel Zeit und so können wir erst nach 11 Uhr am Wasserschloss in Liepen abmarschieren.

Zuerst geht es durch Felder, dann ein durch den Wald auf einem nicht genau bezeichneten Weg, dann gehen wir auf einer kaum befahrenen Straße in Richtung Basedower Höhe. Von weitem macht Schloss Basedow mit seinem weißen Verputz und den Ziegeleinfassungen einen sehr imposanten Eindruck, aus der Nähe merkt man aber die Verfallerscheinungen.

Die seit dem 13.Jahrhundert in Basedow ansässige Fam. Hahn ließ um 1467 hier eine erste Burg errichten, die im 16. Jahrhundert zu einem repräsentativen Herrenhaus umgebaut wurde, das Mitte des 19. Jahrhunderts neu gerstaltet und nach einem Brand wurde das Schloss in Stil der Renaissance umgebaut.

Wir machen einen weiten Bogen durch die hügelige Landschaft, kommen an einem Teich vorbei, beobachten einen Raubvogel am Himmel, kehren im Cafe im Schafstall ein und sehen den durch den Raum fliegenden Schwalben zu, auf dem Balkonweg haben wir einen schönen Blick auf das Dorf und an der Kirche vorbei.

Zwischen 1835 und 1852 legte Peter Joseph Lenné den Landschaftspark an, in den sich Gebäude. Wege, Bäche, ein Großsteingrab und die Reste der Burg harmonisch einfügten uns beeindruckt der Lenne-Park weniger, dann geht es wieder hinunter ins Malchiner Becken. Wir überqueren einen kleinen Kanal und steigen dann steil den Berg hinauf, am Waldrand machen wir mit guter Sicht nach Malchin unsere Vesperpause und folgen einem nicht bezeichneten Waldweg und müssen gegenüber der Karte einen weiten Umweg machen, um Pampow zu erreichen. Dort entscheiden wir uns direkt nach Teterow zu wandern, denn bis zur Bundesstraße gibt es einen regulären Gehweg und neben der Bundesstraße führt uns ein Trampelpfad in die Stadt. Am Bahnhof habe ich etwas Probleme mit dem komplizierten Fahrkartenautomat, der sich nur mit einer Kreditkarte oder Scheckkarte bedienen lässt. Wir fahren zurück nach Malchin und da das Restaurant Kartoffelkäfer gleich neben dem Bahnhof liegt, schlägt Ingrid vor, dass sie dort auf mich warten könne. Ich bin damit einverstanden, will aber zuerst etwas essen, bevor ich ein Taxi bestelle. Wir sind gerade beim Essen, als die Besitzer von einem kleinen Ausflug zurückkehren und uns begrüßen. Während des Gesprächs erwähne ich, dass ich mit dem Taxi noch nach Liepen fahren muss und da bietet der Besitzer an, mich dorthin zu fahren. Dies führt er auch durch und so sparen wir die doch hohen Taxikosten und ich kann mit einem PT Cruiser Cabrio fahren.

Die Suche nach einer neuen Wohnung verläuft nicht sehr erfolgreich, nach mehreren vergeblichen Versuchen erhält Ingrid dann eine halbe Zusage, aber endgültiges sollen wir erst am andern Morgen gegen halb neun erfahren.

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