Westewitz – Döbeln (2)

Der Weg verläuft überwiegend im Schatten, am Rand der Stiefelstadt Döbeln schlägt Ingrid vor, nicht zum Hauptbahnhof zu gehen, sondern weiter entlang der Mulde durch den Klosterpark zu gehen. Leider reicht die Zeit nicht, um den Riesenstiefel von 1925 im Rathaus anzuschauen, wo er sich seit 2010 wieder befindet. Der 1925 entstandene Stiefel hat eine Schafthöhe von 3,70 m und eine Sohlenlänge von 190 cm. Der 200 kg schwere Stiefel wurde in 750 Arbeitsstunden von 7 Döbelner Meistern aus 10 ganzen Rinderhäuten zusammengenäht. Aber wenigstens können wir uns den 2001 geschaffenen Stiefelbrunnen und die Altstadt anschauen.

Wir schauen uns in der Altstadt um und kommen zur St. Nikolaikirche. Die Kirche beherbergt einen spätgotischen geschnitzten Hochaltar und geht auf einen 1333 durch Brand vernichteten Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert zurück. 1479 wurde das Gotteshaus zu einer Hallenkirche mit 4 Jochen umgebaut. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche neugotisch verändert. Vor der Kirche finden wir das Lutherdenkmal, eine Bronzestatue auf einem Porphyrsockel von 1903, die im 2. Weltkrieg abgebaut und 1953 in einem Hamburger Schrottlager wiederentdeckt wurde.

Schließlich erreichen wir den Bahnhof Döbeln Zentrum, um dort festzustellen, dass hier nicht jede Stunde wie vom Hauptbahnhof sondern nur alle 2 Stunden ein Zug nach Westewitz fährt und wir müssten daher gut 1 ½ Stunden warten. Also lassen wir ein Taxi kommen, das uns zum Hauptbahnhof bringt, ein nicht ganz billiger Spaß. Nach einigen Min bringt uns der Zug zu unserem Auto.

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