Roßwein – Nossen (2)

Das Kloster wurde 1162 von Markgraf Otto, dem Reichen gegründet und von den Ziesterziensern aufgebaut und diente auch als Grablege der Wettiner. Altzella entwickelte sich zu einem der wichtigsten Klöster Mitteldeutschlands, hier lebten bis zu 250 Mönche und beherbergte eine bedeutende wissenschaftliche Bibliothek. Nach der Reformation wurde das Kloster 1540 aufgelöst und von sächsischen Landesherren in Besitz genommen. Teile der Klosteranlage wurden abgerissen, um Baumaterial für die Nossener Stadtkirche und das Schloss zu erhalten. 1804 wurde das Mausoleum im klassizistischen Stil vollendet, nachdem die vorherige Gragkapelle unvollendet blieb.

Wie besuchen den interessanten Klosterpark mit seinen Ruinen und dem Mausoleum, naja, den Klostergarten haben wir – ich meine glücklicherweise – übersehen, dann essen wir noch einen Kuchen im hübschen Gartencafe der Anlage. Auf dem Radweg, der aber überwiegend auf der Straße verläuft, erreichen wir das bereits 1185 erstmals urkundlich erwähnte Nossen, um dort festzustellen, dass es auch einen Fußweg gegeben hätte. Am Bahnhof vorbei steigen wir in Nossen hoch und schauen uns die Kirche und das Schloss von außen an.  

Das Renaissanceschloss Nossen liegt hoch auf einen Felsvorsprung über der Freiberger Mulde und hat eine fast 850 jährige Geschichte. Es wurde als Ritterburg, Bischofs- und Abtsitz sowie als kurfürstliches Jagd- und Amtsschloss genutzt. Man  findet Spuren aus dem Mittelalter ebenso wie aus der kurfürstlichen Zeit, z.B. mit den Bemalungen der Wand- und Deckenbereiche aus der Renaissance. Heute kann man das Schloss mit den historischen Räumen, dem Gewölbe und dem Verlies im Rahmen eines Museumsbesuchs anschauen. Teile der Anlage dienen heute auch privaten Wohnzwecken.

Dann machen wir noch einige Bilder vom Marktplatz, da hier aber der Verkehr durchrollt und es keine angenehme Möglichkeit zum Sitzen oder Einkehren gibt, entscheidet sich Ingrid, mit ins Tal zum Bahnhof zu gehen und auch mit dem Zug nach Roßwein zu fahren.

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