Nossen-Munzig (2)

Nach dem Industriegebiet müssen wir 50 m auf einer feuchten Wiese neben der Bundesstraße gehen, als wir auf den Feldweg nach Deutschenbora einbiegen, steht ein Hinweisschild, dies sei ein Betriebsgelände und das Begehen oder Befahren sei nicht gestattet. Da es keine Alternative für uns gibt, gehen wir weiter und es ist nichts zu sehen, warum hier ein solches Verbot für Fußgänger Sinn machen würde.

Dann stehen wir vor einer geschlossenen Schranke am Bahngleis und geben dem irgendwo entfernt sitzenden Schrankenwärter Signal zum Öffnen, doch der teilt uns über Lautsprecher mit, es sei ein Zug im Kommen und als dieser vorbei ist, öffnen sich die Schranken. Jetzt sind wir in Deutschenbora, die neu angestrichene, gelbe Barockkirche aus dem 17. Jahrhundert bietet mit dem blauen Himmel und den weißen Wolken ein schönes Bild. An einem kleinen Teich machen wir Rast, ehe es auf einer kaum befahrenen Straße weitergeht. Als diese einen weiten Bogen macht, sieht Ingrid einen Pfad mit kleiner Brücke als Abkürzung, der Weg ist steil und kaum mehr vorhanden, dafür ist der Boden feucht und matschig. Doch wir treffen wieder auf die Straße und sind dann bald am alten Schloss von Rothschönberg, das dringend einer umfassenden Sanierung bedürfte.

Wir sind jetzt am Beginn des 2006 eingerichteten Geopfads, der mit 12 Schautafeln durch das Triebischtal führt. Doch leider ist die Wanderbeschilderung anfangs mehr als dürftig, trotzdem bleiben wir auf dem richtigen Weg. Wir kommen dann an verschiedenen Tafeln und Hauptmundlöcher alter Bergwerksstollen vorbei. Dabei handelt es sich um Öffnungen, aus denen das Wasser aus tiefergelegten Stollen aus den Bergwerken abgeleitet wurde.

Als es steil bergauf geht, darf Della zum zweiten Mal heute wandern, und als es wieder bergab geht, ist sie in ihrem Element, ein schmaler Naturpfad ist genau das Richtige für sie, aber der oft sehr schräge Weg stellt an mich als Buggylenker doch hohe Anstrengungen. Bald erreichen wir die ersten Häuser von Munzig und hier teilen sich Wanderweg und Geopfad, der eine führt auf bequemer Straße eben weiter, der andere steigt auf unbefestigtem Weg nach oben. Keine Frage, wir steigen nach oben und der Weg wird immer schmaler und steiler, bald ist er nur mehr zu erahnen und Della fühlt sich wieder wohl beim Wandern. Dann geht es durch einen schmalen Hohlweg bergab zum Wanderweg und nach wenigen Schritten sind wir an der Durchfahrtsstraße und an einer Bushaltestelle.

Ein Blick auf die Uhr zeigt, die nächste Haltestelle würden wir nur auf der Straße erreichen und nicht über den stark ansteigenden und einen weiten Bogen machenden Wanderweg. So entschließen wir uns 25 min auf den Bus zu warten. Leider gibt es trotz Wartehäuschen keine Sitzgelegenheit.

Der Bus bringt uns zum Markt und nun müssen wir noch am Schloss vorbei hinunter zu unserem Auto gehen, das auf einem kleinen Parkplatz neben der Mulde steht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.