Meißen – Niederau

Wetterbesserung

Der richtige Tag zum Umziehen, denn das kostet doch immer sehr viel Zeit, aber da heute Morgen das Wetter schlecht ist, bewölkt und immer mehr teils starker Regen, macht das nichts aus. Wir fahren über die Autobahn nach Radebeul und dann geht wieder das Gepäckschleppen los. Dass wir, d.h. in erster Linie ich, das Gepäck eine Etage hochtragen müssen, das bin ich ja schon gewohnt, dass es aber außerhalb des Hauses fast 2 etagenhoch geht, das macht die Sache dann doch etwas anstrengend.

Ingrid ist von dem alten Mobiliar und den Räumen angetan, mir wäre eine größere Küche lieber. Nach dem das wichtigste Gepäck in der Wohnung ist, fahren wir nach Meißen und stellen unsere Auto direkt an der Elbe ab, da heute ja nicht mit Hochwasser zu rechnen ist. Das Wetter wird ständig besser, in Nossen bei der Abfahrt gab es erste, sehr kleine Wolkenlücken, jetzt in Meißen strahlt die Sonne vom blauweißen Himmel.

In der Folge wollen wir auf dem sächsischen Weinwanderweg vorankommen, dieser verläuft von Diesbar über Meißen, Radebeul, Dresden nach Pillnitz und umfasst knapp 80 km. Doch nach Meißen verläuft dieser zunächst auf dem vielbefahrenen Elberadweg flussaufwärts- später kurz entlang der Straße, dann wenden wir uns den Weinbergen zu, kommen an einer historischen Weingaststätte vorbei und wenig später an einer Holzweinpresse. Jetzt geht es steil auf steinigem Weg zum Spaargebirge, dem kleinsten sächsichen Gebirge mit einer Länge von 3 km und einer Breite von gut 200.  bergauf und von dem Aussichtspunkt Juchhöh (192 über N:N) präsentiert sich die Elbe und Meißen mit Burg und Dom.

Eigentlich wollen wir an dem windigen Platz rasten, aber als eine Gruppe junger Männer mit Bierkästen auftauchen, gehen wir lieber weiter und nach einem steilen Abstieg, geht es an sachter bergauf, immer wieder sehen wir an der Bergkante Weinberge, die aber im Gegensatz zu den meisten anderen Weinbaugebieten sehr kleinmaschig sind. Wir erreichen die Boselspitze (182 über NN und gut 80 m über der Elbe, von der wir trotz des diesigen Wetters die Türme von Dresden erahnen können, bei guter Sicht kann man bis in die sächsischer Schweiz schauern Steil geht es vorbei am botanischen Garten auf einem Naturpfad ins Elbtal hinab und nach kurzem ebenen Stück, steigt es wieder bergan und wir haben fast einen Kreis vollendet, doch vorher biegen wir nach rechts ab und erreichen ein Dorf mit einigen schönen Häusern und Gärten. Auf unangenehm kiesigen Weg folgt nun eine fast schattenlose Strecke quer durch das Tal und wir erreichen die Straße in Niederau. Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass wir auf dem kürzesten Weg zum Bahnhof gehen müssen, trotzdem könnte es knapp werden und da wir an der nächsten Bushaltestelle sehen, dass auf dem Weg zum Bahnhof eine Baustelle ist und wir nicht wissen, ob wir auch einen Umweg gehen müssten, bleiben wir auf Nummer sicher und warten auf den Bus. Allerdings hat der einige Verspätung, sodass es trotzdem gereicht hätte.

Mit einem Blick auf Elbe und Burg und nach einem Einkauf verlassen wir Meißen. In unserer Wohnung macht uns das Internet Probleme, obwohl das Netz sehr stark ist, bricht die Verbindung immer wieder ab, sodass wir kaum ausfindig machen können, wie wir morgen den Weg vom Endpunkt zum Start schaffen können. 

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