Niederau – Moritzburg(2)

Schloss Moritzburg wurde 1542 als Renaissance Jagdschloss von Moritz von Sachsen auf einer Granitkuppe erbaut und wurde bald zum Mittelpunkt der höfischen Jagdgesellschaft, 1661 wurde die Kapelle erbaut und August der Starke beauftragte den Architekten Pöppelmann 1723 mit den Umbauarbeiten zu einem barocken Jagd- und Lustschloss mit sieben Säalen und mehr als 200 Räumen. Der Umbau endete mit dem Tod des Herrschers. Dies gilt ebenso für die Ausgestaltung des Schlossparks

Beeindruckend sind im Innern des Schlosses die Ledertapeten, die allerdings manche Räume doch sehr dunkel erscheinen lassen, Moritzburg verfügt damit über den größten Bestand an barocken Ledertapeten.

Seit 2003 ist auch das Federzimmer im Schloss wieder untergebracht und um dieses einzigartige kunstgeschichtliche Einrichtung ranken sich viele Legenden und es ist schwer zu sagen, was ist die Wahrheit und was ist Legende. Soviel scheint aber klar zu sein, August der Starke hatte das Federzimmer 1723 von einem Herrn Le Normand für das japanische Palais in Dresden erworben. Le Normand hatte eine ganz neue Art der Verarbeitung von Federn erfunden, die die mehr als 1 Million Federn besser zu Geltung brachten. Es wurden Federn von Pfau, dem Perlhuhn, dem Eichelhäher sowie Enten und Gänsen verarbeitet, die Bestimmung von weiteren Vogelarten ist noch nicht abgeschlossen.

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