Radebeul – Trachau (1)

Treppen

Heute brauchen wir kein Auto, denn wir können ja von unserer Ferienwohnung aus starten, doch schon nach gut 100 kommt eine Straßenbaustelle, die auch für Fußgänger gesperrt ist. Die Absperrung sperrt wirklich, nur auf dem Weg ist nicht zusehen, warum gesperrt ist. So müssen wir einen kleinen Umweg auf dem Fußweg neben einer stark befahrenen Straße machen, ehe wir in das Refugium der sächsischen Weinkönigin von 2007/8 eindringen können. Das barocke Schloss Wackersbarth mit der schönen Parkanlage, den Nebengebäuden und natürlich den Weinbergen ist wirklich ein Genuss, auch wenn man, wie wir keinen Wein trinkt.

Reichsgraf von Wackerbarth, Kabinettsminister August des Starken ließ sich das barocke Schloss mit Belvedere und französischem Garten um 1730 erbauen. Das lichtdurchflutete, achteckige Belvedere mit seinen romantisch bemalten und verzierten Wänden wurde vom Schöpfer des Dresdener Zwingers, Pöppelmann erbaut und kann heute auch für Trauungen genutzt werden. Die gesamte Anlage mit den Weinbergen wird als Erlebnisweingut auch touristisch genutzt.

Der Weinwanderweg führt kurz entlang eines Weinbergs und dann wahrscheinlich 150-200 alten, unebenen und ungleichen Stufen steil bergauf. Wir überlegen, soll Ingrid alleine gehen und ich außenherum gehen, aber wie. Ich denke, ich schaffe das mit dem Buggy. Doch ganz ehrlich, sind sie schon mal so eine Menge Stufen rückwärts hochgegangen, es ist gar nicht so einfach und die unebenen und teilweise zu schmalen Stufen beanspruchen das Gerät auch ziemlich, dabei wird auch eine der Hinterradbremsen in Mitleidenschaft gezogen. Da Ingrid auf den geschilderten Stufen Della nicht tragen kann, darf ich ca. 2/3 der Stufen zweimal hoch und einmal runter gehen.

Aber oben stellen wir fest, dass sich die Anstrengung durch den atemberaubenden Panoramablick vom Jakobsstein, dem Wahrzeichen Radebeuls auf die Weinberge, das Schloss und das Elbtal bis nach Dresden durchaus gelohnt hat, ja im Dunst kann man sogar einige Tafelberge des Elbsandsteingebirges erkennen. Etwas überrascht merken wir, dass wir den Anstieg auch mit weniger Treppen hätten bewältigen können.

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