14.8. Großholzleute – Rimpach (2)

Wieder stimmen Karte und Wirklichkeit nicht überein und als wir schon sehr weit hochgestiegen sind, kommt die Abzweigung des Martinuswegs nach Bolsternang, die wir aber endgültig auslassen, denn in Anbetracht der Verspätung würden wir es dann nicht nach Rimpach schaffen, zumal für den Abend Regen und Gewitter vorhergesagt sind. Von einem Aussichtpunkt haben wir eine schöne Sicht über das schwäbische Allgäu, allerdings von den Alpen sehen wir nur Umrisse. Dann erreichen wir die Schletteralpe und machen dort auf einer Bank unsere verspätete Mittagspause.

Aber hier herrscht reger Betrieb mit Wanderern und Mountainbikern vom und zum Schwarzen Grat, dem höchsten Berg Württembergs. Sobald wir gegessen haben, machen wir uns auf die Weiterwanderung und gehen zunächst im steten Bergauf und Bergab in Richtung Norden. Wir kommen an der kleinen, aber interessant eingerichteten Holzkapelle ST. Rochus vorbei und erreichen schließlich die Hinweistafel „zur Himmelsleiter“ und wenn wir dem Hinweis folgen, müssen wir den Martinusweg verlassen. Da wir aber wissen wollen, wo man landet, wenn man die Himmelsleiter abwärts steigt, wählen wir diese Variante.

Zuerst geht es auf einem Kiesweg steil bergab, dann auf einem mit Wurzeln übersäaten, teils morastigem Naturweg weiter, schließlich kommen wir zur Himmelsleiter, einer Zickzack verlaufenden Treppe aus Rundholz, was sich für den Buggy nicht unbedingt als vorteilhaft erweist. Im Tobel unten angekommen, begleitet uns ein Bächlein auf dem Weg nach Rohrbach, der an einer Stelle auch einen kleinen Wasserfall ausgebildet hat, auch hier ist der Boden teilweise morastig aber schlimm wird es, als wir an einigen Stellen auf die von den Holzfäller und ihren Fahrzeugen zerwühlten Weg kommen. In Rohrbach kehren wir kurz ein, Trinken etwas und genießen jeder ein Stück guten Kuchens.

Bisher hält sich das Wetter ganz gut, Ingrid besucht dann noch die interessante Kirche des Ortes und die danebenstehende Kapelle, dann geht es auf der Straße in Richtung der Straße Leutkirch – Isny, die wir auf einem Fahrradweg unterqueren und der dann auf einem ehemaligen Bahndamm mit Sicht auf das beginnende Rimpacher Moos. Immer wieder schaue ich sorgenvoll nach Westen, denn dort wird der Himmel immer dunkler und im Südwesten scheint es schon zu schütten. Wir unterqueren erneut die stark befahrene Straße und sehen das Schloss in Rimpach schon vor uns, da beginnt es zunächst zu tröpfen und dann immer stärker zu regnen, mit Buggyplane, Schirm und Anorak machen wir uns regensicher für die letzten 300 m. Als wir dann abfahrtbereit sind, kommt kurz die Sonne hervor und Ingrid macht einige Fotos vom Schloss. Allerdings zieht dann wieder eine große Wolke vor die Sonne und so fahren wir gemütlich zurück.

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