26.7.11 Bischofswerda – Gaußig

Umzug und Leseunvermögen

Obwohl Ingrid am Abend vorher schon viel vorbereitet hat, dauert das Packen, Aufräumen und grob Saubermachen doch etwas länger als geplant und so nehmen wir Abstand den gestern ausgefallenen Einkauf nachzuholen und verschieben das auf den Abend, nur eine neue Wanderkarte, die muss sein.

Als wir den Ferienhof erreicht haben, sehen wir nicht, wo wir uns anmelden können. Glücklicherweise kommt gerade der Bauer auf seinem großen Traktor vorbei und zeigt uns unser Storchennest. Wir laden nur das Notwendigste aus, zumindest was wir für das Notwendigste halten und müssen später feststellen, dass etwas mehr doch ganz günstig gewesen wäre.

So fahren wir sofort zurück nach Bischofswerda und stellen unseren Wagen an der gleichen Stelle wie gestern ab, an einer Kleingärtnersiedlung verlassen wir die Stadt, kommen an zwei Teichen vorbei, unterqueren eine Bahnlinie und halten uns an einer weiteren. Als sich unser Wanderweg ohne ein Zeichen von der Bahnlinie abwendet, folgen wir einem Reitweg entlang den Gleisen und können bald alle Nachteile eines Reitwegs erleben, denn immer wieder ist der Boden aufgeweicht und dadurch die Hufeindrücke tief und das erschwert das Buggyfahren. Bei einer Unterführung treffen wir wieder auf den Wanderweg, dem wir aber nicht folgen, sondern einem weiteren, der weiterhin entlang der Gleise verläuft.

In Demitz-Thremitz sehen wir einige schöne Häuser und als wir uns suchend nach dem nächsten Wanderzeichen umsehen, kommt eine Radfahrerin auf uns zu, um uns weiterzuhelfen. Es stellt sich heraus, dass sie Fremdenführerin für den Ort ist und sie will uns möglichst viel von ihrem Wissen weitergeben und erzählt uns auch, wie es weitergeht. Nach den Erfahrungen von gestern bin ich skeptisch, aber alle ihre Angaben bewahrheiten sich.

Steil geht es eine holprige Pflasterstraße hinauf und am letzten Haus des Ortes kommt ein älterer Mann, um Della zu streicheln und einen kleinen Plausch zu halten. Er erzählt uns, dass am Klosterberg vor der Wende mehr als 30 Steinbrüche und fast 2000 Beschäftigte gab, aber 10 Jahre später, wurde bis auf ein Schotterwerk und einen Granitbruch als stillgelegt. Ich dränge aufs weitergehen, denn es ist noch nicht ganz klar, wie wir nach Gaußig kommen und wir müs-sen ja den letzten Bus kriegen. Steil und steinig geht es bergauf, vorbei an aufgelassenen Steinbrüchen, teilweise mit Wasser gefüllt.

Als wir die Spitze des Klosterbergs erreichen, gibt es dort zwar eine Gaststätte, die aber heute Ruhetag hat, aber sonst keine Sitzgelegenheit, auch wenig später beim Dreisesselstein bliebe nur der Stein als Sitzgelegenheit. Wenig später entscheiden wir uns an einem schönen Plätzchen Rast zu machen, doch leider finden auch die Ameisen diesen Platz als sehr angenehm, sodass wir schnell wieder aufbrechen.

Jetzt geht es zunächst auf einem Fahrweg weiter, links am Abhang warnen Tafeln vor den Gefahren der Steinbrüche, aber an einigen Stellen können wir trotzdem ins Tal bzw. in die meist aufgelassenen Steinbrüche sehen.

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