4.8.11 Reichenbach-Jauernick (2)

Bald erreichen wir Friedersdorf und dann beginnt der lange Anstieg auf offenem Feld
zum Schwarzen Berg, an dessen bewaldeter Kuppe gehen wir dann entlang. Von
Westen her sieht es bedrohlich dunkel aus, doch eigentlich hatten wir den
ganzen Tag den Eindruck, der Wind kommt von Osten, doch so dunkle Wolken sind
nicht über uns hinweggezogen.

Durch die Dorfstraße von Jauernick gehen wir zum
Dorfanfang und der Umgehungsstraße, wo wir von der Bushaltstelle einen guten
Blick auf den neu gefluteten Berzdorfer See haben. Jetzt zucken die ersten
Blitze und es grollt.

Die Fahrt im Bus ist heute anstrengend, denn es handelt sich um einen umfunktionierten Reisebus, d. h., ein hoher Einstieg und ein schmaler Gang, der an der mittleren
Eingangstreppe zu schmal für unseren Buggy ist. Das wäre kein Problem, wenn
nicht der Platz für Kinderwagen durch ein Rad blockiert wäre, das wohl dem
Fahrer gehört, und zwischen zwei Sitzen eingeklemmt ist, denn sonst ist niemand
im Bus außer zwei Mädchen, die aber mit uns eingestiegen sind. So muss ich fast
30 min den Buggy halten, damit er nicht die Treppe hinunterstürzt. In
Görlitz ist der Himmel dunkel, und als wir uns frühzeitig auf den Weg zum Zug
machen, blitzt es immer wieder und die ersten Tropfen fallen.

Als wir in den Zug einsteigen, ist der Platz für Kinderwagen durch einen Rollstuhl belegt,
aber es gibt daneben noch genügend Platz, dann steigen 4 Radfahrerinnen mit
ihren bepackten Drahteseln zu und es wird knapp. Ein Blick nach draußen lässt
einen schauern, denn es schüttet und schüttet. Doch richtig eng wird es, als
kurz vor der Abfahrt weitere zwei Radfahrinnen zusteigen und so muss ich schon
etwas bugsieren, um mit dem Buggy aussteigen zu können. Auf der Fahrt schaue
ich immer wieder nach dem Regen und meine, er würde nachlassen. Als der Zug
hält, hat es ein älteres Ehepaar so eilig auszusteigen, dass sie sich zwischen
einem Rad und unserem Buggy durchdrängen, 20 Sekunden später hätten sie es ganz
bequem gehabt. Der Regen hat fast aufgehört und so kommen wir trockenen Fußes
zu unserm Auto.

Als wir an unserer Wohnung ankommen, sind die Gastgeber im Garten und wir halten einen kleinen Plausch, als wir eingeladen werden, uns hinzusetzen, vertagen wir das
gemütliche Beisammensein auf eine gute halbe Stunde später, bis wir geduscht
und gegessen haben. Dann unterhalten wir uns im Freien bis gegen 10 Uhr, da
wird es langsam sehr frisch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.