5.8. 11 Jauernick – Görlitz

Ein netter nBürgermeister´

Da die Flutung des Berzdörfer Sees und vor allem die Außengestaltung noch nicht
beendet ist, finden wir keine definitive Antwort, ob wir von Buschdorf am See
nach Norden wanden können. Daher ruft Ingrid bei der Gemeinde Markelsdorf an,
zu der auch Jauernick-Buschdorf zählt und wird mit dem Bürgermeister verbunden,
der ihr erklärt, wo der Uferweg startet und dass wir problemlos durchkommen.
Wir gehen von Jauernick die Kirschalle hinunter und wenden uns dann in Richtung
Aussichtspunkt. Doch der Weg führt nach Süden und so würde es für uns wohl doch
zu weit, daher drehen wir um und gehen nach Norden. Kurz hinter der Kirschallee
treffen wir auf einen Parkplatz, von dem ein befestigter Weg abgeht und wir
hoffen, dass wir auf diesem durchkommen.

Anfangs geht auch alles glatt, nur der See ist nie zu sehen, dann können wir mit einigen
Schritten in verbotenes Gelände den See sehen. Als der Wald aufhört, haben wir
freie Sicht auf den See und erkennen, dass dicht am Wasser ein Rad- und
Wanderweg verläuft, also hätten wir doch noch weiter nach Süden gehen müssen,
um auf diesen Weg zu kommen.

Plötzlich verstellt ein Bauzaun mit der schon obligatorischen Warnung „Lebensgefahr“ unseren Weg. Sollen wir dies ignorieren und den Zaun umgehen oder ist es wirklich gefährlich. Wer hilft in dieser Situation, natürlich der Bürgermeister von Markelsdorf, der uns bei Ingrids  zweitem Anruf beruhigt und abschließend meint, wenn uns jemand anhalten würde, dann sollten wir uns auf ihn berufen.

Man kann erkennen, wie schön die Umgebung einmal gestaltet sein kann, doch bisher sind
nur einige Wege, Bänke und Findlinge zu sehen. Um zur Landeskrone zu kommen,
müssen wir jetzt den See verlassen und durch das nächste Dorf aufwärtsgehen. Am
Ortsende entscheiden wir uns noch einige Zeit auf der Straße zu bleiben, wo
Ingrid an einem Mirabellenbaum dann Früchte für den morgigen Obstsalat
einpackt. Über einen Feldweg erreichen wir eine stärker befahrene Straße, der
wir kurz folgen und in Pfaffendorf treffen wir wieder auf den WDE und den
blauen Punkt. Auf einem Betonplattenweg steigt es langsam an und im Wald, die
ersten Regentropfen fallen, gehen wir auf dem unteren Rundweg um die
Landeskrone weiter. Schräg geht es dann den Südaufstieg hinauf, zunächst auch
völlig unproblematisch.

Beim mittleren Rundweg sehen wir dann Unmassen von sich
gerade rot verfärbenden Fruchtstände des Aronstabs, den wir noch nie in solchen
Massen und in solcher Größe gesehen haben. Jetzt wird der Weg schwieriger und
Della marschiert gemächlich selbst hoch, allerdings müssen wir zuvor das
Problem der vergessenen Leine lösen. Der Riemen meiner Kameratasche bildet
einen schwachen Kompromiss, aber es funktioniert.

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