Bagenz – Cottbus (2)

Ingrid merkt durch das Geplauder mit der Wandererin scheinbar den Wind weniger. Dann stehen wir vor einem Problem, ein umgestürzter Baum blockiert die Andeutung unseres Pfads, nach rechts umgehen, geht nicht, da würden wir in der Spree landen. Links ist eine eingezäunte Weide für eine größere Kuhherde, die sich allerdings in einer gewissen Entfernung befindet.

Ein kritischer Blick zu den Weidedrähten zeigt, dass diese wohl nicht unter Strom stehen, sodass man sie überwinden kann. Allerdings mit Della und Buggy nicht ganz einfach, aber durch Hilfe unserer Mitwanderer dann doch kein so großes Problem. Nahe am Drahtzaun gehen wir weiter. Kurz vor dem Ende der Weide stecken Ingrid und die beiden anderen ihre Nasen in die Wanderkarten, was ich in diesem Augenblick nicht so ganz verstehe. Da rechts auf einer Anhöhe einige Datschen stehen, bin ich sicher, dass bald eine Straße oder Weg kommen muss und gehe ohne Buggy zum Ende der Weide, hier erkenne ich die Spur des Pfads. Ich informiere die anderen, und nachdem wir erneut den Drahtzaun überwunden haben, folgen wir dem zunächst kaum sichtbaren Pfad, der sich immer mehr der Uferkante der Spree nähert. Ingrid muss Della tragen, denn es ist nicht ganz ungefährlich mit dem Buggy. Nach gut 50 m erreichen wir die Straße. Hier trennen sich unsere Wege, denn auf den asphaltierten Wegen geht es mit dem Buggy schnell voran, während bei unseren Mitwanderern das kleine Mädchen jetzt einige Zeit selbst laufen will, nachdem sie sich von Della verabschiedet hat.

Bald erreichen wir ein Gasthaus in einer alten Mühle, kehren dort ein, um uns aufzuwärmen und Ingrid will trockene Kleidung anziehen. Etwas später erreichen auch unsere Mitwanderer das Gasthaus und nehmen am Nebentisch Platz. Da wir uns entschieden haben, bis zum Cottbuser Bahnhof zu wandern, brechen wir sofort nach dem Essen auf und verabschieden uns endgültig von unseren Mitwanderern.

Das Wetter wird immer besser, die Sonne scheint öfter und länger, nur die Temperaturen ändern sich kaum und der Wind bläst weiter unangenehm. Auf einem Dammweg geht es weiter, mal direkt an der Spree, mal an einem Nebenarm. In Madlow sehen wir die alte Martinskirche, die aber geschlossen ist und es gibt (glücklicherweise?) auch keinen Hinweis, wo man einen Schlüssel holen kann.

hübsche EnteBald kommen wir an einem Badesee und den Madlower Schluchten vorbei, die aber nicht natürlichen Ursprungs sind, sondern durch Kiesabbau während des Gleisbaus entstanden sind. Dann wechseln wir für einige Zeit die Spreeseite und kommen nahe an Branitzer Park heran.

Kurz machen wir an der Spree an einem sonnigen Platz Pause, ehe wir dann durch die Straßen den Weg zum Bahnhof finden. Dort erreichen wir, wie geplant, den Zug kurz nach 18 Uhr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.