Kloster Neresheim – Härtsfeldsee (1)

Kloster Neresheim – Härtsfeldsee

Heiß und windig

29 Engel eDa es bereits beim Start sehr heiß ist und die Sonne vom Himmel knallt, verzichten wir abermals auf eine Stadtbesichtigung und den Anstieg zum Kloster, sondern parken oben auf dem Klosterparkplatz. Das Kloster Neresheim wurde 1095 von Graf Hartmann I. von Dillingen als Augustiner-Chorherrenstift gegründet und rund 10 Jahre später in eine Benediktinerabtei umgewandelt; bis Mitte des 13. Jahrhunderts existierte auch ein Frauenkonvent.

Das Kloster wurde 1802 in der Säkularisation aufgelöst, es fiel an die Fürsten von Thurn und Taxis, danach über Bayern 1810 an Württemberg. Die Fürsten ermöglichten 1919 die Wiederbesiedelung des Klosters durch Benediktiner aus Beuron und Prag.

Kurz schauen wir uns im Klosterareal um und bewundern den hohen Michaelsbrunnen mit der Figur des Erzengels Michael mit Speer und Waage. Von der Besichtigung der Abteikirche sehen wir heute ab, da es drinnen wieder sehr, sehr kühl ist und das Fotografieren neuerdings verboten ist. Außerdem kennen wir das eindrucksvolle Bauwerk natürlich von früheren Besuchen.

28 klosterkirche eDie Abteikirche St. Ulrich und Afra gehört als letzte reife architektonische Schöpfung Balthasar Neumanns zu den bedeutendsten Kirchen des Spätbarocks. Es gelang Neumann insbesondere Lang- und Zentralraum zu einem monumentalen Gesamtraum zu verschmelzen. Dieser grandiose Eindruck wird noch verstärkt durch die Fresken von Martin Knoller, die in Neresheim einen Höhepunkt der Barockmalerei erreicht haben. Die Fresken zeichnen sich durch die Schönheit der Farben und die detailgenauen Einzelheiten aus. Doch um den wirklichen Gesamteindruck zu erhalten, muss man noch den Klang der barocken Orgel von Holzhay erleben.

Der Bau wurde 1750 nach den Plänen Neumanns begonnen und 1792 konnte die Kirche eingeweiht werden. Von 1966-1975 wurde sie einer gründlichen Restaurierung unterzogen, die Abteigebäude wurden und werden im Laufe der Zeit ebenfalls erneuert.

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