Archiv der Kategorie: Ostsee-Bodensee

Rekentin – Tribsees – Langsdorf

Auch im Urlaub ist es zweckmäßig, sich der Wochentage sicher zu sein. Als ich gestern Abend an der Bushaltestelle nach dem Fahrplan geschaut habe, habe ich leider nicht daran gedacht, dass heute Samstag ist. Ich stehe früh auf und gehe den Kilometer zur Bushaltestelle und warte dort 20 min, bis ich von Passanten den Hinweis erhalte, dass der 1. Bus am Samstag nicht kurz nach 7 Uhr, sondern erst um 10.30 fahre. Also den Kilometer zurück und 2 Stunden später wieder der Weg zur Haltestelle und mit nur 10 min Verspätung kommt der Bus und bringt mich zu unserem Auto in Steinhagen. Auf der Rückfahrt kaufe ich in Franzberg ein und gegen 12 Uhr können wir frühstücken. Ingrid hat den Morgen dazu genutzt, sich nach dem Stress der letzten Wochen etwas zu erholen, da das Wetter auch nicht gerade einladend war.

So starten wir bei immer schöner werdenden Wetter in Rekentin, gehen zuerst weiter auf dem Radweg und später auf einem Feldweg in Richtung Tribsees, das letzte Stück müssen wir auf der Straße gehen. Tribsees mit seinen Toren ist ein nettes Städtchen und Ingrid kann auch noch die Kirche innen besichtigen. Auf dem Marktplatz mit einen kleinen künstlichen Wasserlauf machen wir eine kurze Pause und Ingrid versucht bei einer Frau, die im Internet als Ansprechpartnerin für die umgebende Moorlandschaft genannt wurde, eine Auskunft darüber zu erhalten, wie man durch das Moor nach Bad Sülze kommen kann.

Dies ist nicht möglich, aber sie erklärt uns den Weg nach Langsdorf, von dort könnten wir dann neben der Straße in den kleinen Badeort wandern. Also machen wir uns auf in das wunderschöne Moor und folgen einem befestigten Weg, der allerdings nicht, wie angekündigt, ganz nahe an der Trebel verläuft, sondern wir entfernen uns immer weiter von dem Fluss und kommen dann auf einen ganz schmalen Trampelpfad nach Langsdorf.

Die gleiche Taxifahrerin wie gestern bringt uns dann zu unserem Auto zurück und auf der Rückfahrt finden wir dann den Radweg, der uns dann von Tribsees nach Süden führen soll. Wir essen im Kesselhaus in Bad Sülze, suchen eine Bushaltestelle und stellen dabei fest, dass sich ein 5 km langer Abstecher entlang der Straße wahrscheinlich nicht lohnt und wir direkt von Tribsees aus weiter im Trebeltal wandern werden.

Da das nächste Quartier erst am Montag frei ist, fragt Ingrid, ob wir in unserem bisherigen Quartier noch eine Nacht länger bleiben können und dies ist möglich.

Steinhagen – Rekentin

 Wenn was schief geht, geht meist alles schief und es gibt Tage, da wäre man am besten gar nicht aufgestanden und heute war so ein Tag.

Wieder haben wir nicht zum Frühstücken in der Wohnung, daher wollen wir unterwegs bei einen Bäckerei etwas kaufen und vielleicht einen Kaffee trinken, doch das Angebot beim ersten überzeugt mich nicht, das gilt auch für den 2., also kauft Ingrid in einem Neukauf Käse und bei der Bäckerei Brötchen, im Auto essen wir belegte Käsebrötchen.

Bis wir dann mit der Wanderung beginnen, ist es 10.45. Der Himmel ist bedeckt, mal dunkler, mal nur grau. Kurz geht es entlang der Straße, dann machen wir einen Umweg durch Felder und später im Wald. Es fängt langsam an zu tröpfeln, dann wenden wir uns in Richtung Richtenberg und aus dem Tröpfeln wird leichter Regen, der sich weiter verstärkt, aber nie sehr stark wird, dafür aber den ganzen Tag andauert.

Als ich Ingrid kurz vor Richtenberg vorsichtig frage, ob es vielleicht sinnvoll wäre, hier die Wanderung zu beenden, ist sie ganz entrüstet und so setzen wir unsere Wanderung nach Franzburg fort, um dort einzukehren.

Doch leider vergessen wir am Ortseingang zu fragen, ob es ein Lokal gibt, daher gehen wir durch den ganzen Ort, finden aber nur 2 aufgegebene Lokale. Als Ingrid dann im Neukauf noch etwas Süsses kauft, erfährt sie, dass es in den gar nicht so kleinen Ort tatsächlich kein Cafe und keine Gaststätte mehr gibt.

Unter einem Baum können wir im Trockenen das Gekaufte essen und gehen dann auf einem alten Bahndamm, der als Rad- und Fußgängerweg umgebaut wurde, durch ein schönen Gebiet mit einem Naturlehrpfad und einem mit blühenden Ginster bewachsenen Hügel. Der Weg zieht sich ganz schön in die Länge, trotzdem sind wir in Neumühle noch gut in der Zeit. 

Doch den Weg, auf dem wir eigentlich durch das Trebeltal durchqueren wollen, ziert ein das Verkehrsschild „Sackgasse“ daher erkundigen wir uns bei Anwohnern, wie und wo wir den Fluss überqueren können. Es werden uns zwei Möglichkeiten genannt, wir entscheiden möglicherweise für die falsche, allerdings wird das Gespräch abrupt beendet, denn eine Katze fällt über Della her, die sich zwar wehrt, aber wahrscheinlich die Kürzere ziehen würde.

Wir gehen also weiter bis zum nächsten Ort, allerdings haben wir hier keine Karte mit kleinem Maßstab, was sich als negativ herausstellt. Wir fragen gleich am Ortseingang eine Autofahrerin, die viel erklärt, aber eigentlich wenig sagt und folgen der letzten Anweisung durch den Ort.

Am Ortsende erklären uns zwei Bauern, dass wir wenige Meter zurück gehen und dann auf einem Feldweg entlang eines Maisfeldes gehen sollen, dann im Trebeltal nach rechts und denn über eine Holzbrücke nach links gehen sollen. Das machen wir so, doch im Wald dreht der Weg mehrmals, dann geht es in ein Tal, hier ist ein kleiner Kanal oder Fluss, der an einer Stelle aber unterbrochen ist. Wir wenden uns nach rechts, und kommen dann auf einen Feldweg, der sich immer wieder nach verschiedenen Richtungen dreht. Durch einen Wald steigen wir aufwärts und kommen durch auf einem Gras bewachsenen Feldweg mit völlig durchnässten Schuhen zu einem Radweg. Sollten wir das Trebeltal gar nicht durchquert und fast im Kreis gelaufen sein, der Hinweis zu einem Fürstengrab spricht auch dafür.

Dann kommt uns ein Radfahrer entgegen, der uns unser Verirren bestätigt, wir sind jetzt ungefähr 1,5 km südlicher aus vorher. Wir gehen noch einen Kilometer weiter zum nächsten Ort, bestellen ein Taxi, das uns dann ins Gutshaus nach Katzenow bringt. Das Auto will ich dann erst morgen früh holen, obwohl es am Abend noch möglich gewesen wäre, allerdings bedeutet das den Verzicht aufs Abendessen. Wenn das so weitergeht, werde ich sicher abnehmen.

Während dann Ingrid duscht, kommt die ihm Hause wohnende Betreuerin der Wohnung und fragt, ob etwas passiert sei, weil wir mit dem Taxi gekommen sei und ob sie uns helfen kann. Ich kann sie beruhigen und erkläre ihr die Ursache. Dass wir am Abend dann noch Probleme haben, den Fernseher, ein teures Gerät mit Satrekorder, wieder in Betrieb zu nehmen, ist nur das Tüpfelchen auf dem i, wenn man davon absieht, dass Ingrid erheblichen Muskelkater in den Oberschenkeln hat und der rechte Knöchel geschwollen ist.

Stralsund – Steinhagen

Rathaus Stralsund ©walker

Nachdem es gestern spät geworden ist, kommen wir nicht so früh weg, obwohl wir hier kein Frühstück erhalten und auch nichts dabei haben.

Wir fahren nach Stralsund, suchen einen Parkplatz, der für den ganzen Tag nichts zu teuer ist und finden ihn endlich am Hafen. Wir gehen zum Alten Markt, nehmen im Nicolai-Cafe ein kombiniertes Frühstück und Mittagessen ein, dann verlassen wir die Altstadt über den Frankendamm und gehen ziemlich lange entlang von Bundesstraße Richtung Greifswald und weiter auf einer kleinen, aber trotzdem relativ befahrenen Straße nach Süden, nur manchmal geben einige Bäume Schatten.

Auf der ganzen Strecke gibt es keinen Laden und nur ein Lokal, das aber am Nachmittag geschlossen hat, trotzdem setzen wir uns in den Biergarten, aber hier pfeift der Wind besonders stark, so dass wir schnell das Weite suchen.

Im nächsten Ort finden wir zwischen Kirche und Friedhof ein Bänkchen, das aber ganz in der prallen Sonne steht und nach dem Aufwärmen durch den vorher kalten Wind gehen wir weiter Bei einem Reiterhof sehen wir ein hübsches schwarzes Fohlen. Nachdem wir bisher fast ausschließlich auf geteerten Wegen unterwegs waren, gehen wir auf einem schattenlosen Feldweg der Sonne entgegen, müssen, als der nach der Karte durchgehende Wege plötzlich endet, einen kleinen Umweg machen und erreichen dann die Bushaltestelle in Steinhagen, wo wir eine gute halbe Stunde auf den Bus warten müssen, der dann zusätzlich noch 10 min Verspätung hat.

 In Stralsund suchen wir lange vergeblich nach einem uns genehmen Restaurant, im letzten vor unserem Auto bekommen wir dann einen Salat mit Schafkäse. Trotzdem haben wir noch Hunger, also wollen wir an einer Tankstelle wie gestern noch Brötchen kaufen, doch leider finden wir auf unserem Weg ins Quartier keine mit einem entsprechenden Angebot. Essen wir halt nichts mehr, ist auch gut für die schlanke Linie