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Wanderbuch „unser südlicher Martinusweg

Zum Brenztalmärktle habe ich ein 2. Wanderbuch fertiggestellt.

Der Regionalweg Süd der Martinuswege in der Diözese Rottenberg-Stuttgart beginnt in der Bodenseeregion, berührt den Bodensee und führt über das Schwäbische Allgäu nach Oberschwaben und endet in Biberach. Hier trifft der Weg auf den Martinushauptweg, der von der bayerischen Grenze bis in den Heilbronner Raum führt.

Unsere fast 300 km lange Wanderung ist geprägt von einer Vielfalt der Landschaften, Seen und Flüsse, Berge und Täler, seltenen Pflanzen und historischen Städten, aber natürlich ganz besonders von den Zeugen christlichem Glaubens mit vielen interessanten Kirchen, oft dem heiligen Martin geweiht, kleinen Kapellen und Marterln.

Neben den ganz persönlichen Texten mit viel Wissenswertem über die Wanderung illustrieren mehr als 100 Farbfotos die Eigenheiten des Pilgerwegs.

€ 9,90

 

Der Autor Herbert Walker kann auf eine Vielzahl von Veröffentlichungen zurückblicken, so hat er bereits mehr als 12 Vollwertkochbücher und 6 Fachbücher übers Bauen geschrieben. Dazu hat mehrere Bücher über die Fernwanderungen heraus-gebracht, die er mit seiner Ehefrau in den letzten Jahren durchgeführt hat. Ingrid Walker-Winter zeichnet auch für eine Vielzahl der Fotos verantwortlich.

titel südlicher Martinusweg

Den Schlusspunkt gesetzt

auf unseren Wanderung auf dem Martinus-Regionalweg Süd haben wir gestern mit der Besichtigung von Biberach gesetzt.

Mit unseren gelegentlichen Abweichungen ist der Weg für uns etwas länger geworden und zwar knapp 300 km, ich habe ja darüber schon gelegentlich berücksichtigt.

Zeit kurz zurückzuschauen, auf diese Wanderung, die viel schönes, aber auch eine schlimme Verletzung mit sich gebracht hat. Aber jetzt ist diese ziemlich überstanden und wir planen nun den Martinus-Hauptweg, der von Tannheim an der bayerischen Grenze nördlich von Biberach nach Heilbronn führt.

Mysterium Busverkehr

Vor unserer geplanten Wanderung auf dem Martinusweg von Hasenweiler nach Unterwaldenbach ist uns Seltsames geschehen.

Doch der Reihe nach. Am Vorabend schauen wir im Internet nach, wann wir abends mit dem Bus zurückfahren können und werden fündig. Am anderen Morgen prüfen wir, ob wir gegen Mittag auch zuerst vom Endpunkt mit dem Bus zum Startort fahren können. Zwei Verbindungen werden angezeigt. Die erste erscheint uns fraglich, denn derzeit ist die Durchfahrt durch Ulm etwas zeitaufwendig. Der 2. Vorschlag erscheint problemlos möglich, allerdings ist die Umsteigezeit in Wilhelmsdorf etwas knapp und wir sind nicht sicher, ob der 2. Bus auf den 1. wartet, aber auch dafür haben wir eine gute Wanderalternative.

Wir fahren also nach Unterwaldenbach und kommen frühzeitig an. Ich schaue im ausgehängten Fahrplan nach und bin verunsichert, denn mehrere Busverbindungen sind leicht geschwärzt, darunter auch der von uns gewünschte. Eine Nachbarin kommt zu einem kleinen Plausch und stützt unsere Hoffnung nicht gerade, denn sie glaubt nicht, dass jetzt ein Bus nach Wilhelmsdorf fährt. Ich rufe bei einem der Busbetriebe an, der sehr nette Mitarbeiter teilt mir mit, unser gewünschter Bus verkehre nicht mehr und der nächste nach Wilhelmsdorf fahre erst am frühen Abend wieder. Dann fragt er nach, wohin wir wollen. Auf meine Antwort Hasenweiler kurze Stille, dann die hastige Mitteilung, er organisiere noch was. Wir sollten warten. Dann ist das Gespräch beendet.

Ich teile Ingrid den Gesprächsinhalt mit und wir beschließen zu warten, nach wenigen Minuten kommt auf der anderen Straßenseite ein Bus an mit dem Ziel Wilhelmsdorf.

Wir reden mit dem Fahrer und er erklärt uns, wir könnten bis Hasenweiler mitfahren.

Dann kommt auf der Straßenseite auf der wir gewartet haben, ein leerer Bus und und hinter uns wartet ein weiterer Bus. Viel Busverkehr in dem kleinen Ort. Wir bleiben im Bus, zahlen einen geringen Obolus und genießen eine lange Fahrt durch verschiedene Dörfer nach Wilhelmsdorf. Dort steigen viele Schüler zu und der Bus bleibt fast 10 min stehen, dann geht es los und wenige Minuten später können wir in Hasenweiler aussteigen.

Als wir dann zu Fuß in Unterwaldenbach ankommen, wollen wir an der Bushaltestelle versuchen, das Mirakel zu lösen. Doch das schaffen wir nicht. Denn auf dem Fahrplan auf der Straßenseite an der wir eingestiegen sind, hängt der gleiche Fahrplan, allerdings sind hier weniger Verbindungen geschwärzt, allerdings ist keine Verbindung bis Hasenweiler bzw. Ravensburg aufgeführt und der Bus, mit dem wir wahrscheinlich gefahren sind, sollte eigentlich in Oberwaldenbach enden.

Das Rätsel werden wir wohl nicht mehr lösen, aber Hauptsache wir konnten bequem und billig nach Hasenweiler kommen

Wandersaison hat endlich begonnen

Nachdem wir seit dem letzten Spätsommer nicht mehr wandern konnten und der lange Winter ein Weiteres dazugetan hat, konnten wir gestern erstmals wieder auf dem Martinusweg wandern. Noch kein ganzer Wandertag, aber die 12 km waren gar nicht so ohne, vor allem der Abstieg in einen Tobel mit Wasserfall und der anschließende Aufstieg waren ganz schön anstrengend.

Neben den Frühlingsblumen war die Alpensicht grandios. Ein Tag, der wieder Lust auf mehr gemacht hat.

Kißlegg – Wolfegg (2)

Wieder müssen wir kurz auf der Straße weiter, ehe wir auf einen unbeschilderten Feldweg zum Wald einbiegen. Am Waldrand machen wir Pause und beim Weiterwandern durch den Wald kommt auch die Beschilderung wieder, die uns über Brunnen zum Brunnerweiher führt, wo Della das Interesse von zwei jungen Mädchen erweckt. Plötzlich klatscht es neben uns und wir sehen, dass sich einige Jungen auf einem Baum ein Seil befestigt haben, an dem sie auf das Wasser hinausschwingen und sich ins braune Moorwasser plumpsen lassen können. Noch kurz geht es auf der Straße weiter mit Blick auf einen weiteren Teich, ehe wir durch den Wald endlich wieder auf den Martinusweg treffen, der uns an zwei weiteren Teichen vorbei nach Eintürmenberg mit seiner Martinskirche führt. Wir würden eigentlich gerne einkehren, aber die einzige Gaststätte ist wohl schon länger geschlossen und die in Weitprechts wird gerade renoviert. Dann eine etwas ungewöhnliche Wegwahl, statt auf kurzem Weg direkt am Metzisweiler Weiher entlang auf einer schmalen Straße zu gehen, führt der Weg weit entfernt vom Wasser zum Wald und fast bis zum Brunnenweiher in südöstlicher Richtung, ehe er dann nach Süden und nach dem Übergang der Bahnlinie nach Westen zum Bahnhof Wolfegg führt.

16.9. Kißlegg – Bahnhof Wolfegg (1)

Ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Wie schon so oft, ist es mir heute wieder ganz besonders aufgefallen, wenn die (meisten) Menschen Della in ihrem Buggy sehen, geht ein Lächeln oder Strahlen über ihr Gesicht und nur wenige bleiben von ihrem Anblick unberührt.

Doch nach diesem Vorgriff jetzt zur Wanderung. Wir planen direkt auf der Autobahn nach Kißlegg zu fahren, doch auf der Autobahn ist ein Stau gemeldet und so fahren wir sehr viel früher ab und nach einem Blick auf die Uhr überlegt Ingrid, ob wir vielleicht doch zuerst nach Wolfegg fahren sollten, um zuerst die Bahnfahrt zu erledigen. Aber dann fahren wir doch weiter in Richtung Kißlegg und nachdem es bisher zu Hause und auf der ganzen Strecke sonnig war, ist es vor uns auf einmal neblig und so entscheiden wir uns zwei Kilometer vor Kißlegg doch zuerst nach Wolfegg zu fahren und hoffen, dass dann der Nebel weg ist, wenn uns der Zug zu unserem Startpunkt gebracht hat und so ist es dann auch.

Wieder gehen wir durch den Schlosspark, doch leider besteht die Baustelle immer noch, dann durchqueren wir die Altstadt und sehen einige Häuser mit schöner Wandbemalung, aber bei manchen Häusern liegt die Renovierung doch leider schon einige Jahre zurück, dies gilt auch für das im Privatbesitz befindliche alte Schloss, vor allem für die Giebelseiten. Die Kirche wird außen und innen renoviert und hält uns daher kaum auf. Nach einem kurzen Abstecher zum Zellersee wandern wir an St. Anna vorbei und wenig später sieht Ingrid die Tafel für einen Erlebnispfad durch die Moorlandschaft und mit der Begründung, die heutige Tour sei eher kurz – was mir doch etwas seltsam vorkommt – schlägt sie vor, den knapp 2 km langen Umweg zu machen.

Zuerst geht es auf einem nicht so schönen Waldweg bis zum Moor und dann folgt ein schöner, meist sehr schmaler und von Wurzeln übersäter Weg mit interessanten Infotafeln, so kann Ingrid feststellen, dass sie in Moorjahren gerechnet, 1600 Jahre alt ist. Immer wieder folgt ein schmaler Bohlenweg, und ich muss den Buggy auf zwei Rädern darüber bugsieren, was durchaus anstrengend ist.

Dann überlegt Ingrid an der Bahnlinie rechts oder links und entscheidet sich für links, da wir hier weniger auf einer befahrenen Straße wandern müssen. Doch sie hat nicht ganz so genau auf die Karte geschaut, denn es gibt keinen offiziellen Übergang über die Gleise und so müssen wir diese ohne einen solchen überwinden und einen kleinen Abhang hinaufkletten und nach wenigen Schritten über eine Wiese erreichen wir die Zufahrt zu einem an der Bahnstrecke liegendem Haus, der wir bis zur Straße folgen. Nach gut 100 m können wir auf eine schmale Straße abbiegen und haben nun eine längere Strecke ohne Schatten in sengender Sonne vor uns. Hübsch die Kapelle in Wiggenreute, ebenso wie später die in Brunnen.

Leutkirch – Kißlegg (2)

Kurz umrunden wir den fast völlig mit Schilf zugewachsenen Rötsee auf der Straße, ehe wir den Martinsusweg verlassen und auf gekiestem Weg in den Wald kommen, allerdings ist dieser bei der hochstehenden Sonne nicht immer schattig. Wieder folgt eine allerdings fast nicht befahrene Straße, auf der wir bleiben, da es sich mit dem Buggy hier so angenehm fährt.

An dem Badesee vor Kißlegg machen wir eine längere Pause, denn wir haben Zeit bis zur Abfahrt des nächsten Zugs, aber wiederum nicht so viel, dass wir in Ruhe Kißlegg ansehen könnten. Wieder müssen wir am Bahnhof einen Umweg machen, um ihn zu erreichen und so haben wir nur kurz Zeit im Schlosspark zum neuen Schloss zu gehen, allerdings verzichte ich aufs Fotografieren, da die Umgebung gerade eine Baustelle ist.

Leichte Probleme mit dem Buggy haben wir vor allem beim Aussteigen aus den alten Eisenbahnwaggons. In Leutkirch stellen wir unser Auto in der Innenstadt ab und machen bei strahlendem Sonnenschein noch einen Spaziergang durch die Altstadt, die uns heute irgendwie schöner erscheint, als bei unserem letzten Besuch.

11.9. Leutkirch – Kißlegg (1)

Wieder mal auf Abwegen

Eigentlich führt der Martinusweg ja nicht über Kißlegg, aber der öffentliche Nahverkehr hat hier auf den Dörfern am Sonntag scheinbar Pause, auf jeden Fall wären wir am Wochenende nicht von Immenried, unserem ursprünglich vorgesehenen Ziel nicht nach Leutkirch gekommen, wir hätten also entweder an einem Wochentag wandern müssen oder uns aus Kißlegg ein Taxi kommen lassen, was nicht gerade billig geworden wären.

Da Ingrid gelesen hat, dass Kißlegg mit seinen zwei Schlössern ein hübsches Städtchen sein soll, entscheiden wir uns, mal wieder vom vorgesehenen Weg abzuweichen und nach Kißlegg zu wandern.

Heute sind wir wieder mal mit unserem Oldtimersaab unterwegs und daher dauert die Fahrt ein klein wenig länger als sonst, trotzdem können wir überraschend früh für unsere Verhältnisse starten. Da wir am Bahnhof die Gleise nicht überwinden können, müssen wir in einem Bogen zu einer Ausfallstraße gehen und an dieser entlang gehen, bis wir nach rechts zu einer Bahnunterführung abbiegen können, hier treffen wir wieder auf den markierten Weg, der ohne Umweg über den Bahnhof direkt von der Altstadt hierher gekommen ist. Wir gehen auf einem Radweg neben der Bahn, wobei die Markierung nicht so ganz glücklich ist. Wenig später stellt sich uns ein irischer Wolfshund in den Weg, ich verdecke Della mit einem Anorak und beeile mich an ihm vorbeizukommen, während Ingrid stehenbleibt, um das Riesentier zu streicheln.

Bald können wir leicht ansteigend den asphaltierten Weg verlassen und dankbar den Schatten im Wald genießen, hier finden wir auch das duftende drüsige Springkraut. Wieder in der Sonne geht es weiter nach Willeratshofen, hier wurde ein alter Getreidespeicher wieder saniert. Auf der Straße geht es nach Sonthofen und dann müssen wir den Buggy über ein Drehkreuz heben, das den Weg zu einer derzeit nicht genutzten Weide versperrt, auf kaum sichtbaren Weg geht es auf einer langen Lichtung durch ein Moor, ehe wir über eine Wiese Rötsee mit seiner Wallfahrtskirche erreichen.

Da das Gasthaus gerade öffnet, neben wir im Außenbereich Platz und essen Kuchen und vor allem bestellen wir etwas zum Trinken.

 

Rimpach – Leutkirch (2)

Kurze Zeit geht es auf der Straße weiter, glücklicherweise verläuft der kurze, steile Anstieg im Schatten und kommen zu dem Wald, der uns bis Leutkirch begleiten soll. Jetzt teilt sich der Weg, der gekieste Radweg biegt nach links ab und der Wanderweg geht auf der asphaltierten Straße weiter. Keine Frage, wir folgen der Beschilderung des Radwegs und bald kommt auch eine Wanderwegsbeschilderung dazu.

Als der Wanderweg nach links in einen Naturweg zu einem Teich abzweigt, steht schon nach wenigen Metern ein Verbotsschild, das wir zunächst ignorieren, doch zwei sonnenbadende Mädchen informieren uns, dass der Damm gebrochen ist und wir hier nicht weitergehen können. Also müssen wir auf dem gekiesten Waldweg weiter und kurz vor Leutkirch treffen wir wieder auf das Martinuszeichen. Durch ein Wohngebiet nähern wir uns der Innenstadt und stellen an einer Bushaltestelle fest, dass wir den Bus nach Isny um knapp 5 min verpasst haben und wir daher eine knappe Stunde überbrücken müssen.

Wir gehen in die Altstadt, machen einige Bilder und erfrischen uns in einem Straßencafe. Dann ist es auch schon Zeit, sich zur nächsten Bushaltestelle zu begeben.

Als wir in den Bus einsteigen, erinnert sich der Fahrer, dass er uns vor Wochen, genauer gesagt vor mehr als 3 Monaten, schon einmal gefahren hat und nur widerwillig den Buggy in seinem Reisebus geduldet hatte, doch heute erhebt er keine Einwände. Als wir in Rimpach am Auto sind, überfallen uns wie bei der letzten Tour wieder Stechmücken, die am Morgen gefehlt hatten.

Wir essen dann in dem Ausflugslokal, das uns am Nachmittag noch verschmäht hatte, zu Abend und gondeln dann gemütlich zurück.

17.8 Rimpach – Leutkirch

Zickzackwanderung

Verschiedene, nicht zu verhindernde Akivitäten verzögern den geplanten frühen Aufbruch und einige Tagesbaustellen verlängern die Fahrzeit ebenso wie mein Sprit sparendes Fahren und so können wir erst gegen 12 Uhr starten, was allerdings langsam bei uns leider zu einer festen Größe zu werden scheint.

Bald erreichen wir westwärts den Wald des Rimpacher Mooses und werden von vielen Stechmücken verfolgt, sodass wir versuchen den schattigen und feuchten Wald so schnell wie möglich zu durchqueren. Zunächst überrascht uns, dass der Martinusweg ebenfalls in den Wald hineinführt, denn auf der von Internet ausgedruckten Karte sieht das ganz anders aus, aber schön, denn so kommen wir doch auf einen interessanteren Weg. Allerdings fehlt die Martinuswegmarkierung und wir haben doch sehr genau geschaut, ob der Weg evtl. abzweigt und nichts bemerkt. Wir folgen daher dem ausgeschilderten Wanderweg, der uns über eine sonnenbeschiene Fläche, es wird langsam warm, aber es ist nicht schwül, weiter nach Westen in ein Naturschutzgebiet führt. Auch dieser wunderschöne Weg führt immer weiter in diese Richtung und da Ingrid noch an zwei Seen vorbeikommen will und an ihrem Geburtstag will ich ihr nicht widersprechen, ignorieren wir die Abzweigung nach Leutkirch. Nach den Seen gibt es tatsächlich einen Wanderweg nach Norden, doch auch dieser schwenkt bald wieder in westliche Richtung.

Als ich schon langsam unmutig werde, denn unser Ziel liegt im Nordosten treffen wir wieder auf den HW 5 und dieser führt auf einem schmalen Sträßchen nach Osten, doch als dieser sich nach Norden wendet, behalten wir in der Sonnenhitze die östliche Richtung bei, um dann im Zickzack zunächst durch den Wald, dann auf sonnendurchfluteten Straßen nach Urlau zur Martinuskirche zu gelangen, leider innen und außen eine Baustelle.

Einmal sehen wir das Martinuszeichen, doch Ingrid hat keine Lust auf der Straße weiterzugehen und findet einen Trampelpfad an der Eschach entlang, den ich leider nicht nutzen kann, sondern ich muss den Buggy am Rand einer Wiese durch das hohe Gras schieben. Als wir wieder auf die Straße kommen, gehen wir wie auf der Internetwanderkarte des Martinusweg beschrieben nahe der Bundesstraße nach Norden und freuen uns, als wir auf eine Ausflugsgaststätte treffen, doch leider müssen wir die Hoffnung auf eine Einkehr begraben, da ausgerechnet heute von 14-17 Uhr Mittagsruhe herrscht.

Gut 100 m zurück, führt ein Weg nach Osten, doch wir haben etwas gegen zurückgehen und so gehen wir auf einem Fahrradweg weiter, vermeintlich auf dem Martinusweg. Ein Versuch, einen Feldweg zu nutzen, scheitert als dieser an einem schmalen Waldstück plötzlich endet, dann geht es auf einem Feldweg nach Osten. Bald ist der Weg mit Elektrodraht abgesperrt, aber wir sehen den Griff, mit dem man die Barriere problemlos beseitigen kann und treffen auf der Straße wieder auf den ausgeschilderten Martinusweg, der wieder ganz anders verlaufen ist, als gedacht.