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Wandervorträge

Wer in Baden-Württemberg wohnt, der hat nächstes Jahr viele Chancen meinen digitalen Diavortrag über den Lutherweg in Sachsen-Anhalt zu erleben.

Denn ich werde ihn wahrscheinlich an 10 verschiedenen Orten halten, dazu noch 2 mal unseren Albschäferweg vorstellen.

Hier die vorläufigen Termine

17.03   SAV Mainhardt Lutherweg 19,30

19.03   SAV Dietenheim Lutherweg nachmittags

20.03   VHS Heiningen Lutherweg    19.30

21.03.  VHS Stuttgart, 20 Uhr Lutherweg

22.03   SAV Mühlacker Lutherweg

31.03   VHS Esslingen Lutherweg 19.30

 

05.04   VHS Balzheim, 19.30 Lutherweg

26.4.    VHS Ulm Albschäferweg

28.4.    VHS Albschäferweg Niederstotzingen         

05.07   SAV Böblingen Lutherweg

 

28.09   VHS Augsburg Lutherweg

29.09. VHS Niederstotzingen Lutherweg

 

 

 

Digitale Diavorträge

Bisher habe ich fürs nächste Jahr die ersten 6 digitale Diavorträge fest vereinbart, davon 5 mal unseren Lutherweg in Sachsen-Anhalt und einmal den Albschäferweg.

2x sind Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins die Veranstalter und 4 x Volkshochschulen. Die Orte reichen von Stuttgart bis Augsburg und von Ulm bis  Mainhardt.

Ich freue mich schon sehr darauf

Parkplatz Philippsreut – Giengen (3)

47 rathaus eVorbei am stattlichen, ehemaligen Kornhaus, der Schranne, gelangen wir zum Marktplatz mit dem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Rathaus und dem Panscherbrunnen. Den Spitznamen „Panscher“ erhielten die Giengener, weil sie beim Besuch von Kaiser Friedrich Barbarossa diesem verdünnten Wein servierten. Auf dem Marktplatz erhält Ingrid von einem einheimischen Radfahrer einige Tipps für schöne Fotomotive.

Immer wieder begeistern uns die vielen großen, bunten Teddybären, die zeigen, dass Giengen als Hauptstadt der Teddybären gilt, denn hier wurde vor über 100 Jahren bei Steiff der erste „geboren“, benannt nach dem amerikanischen 279 bär ePräsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt. Vielleicht eine Reminiszenz an einen amerikanischen Händler, der den ersten Großauftrag erteilte.

Vorbei an der Alten Post kommen wir hinunter zum Erlebnismuseum „Die Welt von Steiff“ mit animierten Traumwelten auf 2400 qm Fläche, historischen Steifftieren, Schaufertigung, Steiff-Streichelzoo sowie Schlangenrutsche. Natürlich können die beliebten Plüschtiere auch im weltgrößten Steiff-Shop erworben werden.

47 1 brunnen mit museum eWir wandern weiter zur Stadtmauer an der Brenz, wo der Skulpturenpark zum Besichtigen einlädt. Schließlich erreichen wir an der gotischen Spitalkirche zum Heiligen Geist und dem gegenüberliegenden imposanten Fachwerkhaus das Ende des Albschäferwegs, aber wir haben noch einige Kilometer bis zu unserem Ziel.

Parkplatz Philippsburg – Giengen

Vormittagsspaziergang

42 Steine und bienenhotel eHeute soll es noch wärmer werden als in den letzten Tagen, daher beschließen wir schon frühmorgens zu starten und den Nachmittag bei uns auf der Terrasse zu genießen. Über die Weiherwiesen gelangen wir zu zwei Stationen des Themenwegs „Auf dem Holzweg“: zum „Biotop Steinriegel“ und kurz danach zum „Ausblick Oggenhausen“. Dieser 5 km lange Weg mit 11 Stationen vermittelt Wissenswertes rund um Oggenhausen.

Das anschließende Waldstück Rötenberg spendet zwar Schatten, aber leider müssen wir mit einem gekiesten Waldweg vorlieb nehmen. Wir umrunden den Schratenhof und nach knapp der Hälfte der Strecke ist der schattige, kühle Weg zu Ende und wir sind wieder der Sommerhitze ausgesetzt.

43 sonnenblumen eWir passieren ein prächtiges Sonnenblumenfeld – leider sieht man solche bei uns eher selten, im Gegensatz zu Brandenburg beispielsweise.

Dann geht es abwärts und wir sind im Landschaftsschutzgebiet „Hölletal“, einer schönen Heidelandschaft. Hier treffen wir erneut auf den Jakobusweg, der uns ein Stück begleitet. Wir gehen auf halber Höhe weiter durch die Heide, finden sehr viele blühende Silberdisteln, aber auch die verblühten Eselsdisteln sind pittoresk.

44 silberdisteln e

Zöschingen – Parkplatz Philippsburg

Mehr Schatten, aber großer Umweg

35 kapelle Zöschingen eWieder hängt die Tour irgendwie dazwischen, aber an diesem sehr warmen Tag wollen wir vor der nächsten angekündigten Hitzewelle noch wandern, aber nicht so viel und wenn möglich, auch mit etwas mehr Schatten.

Wir beginnen unsere Wanderung an der Kapelle Maria Steinbrunn oberhalb von Zöschingen, ein schönes Plätzchen mit Panoramablick, Rastplatz und Kneippanlage. Die 1746 errichtete Kapelle besitzt Deckenbilder von Johann Anwander, das Gnadenbild der Muttergottes stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Wir gehen zunächst auf einem Kiesweg und dann auf einem Waldweg zusammen mit dem Schwäbische-Alb-Südrand-Weg (HW 2) abwärts, unterwegs studiert Ingrid die verschiedenen Tafeln eines Meditationswegs, eine davon gefällt ihr besonders gut:

Der Wunsch

Flügel möchte ich besitzen, bis zum blauen Himmel dringen,

Wo die schönen Sterne blitzen. Schöner Engel schenk mir Schwingen.

Als der Engel mich vernommen, griff er in die Silbertruhe.

Und was habe ich bekommen? Gute, feste Wanderschuhe!

37 windrad eWir treffen auf die letzten Häuser von Zöschingen, überqueren die Straße und gehen auf einem breiten, kiesigen Waldweg im Hürbental aufwärts bis wir auf der Höhe zu einem von 8 Windrädern kommen. Sie gehören einem 2012/13 errichteten Bürgerwindpark, an dem ca. 600 Privatpersonen beteiligt sind, damals der größte in Bayern.

Bei der Kreuzbuche verlassen wir den HW 2 und wenden uns nach Süden. Über uns kreist ein lärmendes Flugzeug, das mehrere Loopings direkt über uns vollführt, da können wir nur hoffen, dass der Pilot sein Handwerk versteht.

 

Giengen – Bergenweiler (1)

Nachdem ich gestern hier meinen Frust über die erste Halbetappe des Albtraufgängerwegs losgelassen habe, fahre ich heute mit der Beschreibung des Albschäferwegs fort und wahrscheinlich hat dieser Weg mit seinen vielen naturnahen Wegen und Pfaden die Erwartungen an den Albtraufgängerweg geweckt, die dieser zumindest am Anfang nicht erfüllen konnte.

Vorgezogen

Da wir heute nur wenig Zeit und in Herbrechtingen zu tun haben, entscheiden wir uns, die Etappe von Giengen nach Bergenweiler vorzuziehen.

Von der Spitalkirche – dem offiziellen Beginn des Albschäferwegs – wandern wir über die Brenz zur Bahnunterführung. Nach dieser geht es teils über Treppen, teils im Zickzack steil bergauf zum Bruckersberg, glücklicherweise im Schatten, den wir heute allerdings nur selten für längere Zeit genießen können. Durch den mitunter kühlen Nord- bis Nordwestwind ist es auch in der Sonne noch einigermaßen angenehm. Immer wieder sehen wir Apfelbäume, deren Früchte zum Verzehr einladen, doch wir widerstehen tapfer, denn sie scheinen noch nicht ganz reif zu sein.

18 getreidefeld und heide eAuf der Hochfläche mit herrlichem Blick ins Brenztal und auf den gegenüberliegenden Benzenberg wandern wir weiter, ehe sich der Weg ins Tal senkt und wir auf einer Straßenbrücke den Autobahnzubringer überqueren.

Am Waldrand steigen wir auf zunächst kaum sichtbarem Pfad hinauf zur Güssenburg.

40 güssenburg eDie Burg war Stammsitz eines weit verbreiteten Rittergeschlechts und wurde wohl um 1216 errichtet und gut 130 Jahre später zu einer mächtigen und wehrhaften Burg ausgebaut. In der Johannisnacht 1448 wurde sie im Städtekrieg durch die freien Reichsstädte zerstört und nicht wieder aufgebaut. Von 1981-95 wurden die vorhandenen Ruinenreste, wie Schildmauer und Bergfried, gesichert. Im Bereich des Burghofs schauen wir uns etwas um und legen eine Vesperpause ein, die sich dann doch etwas länger hinzieht.

 

Neresheim – Härtsfeldsee (2)

30 kloster eAußerhalb der Anlage steigen wir noch etwas höher und gehen dann auf einem schönen, schmalen Weg, dem sogenannten Paradiesweg, innerhalb des Waldes, aber zunächst in Waldrandnähe weiter.

Dabei bieten sich immer wieder schöne Rückblicke auf die imposante Klosteranlage. Weiter geht es auf überwiegend neu angelegten Naturwegen stetig auf und ab.

31 klette eNach diesem kulturellen Höhepunkt genießen wir wieder die Ruhe und die Natur mit ihren Schönheiten, wie z.B. diese Filzige Klette, ein Korbblütler, der durch die spinnwebartige Behaarung der purpurnen Blütenköpfchen auffällt.

Dann verlassen wir den Wald und gehen über das freie Feld in Richtung Katzenstein.

Dabei müssen wir einen Abzweig übersehen haben, denn auf einmal sind wir auf einer freien Grasfläche, doch der wundervolle Blick auf Burg Katzenstein entschädigt uns für unser Missgeschick. Die Burg zählt zu den ältesten erhaltenen Stauferburgen. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert, besonders sehenswert sind die romanische Burgkapelle mit Wandmalereien aus drei Jahrhunderten sowie das Burgmuseum.

32 burg katzenstein eWir suchen uns einen Weg ins Tal, der nicht zu steil ist und treffen auf ein kleines Sträßchen, das uns vollends ins Dorf hinunterbringt. Jetzt steigen wir steil hinauf zur Burg und sind froh, dass die Burgschenke geöffnet hat und wir im Burghof bei dieser Hitze eine kurze Rast einlegen können. Anschließend müssen wir in der Sonne weiter bergauf wandern.

Es ist jetzt sehr heiß, ohne den böigen Wind wäre es wohl unerträglich. Am Ortsende von Katzenstein biegt der Wanderweg nach rechts ab, kurz geht es durch den Wald abwärts, dann am Waldrand entlang und schließlich direkt hinunter zur Straße und zum Härtsfeldsee.

 

Kloster Neresheim – Härtsfeldsee (1)

Kloster Neresheim – Härtsfeldsee

Heiß und windig

29 Engel eDa es bereits beim Start sehr heiß ist und die Sonne vom Himmel knallt, verzichten wir abermals auf eine Stadtbesichtigung und den Anstieg zum Kloster, sondern parken oben auf dem Klosterparkplatz. Das Kloster Neresheim wurde 1095 von Graf Hartmann I. von Dillingen als Augustiner-Chorherrenstift gegründet und rund 10 Jahre später in eine Benediktinerabtei umgewandelt; bis Mitte des 13. Jahrhunderts existierte auch ein Frauenkonvent.

Das Kloster wurde 1802 in der Säkularisation aufgelöst, es fiel an die Fürsten von Thurn und Taxis, danach über Bayern 1810 an Württemberg. Die Fürsten ermöglichten 1919 die Wiederbesiedelung des Klosters durch Benediktiner aus Beuron und Prag.

Kurz schauen wir uns im Klosterareal um und bewundern den hohen Michaelsbrunnen mit der Figur des Erzengels Michael mit Speer und Waage. Von der Besichtigung der Abteikirche sehen wir heute ab, da es drinnen wieder sehr, sehr kühl ist und das Fotografieren neuerdings verboten ist. Außerdem kennen wir das eindrucksvolle Bauwerk natürlich von früheren Besuchen.

28 klosterkirche eDie Abteikirche St. Ulrich und Afra gehört als letzte reife architektonische Schöpfung Balthasar Neumanns zu den bedeutendsten Kirchen des Spätbarocks. Es gelang Neumann insbesondere Lang- und Zentralraum zu einem monumentalen Gesamtraum zu verschmelzen. Dieser grandiose Eindruck wird noch verstärkt durch die Fresken von Martin Knoller, die in Neresheim einen Höhepunkt der Barockmalerei erreicht haben. Die Fresken zeichnen sich durch die Schönheit der Farben und die detailgenauen Einzelheiten aus. Doch um den wirklichen Gesamteindruck zu erhalten, muss man noch den Klang der barocken Orgel von Holzhay erleben.

Der Bau wurde 1750 nach den Plänen Neumanns begonnen und 1792 konnte die Kirche eingeweiht werden. Von 1966-1975 wurde sie einer gründlichen Restaurierung unterzogen, die Abteigebäude wurden und werden im Laufe der Zeit ebenfalls erneuert.

Auernheim-Neresheim (2)

26 zwing eIn der Zwing gehen wir nicht – wie der Wanderweg – von der äußersten Kante sofort in Richtung Neresheim, sondern auf dem Höhenweg weiter und genießen auf einer Bank den Blick aufs Kloster.

Das Naturschutzgebiet Zwing besitzt eine der schönsten Wacholderheiden der Ostalb mit markanten Wacholdersäulen und seltenen Pflanzen, wie Orchideen, Küchenschellen oder Enzian.

Woher der Name Zwing kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Der Neresheimer Heimatforscher Ottmar Engelhardt vermutete, dass es auf der Höhe eine Burg gegeben habe, wer zu ihr wollte, war gezwungen, das Tal zu passieren. Die „Zwing“ sei also von dem Wort „gezwungen“ abgeleitet. Das Naturschutzgebiet kann von Mai – Oktober an bestimmten Tagen mit der „Schättere“, der Härtsfeld-Museumsbahn von Neresheim aus erreicht werden.

27 zicklein eWir kehren auf der gleichen Strecke zum Wanderweg zurück, der auf asphaltierter Straße ansteigt, doch bald wieder ins Tal abfällt. Wir kommen an einer Ziegenherde mit einigen niedlichen Zicklein vorbei.

Im Tal folgen wir der Egau, einem 44 km langen Donauzufluss. Hinter der Gallusmühle zweigt der Wanderweg nach rechts ab, wir wandern jedoch weiter der Egau entlang bis zu ihrer, mit Natursteinen eingefassten Quelle in Neresheim. Der Quelltopf kann bis zu 600 l/s schütten, doch heute ist es nur ein Bruchteil davon. Auf eine Besichtigung des Städtchens verzichten wir heute angesichts des gerade stattfindenden Neresheimer Stadtfestes.