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Albtraufgänger und -guckerweg

8-fels-am-traufVorgestern haben wir die 140 km lange Wanderung im Kreis Göppingen beendet, der Albtraufgängerweg bringt schon einiges an An- und Abstiegen, hat mich allerdings erst im 2. Teil wirklich zufriedengestellt, da im ersten Teil der Albtrauf doch mitunter etwas weit entfernt war und viele breite Feld- und Waldwege genutzt wurden, wie ich hier schon ziemlich deutlich berichtet habe, aber insgesamt ein schöner Weg. Um die Runde von Wiesensteig nach Wiesensteig zu beenden, sind wir von Gosbach bis Wiesensteig auf dem Goissatalweg gewandert.
Wer den Weg machen möchte, sollte darauf achten, dass es trocken ist, denn manche Strecken sind sehr steil und schmal und da kann es bei Nässe durchaus rutschig sein.
Schwindelfreiheit wäre ebenfalls nicht schlecht und gutes Schuhwerk Pflicht.
Weniger anstrengend und fast immer auf asphaltierter oder befestigten Wegen der Albtraufguckerweg, mit knapp 30 km deutlich kürzer als der -gängerweg.

Der Albtraufgängerweg – 2. Chance

Trotz meiner Bedenken nach der 1. Halbetappe sind wir gestern die 2. angegangen und nach gut 3 km hätte ich am liebsten aufgegeben, denn mindestens 2 km ging es auf asphaltierten Wegen, mit Ausnahme des Reußenstein und der direkt folgende Strecke bis zum gleichnamigen Hof.

Doch dann wurde es bis zum Boßler wirklich ein Traufgängerweg und auch der Abstieg zum Deutschen Haus war angemessen, schmale Naturpfade und immer schöne Aussichten ins Tal und auf die Hochebene.

Wir werden bald unsere 3. Etappe in Angriff nehmen und hoffen, dass der nicht überzeugende Anfang eine Ausnahme bleibt.

Giengen – Bergenweiler (1)

Nachdem ich gestern hier meinen Frust über die erste Halbetappe des Albtraufgängerwegs losgelassen habe, fahre ich heute mit der Beschreibung des Albschäferwegs fort und wahrscheinlich hat dieser Weg mit seinen vielen naturnahen Wegen und Pfaden die Erwartungen an den Albtraufgängerweg geweckt, die dieser zumindest am Anfang nicht erfüllen konnte.

Vorgezogen

Da wir heute nur wenig Zeit und in Herbrechtingen zu tun haben, entscheiden wir uns, die Etappe von Giengen nach Bergenweiler vorzuziehen.

Von der Spitalkirche – dem offiziellen Beginn des Albschäferwegs – wandern wir über die Brenz zur Bahnunterführung. Nach dieser geht es teils über Treppen, teils im Zickzack steil bergauf zum Bruckersberg, glücklicherweise im Schatten, den wir heute allerdings nur selten für längere Zeit genießen können. Durch den mitunter kühlen Nord- bis Nordwestwind ist es auch in der Sonne noch einigermaßen angenehm. Immer wieder sehen wir Apfelbäume, deren Früchte zum Verzehr einladen, doch wir widerstehen tapfer, denn sie scheinen noch nicht ganz reif zu sein.

18 getreidefeld und heide eAuf der Hochfläche mit herrlichem Blick ins Brenztal und auf den gegenüberliegenden Benzenberg wandern wir weiter, ehe sich der Weg ins Tal senkt und wir auf einer Straßenbrücke den Autobahnzubringer überqueren.

Am Waldrand steigen wir auf zunächst kaum sichtbarem Pfad hinauf zur Güssenburg.

40 güssenburg eDie Burg war Stammsitz eines weit verbreiteten Rittergeschlechts und wurde wohl um 1216 errichtet und gut 130 Jahre später zu einer mächtigen und wehrhaften Burg ausgebaut. In der Johannisnacht 1448 wurde sie im Städtekrieg durch die freien Reichsstädte zerstört und nicht wieder aufgebaut. Von 1981-95 wurden die vorhandenen Ruinenreste, wie Schildmauer und Bergfried, gesichert. Im Bereich des Burghofs schauen wir uns etwas um und legen eine Vesperpause ein, die sich dann doch etwas länger hinzieht.