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16.9. Kißlegg – Bahnhof Wolfegg (1)

Ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Wie schon so oft, ist es mir heute wieder ganz besonders aufgefallen, wenn die (meisten) Menschen Della in ihrem Buggy sehen, geht ein Lächeln oder Strahlen über ihr Gesicht und nur wenige bleiben von ihrem Anblick unberührt.

Doch nach diesem Vorgriff jetzt zur Wanderung. Wir planen direkt auf der Autobahn nach Kißlegg zu fahren, doch auf der Autobahn ist ein Stau gemeldet und so fahren wir sehr viel früher ab und nach einem Blick auf die Uhr überlegt Ingrid, ob wir vielleicht doch zuerst nach Wolfegg fahren sollten, um zuerst die Bahnfahrt zu erledigen. Aber dann fahren wir doch weiter in Richtung Kißlegg und nachdem es bisher zu Hause und auf der ganzen Strecke sonnig war, ist es vor uns auf einmal neblig und so entscheiden wir uns zwei Kilometer vor Kißlegg doch zuerst nach Wolfegg zu fahren und hoffen, dass dann der Nebel weg ist, wenn uns der Zug zu unserem Startpunkt gebracht hat und so ist es dann auch.

Wieder gehen wir durch den Schlosspark, doch leider besteht die Baustelle immer noch, dann durchqueren wir die Altstadt und sehen einige Häuser mit schöner Wandbemalung, aber bei manchen Häusern liegt die Renovierung doch leider schon einige Jahre zurück, dies gilt auch für das im Privatbesitz befindliche alte Schloss, vor allem für die Giebelseiten. Die Kirche wird außen und innen renoviert und hält uns daher kaum auf. Nach einem kurzen Abstecher zum Zellersee wandern wir an St. Anna vorbei und wenig später sieht Ingrid die Tafel für einen Erlebnispfad durch die Moorlandschaft und mit der Begründung, die heutige Tour sei eher kurz – was mir doch etwas seltsam vorkommt – schlägt sie vor, den knapp 2 km langen Umweg zu machen.

Zuerst geht es auf einem nicht so schönen Waldweg bis zum Moor und dann folgt ein schöner, meist sehr schmaler und von Wurzeln übersäter Weg mit interessanten Infotafeln, so kann Ingrid feststellen, dass sie in Moorjahren gerechnet, 1600 Jahre alt ist. Immer wieder folgt ein schmaler Bohlenweg, und ich muss den Buggy auf zwei Rädern darüber bugsieren, was durchaus anstrengend ist.

Dann überlegt Ingrid an der Bahnlinie rechts oder links und entscheidet sich für links, da wir hier weniger auf einer befahrenen Straße wandern müssen. Doch sie hat nicht ganz so genau auf die Karte geschaut, denn es gibt keinen offiziellen Übergang über die Gleise und so müssen wir diese ohne einen solchen überwinden und einen kleinen Abhang hinaufkletten und nach wenigen Schritten über eine Wiese erreichen wir die Zufahrt zu einem an der Bahnstrecke liegendem Haus, der wir bis zur Straße folgen. Nach gut 100 m können wir auf eine schmale Straße abbiegen und haben nun eine längere Strecke ohne Schatten in sengender Sonne vor uns. Hübsch die Kapelle in Wiggenreute, ebenso wie später die in Brunnen.