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Nasse Füße


Gestern waren wir wieder auf Märzenbechersuche und zwar im Autal bei Bad Überkingen. Schon beim Hochsteigen im Autal hatte ich vorgeschlagen, nicht direkt nach Westen hochzusteigen, da auf dieser Route 2 Betonwannen für nicht immer fließende Bächlein überquert werden müssen und nach mehreren Regentagen war nicht sicher, dass diese trocken waren.

Doch Ingrid war bereit das Risiko einzugehen und natürlich kam es, wie es kommen musste, gleich an der ersten Stelle floss das Bächlein so breit über den Waldweg, dass es nicht mit einem Schritt zu überwinden war. Ingrid ging deshalb ein Stück zurück, dann steil hinunter ins Tal und auf dem bequemeren Weg aufwärts.

Ich versuchte das Bächlein zu überwinden und schaffte es nicht ohne Wasser in den rechten Schuh zu bekommen. Aber die Feuchtigkeit hielt sich in Grenzen.

Dafür entschädigte die in voller Blüte stehenden Märzenbecher. Ich ging langsam weiter und bald kam mir Ingrid trockenen Fusses entgegen.

Der Autalwasserfall, der auf unserer Albtraufgängertour im letzten Herbst nur ein müdes Rinnsal war, machte diesmal seinem Namen alle Ehre.

Weiter gingen wir den Hangweg entlang, wir wussten, es gab noch 2 Bäche zu überwinden, aber da diese mit Brückensteinen und Geländer ausgestattet sind, waren wir sicher, nicht (nochmals) nass zu werden.

Doch als wir die beiden Stellen erreichten, sahen wir, dass die Brückensteine alle überspült wurden und jetzt holten wir uns richtig nass Füße. Vielleicht wäre es besser gewesen, Schuhe und Strümpfe auszuziehen, aber bei dem eiskalten Wasser und den teilweise rutschigen Steinen wäre das auch nicht angenehm gewesen.

 

Danach folgten viele in voller Blüte und im Sonnenlicht stehende Märzenbecher, sodass sich die Wanderung trotzdem gelohnt hat, wenn ich auch dafür plädierte, keinen Umweg zu machen, sondern direkt zum Auto zurückzugehen.