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30.7. 11 Gutes Ende einer Irrfahrt im Netz und auf den Straßen

Heute müssen wir wieder umziehen und wir haben noch kein neues Quartier gefunden. Am Morgen haben zur Suche keine Zeit, denn wir müssen nach dem Frühstücken noch packen und das Auto beladen, was bei strömenden Regen besonders viel Spaß macht. Wir sind fast fertig, als 3 min nach 10 Uhr die Putzfrau klopft und fragt, ob sie schon mit der Endreinigung, z.B. mit dem Abziehen der Bettwäsche beginnen könne. Nach einigen min ist der Wagen dann beladen und wir können nach einem kleinen Plausch mit der Besitzerin bezahlen.

Ich fahre bis Bautzen, damit es im Auto warm wird und dann holen wir den PC heraus und Ingrid surft weiter, zwischendurch telefoniert sie auch wieder ohne Erfolg. Mir wird kalt, denn ich bin noch nass vom Regen und so fahren wir weiter und drehen die Heizung auf die höchste Stufe. Als uns wieder warm ist, stelle ich das Auto auf einem Parkplatz ab und Ingrid surft wieder und holt sich telefonisch weitere Absagen. Endlich ein Lichtblick, eine Vermieterin ruft zurück und sie hat nach einer Absage eine Wohnung in der Görlitzer Innenstadt frei.

Wir sagen zu und fahren zur Wohnung. Kurz müssen wir warten, bis die Betreuerin der Wohnung kommt. Von außen hatte das Haus einen sanierten Eindruck gemacht, doch schon die Eingangstür weist auf eine nur übertünchende Renovierung hin, das gleiche gilt das Treppenhaus und die Wohnungseingangstür ist eine Zumutung und die Wohnung wird nicht besser, daher verzichten wir auf die Wohnung, ohne eine andere in petto zu haben.

Ein Besuch bei der Tourist Information in Görlitz bringt auch nichts, am Schluss bleibt nur eine Adresse, die Wohnung wäre auch frei, aber leider dürfte Della nicht mit. Jetzt schaut Ingrid in ihren Aufzeichnungen nach und findet eine Adresse in der Nähe von Löbau. Die Wohnung ist leider nicht frei, aber eine kleine Wohnung könnten wir noch bekommen. Wir fahren hin und Ingrid schaut sich die Wohnung an, doch die ist so klein, dass wir keinen Platz für Dellas Körbchen oder den Koffer haben, also geht die Suche weiter.

Ich überlege, ob wir vielleicht ein Cafe oder eine Gaststätte suchen, wo wir dann vielleicht an einer Steckdose unser Notebook wieder aufladen könnten, dann findet Ingrid noch einen Namen und eine Straße in Löbau, wo es auch eine Ferienwohnung geben soll, aber keine Hausnummer und keine Telefonnummer.

Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben und wir fahren in diese Straße und Ingrid meint, dieses Haus müsste es sein. Da dies direkt an einer Baustelle liegt, lasse ich Ingrid aussteigen und fahre auf den nahegelegenen Parkplatz und warte auf Ingrid, nach 5 min warte ich immer noch, und nach 10 min ebenso, dann kommt sie endlich und wedelt mit einem Schlüssel. Sie hat eine Wohnung gefunden und was für eine schöne und große. Aber alles hat ja einen Haken, so auch die Wohnung, denn es sind weit mehr als 50, nämlich über 70 Stufen bis ins Dachgeschoß. Das Hochschleppen strengt ganz schön an und kaum habe ich alles oben, darf ich schon wieder hinunter, denn ich muss noch einkaufen.

Zum Kochen habe ich allerdings keine Lust und so kaufe ich nur zwei Biopizzen, die wir dann verspeisen und dabei vom Sensationssieg der Heidenheimer Fußballer im Fernsehen erfahren.

29.7.11 Bautzen – Binnewitz

Abbruch

Heute Morgen hat es auf Sommereichen mal nicht geregnet und ich frage mich, ob das ein gutes Omen ist. Als wir dann in Bautzen starten, ist es überwiegend bewölkt, es nieselt hin und wieder, aber immer wieder kommt auch die Sonne hervor.

Der Weg ist anfangs nicht markiert, aber als wir die Straße verlassen müssen, beginnt auch die Markierung und bald können wir auf einem schönen Naturpfad weitergehen, allerdings lasse ich Della im Buggy, denn uns erwarten noch größere Anstiege und dann sollte Della dann noch frisch sein.

Bald erreichen wir eine kleine Ortschaft und müssen auf der Straße weitergehen, das Nieseln wird langsam kräftiger und als wir am Ende des nächsten Ortes sind, ist aus dem Nieseln ein waschechter Regen geworden und wir beschließen, da es nirgends heller wird, die Wanderung abzubrechen, denn dies ist der Anfang eines immer stärker werdenden Dauerregens. Wir fahren zurück in die Ferienwohnung und Ingrid beginnt im Internet nach einer neuen Wohnung zu suchen und ich gönne mir ein Schläfchen. Dann fahre ich nochmals nach Bischofswerda, um Geld von der Bank zu holen und etwas zum Lesen zu kaufen, denn die nächsten Tage sollen nicht unbedingt zum Wandern geeignet sein. Als ich zurückkomme, surft Ingrid immer noch, das sie nur kurz zum Abendessen unterbricht.

Als ich schlafen gehen, ist sie immer noch im Internet unterwegs, dazwischen hat sie ein oder zwei Telefonate geführt, die allerdings keinen Erfolg brachten.