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Giengen – Bergenweiler (1)

Nachdem ich gestern hier meinen Frust über die erste Halbetappe des Albtraufgängerwegs losgelassen habe, fahre ich heute mit der Beschreibung des Albschäferwegs fort und wahrscheinlich hat dieser Weg mit seinen vielen naturnahen Wegen und Pfaden die Erwartungen an den Albtraufgängerweg geweckt, die dieser zumindest am Anfang nicht erfüllen konnte.

Vorgezogen

Da wir heute nur wenig Zeit und in Herbrechtingen zu tun haben, entscheiden wir uns, die Etappe von Giengen nach Bergenweiler vorzuziehen.

Von der Spitalkirche – dem offiziellen Beginn des Albschäferwegs – wandern wir über die Brenz zur Bahnunterführung. Nach dieser geht es teils über Treppen, teils im Zickzack steil bergauf zum Bruckersberg, glücklicherweise im Schatten, den wir heute allerdings nur selten für längere Zeit genießen können. Durch den mitunter kühlen Nord- bis Nordwestwind ist es auch in der Sonne noch einigermaßen angenehm. Immer wieder sehen wir Apfelbäume, deren Früchte zum Verzehr einladen, doch wir widerstehen tapfer, denn sie scheinen noch nicht ganz reif zu sein.

18 getreidefeld und heide eAuf der Hochfläche mit herrlichem Blick ins Brenztal und auf den gegenüberliegenden Benzenberg wandern wir weiter, ehe sich der Weg ins Tal senkt und wir auf einer Straßenbrücke den Autobahnzubringer überqueren.

Am Waldrand steigen wir auf zunächst kaum sichtbarem Pfad hinauf zur Güssenburg.

40 güssenburg eDie Burg war Stammsitz eines weit verbreiteten Rittergeschlechts und wurde wohl um 1216 errichtet und gut 130 Jahre später zu einer mächtigen und wehrhaften Burg ausgebaut. In der Johannisnacht 1448 wurde sie im Städtekrieg durch die freien Reichsstädte zerstört und nicht wieder aufgebaut. Von 1981-95 wurden die vorhandenen Ruinenreste, wie Schildmauer und Bergfried, gesichert. Im Bereich des Burghofs schauen wir uns etwas um und legen eine Vesperpause ein, die sich dann doch etwas länger hinzieht.

 

Erfolgreiche Frühjahrssuche

Nachdem wir vorgestern teilweise bei uns im Wald noch durch den Schnee gestapft sind, wurden wir gestern auf unserer Suche nach dem Frühling fündig.

Denn im Eselsburger Tal haben wir die ersten noch kleine und zaghaft blühende Märzenbecher gefunden.

Das bedeutet für uns, dass wir in den nächsten Tagen, ehe es bei uns wieder schneien soll – wer glaubt aber heute noch den Wettervorsagen -, nach und nach alle uns bekannten Plätze aufsuchen werden, wo wir diese wunderschönen Frühlingsblüher in Massen finden.