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Burg – Lübbenau

Glück gehabt

Und das sogar zweimal. Der Start in Burg verzögert sich nicht unwesentlich, weil ich meinen Autoschlüssel einfach nicht mehr finde. Ich suche überall, ich leg mich fast auf Boden, um unter das Auto zu schauen. Da wir im Kofferraum verschiedene Tüten haben, werde ich erst fündig, als ich jeden einzelnen Gegenstand hochnehme und auf der Seite ablege.

Spreehafen BurgBurg ist eine typische Streusiedlung und umfasst mit seinen Ortsteilen ca. 35 km2 und gehört zum Biosphärenreservat Spreewald, dem von der Unesco höchste Schutzwürdigkeit zugesprochen wurde. Da es sich hier um ein angestammtes Siedlungsgebiet der Sorben handelt, sind viele Hinweise und Beschriftungen zweisprachig.

Abfließendes Schmelzwasser der letzten skandinavischen Inland-Eiszeitgletscher haben Ablagerungen hinterlassen, die von der Spree zu einem Schwemmsandfächer aufgeschüttet wurde. Durch das geringe Gefälle verzweigte sich die Spree zu einem Binnendelta mit ca. 300 Wasserläufen, den Fließen. Zwischen den Fließen entstanden sogenannte Kaupen, also Talsandinseln, die dann teilweise besiedelt wurden.

Soweit die eher wissenschaftlich trockene Erklärung, mir gefällt allerdings die Sage der Entstehungsgeschichte des Spreewalds besser. So besagt die Überlieferung, dass der Teufel seinerzeit als Bauer in diesem Bereich pflügte. Als seine Ochsen müde wurden, obwohl noch viel Arbeit zu leisten war, wurde der Teufel wütend. Er drosch mit der Peitsche so auf die armen Tiere ein, dass diese voller Panik hin und her rannten und die Pflugscharen tiefe Gräben ins Erdreich gruben, die sich dann mit Spreewasser füllten.

Auf dem Weg zum Hafen finden wir die Touristinformation, dort sucht Ingrid allerdings vergebens nach einer guten Wanderkarte und wird Hafenbüro fündig. Wir verlassen Burg-Dorf am alten Bahnhof auf dem E10, der uns zunächst über Kies- und Sandwege und Straßen führt, nicht so angenehm zu gehen, aber hier sind nur wenige Radfahrer unterwegs