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2.8.11 Ebendörfel – Cunewalde (2)

Fast in der Direttissima geht es abwärts nach Cunewalde. Obwohl wir zu unserem Auto nach links gehen müssten, gehen wir noch einen guten Kilometer nach rechts und besuchen die (?) größte Dorfkirche Sachsen, von deren ehemals gut 3000 Sitzplätzen sind nur noch knapp 2000 erhalten, wie uns bei der Besichtigung der ehemaligen Pfarrer erklärt.

Interessant auch der Umgebindepark mit heute 15 Hausmodellen, überraschend ist die Besichtigung kostenlos. Jetzt geht es nach Osten und wir können verschiedene schöne Umgebindehäuser in voller Größe bewundern. Am Automuseum steigen wir den Berg hinauf und beobachten einen cleveren Storch, der ganz nah bei einem pflügenden Traktor auf Nahrungssuche ist und sich durch den Krach des Motors und das Fahren überhaupt nicht stören lässt. Da man hier auch mit Wanderzeichen geizt, gehen wir kurz in die Irre und müssen von einem ehemaligen Aussichtspunkt über Treppen absteigen und später eine Straße wieder aufwärtsgehen, ehe wir durch den kleinen Polenzpark zu unserem Auto kommen. Jetzt beginnt die Suche nach der nächsten Ferienwohnung, denn bisher hat Ingrid nur 2 oder 3 Anrufe getätigt. Wie während des ganzen Urlaubs bekommt am Abend Ingrid nur Absagen, nachdem sie nach einem längeren Plausch mit der Wohnungsbetreuerin beim Zahlen hatte.

Eine Zusage für 3 Tage könnten wir haben, aber wir brauchen vier und so sagen wir ab, dann endlich ein Lichtblick, eine Zusage, nicht gerade billig, aber besser als gar nichts, dann schaut Ingrid im Internet nach, die Wohnung hat nur zwei Schlafzimmer, dafür keinen Wohnraum. Dafür ist es zu teuer, und so teilen wir dem Vermieter am anderen Morgen mit, dass wir es uns anders überlegt haben, wobei dieser dann von ihm entstandenen Kosten sprach, aber es dabei beließ.

1.8.11 Cunewalde – Löbau

Der Untergrund bestimmt den Weg

Da es heute zwar trocken, aber noch bedeckt sein soll, ziehen wir die Strecke ab Cunewalde vor und wollen die Bergwanderung dann morgen nachholen. Wir fahren also nach Cunewalde und stellen unser Auto am Ortseingang ab.

Zuerst geht es durch einen kleinen Park und schon hier verzichten wir auf einen Grasweg, auf dem wir vielleicht später zur Straße gekommen wären. Dann geht es auf der Landstraße weiter, der Verkehr hält sich hier in Grenzen, dann biegen wir nach links auf einem mit groben Splitt übersäten Feldweg ein, im Wald können wir auf schönem Naturboden wandern.

 Doch bald wandelt sich der Untergrund in einen Grasweg mit teilweise hohem Gras und – nach drei Tagen Dauerregen – morastigem Grund mit großen Pfützen, sodass die Schuhe schnell durchfeuchtet sind. Daher schenken wir uns den letzten Teil des Waldstücks und wandern auf der Straße weiter. Vor Halbau biegen wir nach rechts auf der Straße ab, dann geht ein kleines Sträßchen im scharfen Winkel nach links ab, doch als der Wanderweg im Grasweg bergauf führt, prüfen wir, ob wir auch auf dem Sträßchen weiterwandern können, was der Fall ist. Von hier hätte man einen schönen Blick auf den Czorneboh, wenn der sich nicht in den Wolken verstecken würde.

Auf Nebenstraßen wandern wir durch Klein-Dehsa, an einem ehemaligen Wasserschloss, heute Schule, können wir durch den Park weiterwandern, aber hohes Gras lässt uns die Variante Straße vorziehen. Schließlich geht es auf einem an Pfützen reichen Feldweg weiter, nach einem kurzen Landstraßenintermezzo geht es bergab in ein Tälchen. Doch jetzt scheint uns eine große Straßenbaustelle den Weg zu versperren, doch wir finden eine Möglichkeit, diese zu überwinden und wandern im Tal durch Oelsa weiter.

An einem kleinen Teich rasten wir und nach gut 300 m will Ingrid was in der Karte nachsehen und stellt fest, wir müssen die Karte vergessen habe. Ich gehe schnell zurück und bemerke, dass wir nicht nur die Karte, sondern auch ein Sitzkissen vergessen haben. Durch die Altlöbauerstraße kommen wir direkt zu unserer Ferienwohnung, wo der Transport des Buggys in den Garten gar nicht so einfach ist, denn er ist offen einfach zu breit für den einen Flügel der Haustür.

Kurz etwas erfrischt mache ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle, um nach Cunewalde zu gelangen. Da der Himmel auf der Rückfahrt immer noch bedeckt ist, fahre ich in den Supermarkt, um einzukaufen. Als ich herauskomme, hat der Himmel große blaue Flecken und die Sonne scheint, sodass wir noch einen Abendspaziergang durch Löbau machen. Während wir die schönen Häuser bewundern, erinnern eine große Schar laut kreischender Krähen an Hitchcocks berühmten Film.