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2.8.11 Ebendörfel – Cunewalde (1)

Nach längerer Zeit möchte ich wieder mal den nächsten Teil unserer Sommerwanderung 11 vorstellen:

An der Belastungsgrenze

Zunächst schauen wir uns kurz das berühmte Schminkehaus in Löbau an und fahren dann nach Cunewald, wo wir in den Bus umsteigen. Nach einiger Zeit steigt ein Mountainbiker mit seinem Gerät ein, und als wenig später ein Zweiter dazu steigen will, verweigert ihm das der Fahrer, denn ein Buggy und ein Mountainbike sind genug Platz versperrende Gegenstände. In Ebendörfel gehen wir zunächst auf einer Straßenbaustelle, ehe wir dann den Anstieg beginnen, überall suchen wir das in der Karte verzeichnete Wanderzeichen. Am Waldrand an einem Kriegerdenkmal sollte der Wanderweg in den Wald führen, doch da ist kein Zeichen und kein Weg. Auch ein kompetent wirkender Einheimischer kann uns nicht weiterhelfen, entweder müssen wir den Grasweg nach Binnewitz gehen oder wir verzichten auf den kompletten Lückenschluss und gegen am Hang entlang mit Blick ins Tal weiter, wofür wir uns letztlich entscheiden.

Auf angenehmen Weg erreichen wir den nächsten Weiler und in Cosul treffen wir auf den Wanderweg Deutsche Einheit, der hier mit dem Wanderweg Görlitz-Greiz identisch ist, und beginnen den Anstieg zum Czorneboh. Plötzlich gibt es zweimal kurz hintereinander einen lauten Knall, der einen zusammenschrecken lässt. Wenig später begegnen wir einem Mann mit Schubkarren und erkundigen uns nach dem Geräusch, das er uns ganz einfach erklären kann. Er hat zwei große Steine in den Schubkarren geworfen und fährt jetzt zu einem tiefen See, in einem ehemaligen Steinbruch, der heute von Tauchern zum Üben genutzt wird.

Nach Überqueren einer Straße wird der Weg immer steiniger und Della kann ihre immer noch vorhandenen Kletterkünste ausspielen. Ingrid macht dann einen kurzen Abstecher zu der Felsgruppe Teufelsfenster. Jetzt sind wir fast oben und können im Berggasthof einkehren. Auf die Frage an die eulensammelnde Besitzerin, ob sich ein Aufstieg auf den Turm lohnt, kam keine überzeugende Antwort, sondern nur die Bestätigung, dass es wegen der Höhe der Bäume keine Rundumsicht mehr gibt. So verzichte ich auf die gut 100 Stufen.

1.8.11 Cunewalde – Löbau

Der Untergrund bestimmt den Weg

Da es heute zwar trocken, aber noch bedeckt sein soll, ziehen wir die Strecke ab Cunewalde vor und wollen die Bergwanderung dann morgen nachholen. Wir fahren also nach Cunewalde und stellen unser Auto am Ortseingang ab.

Zuerst geht es durch einen kleinen Park und schon hier verzichten wir auf einen Grasweg, auf dem wir vielleicht später zur Straße gekommen wären. Dann geht es auf der Landstraße weiter, der Verkehr hält sich hier in Grenzen, dann biegen wir nach links auf einem mit groben Splitt übersäten Feldweg ein, im Wald können wir auf schönem Naturboden wandern.

 Doch bald wandelt sich der Untergrund in einen Grasweg mit teilweise hohem Gras und – nach drei Tagen Dauerregen – morastigem Grund mit großen Pfützen, sodass die Schuhe schnell durchfeuchtet sind. Daher schenken wir uns den letzten Teil des Waldstücks und wandern auf der Straße weiter. Vor Halbau biegen wir nach rechts auf der Straße ab, dann geht ein kleines Sträßchen im scharfen Winkel nach links ab, doch als der Wanderweg im Grasweg bergauf führt, prüfen wir, ob wir auch auf dem Sträßchen weiterwandern können, was der Fall ist. Von hier hätte man einen schönen Blick auf den Czorneboh, wenn der sich nicht in den Wolken verstecken würde.

Auf Nebenstraßen wandern wir durch Klein-Dehsa, an einem ehemaligen Wasserschloss, heute Schule, können wir durch den Park weiterwandern, aber hohes Gras lässt uns die Variante Straße vorziehen. Schließlich geht es auf einem an Pfützen reichen Feldweg weiter, nach einem kurzen Landstraßenintermezzo geht es bergab in ein Tälchen. Doch jetzt scheint uns eine große Straßenbaustelle den Weg zu versperren, doch wir finden eine Möglichkeit, diese zu überwinden und wandern im Tal durch Oelsa weiter.

An einem kleinen Teich rasten wir und nach gut 300 m will Ingrid was in der Karte nachsehen und stellt fest, wir müssen die Karte vergessen habe. Ich gehe schnell zurück und bemerke, dass wir nicht nur die Karte, sondern auch ein Sitzkissen vergessen haben. Durch die Altlöbauerstraße kommen wir direkt zu unserer Ferienwohnung, wo der Transport des Buggys in den Garten gar nicht so einfach ist, denn er ist offen einfach zu breit für den einen Flügel der Haustür.

Kurz etwas erfrischt mache ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle, um nach Cunewalde zu gelangen. Da der Himmel auf der Rückfahrt immer noch bedeckt ist, fahre ich in den Supermarkt, um einzukaufen. Als ich herauskomme, hat der Himmel große blaue Flecken und die Sonne scheint, sodass wir noch einen Abendspaziergang durch Löbau machen. Während wir die schönen Häuser bewundern, erinnern eine große Schar laut kreischender Krähen an Hitchcocks berühmten Film.