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Bhf Kromlau – Schleife

 Dampfzugnostalgie

Unsere Streckenführung ist heute in ganz besonderem Maße dem öffentlichen Nahverkehr und der Dampfzugnostalgie geschuldet. Nach unserem Abstecher nach Bad Muskau setzen wir unsere Wanderung im Rhododendronpark Kromlau fort, dazu fahren wir von Weißwasser aus mit der Waldeisenbahn. Dann haben uns einen Endpunkt gesucht, der es uns ermöglicht, nach Weißwasser zurückzukehren.

Doch zum Ablauf, obwohl wir nur ganz wenig Gepäck in das Zimmer gebracht haben, dauert es nach dem ausgiebigen Frühstück doch seine Zeit, bis alles im Auto verstaut ist. Nachdem wir noch einige Worte mit unseren Gastgebern gewechselt haben, wird klar, die erste Bahn nach Kromlau schaffen wir nicht, denn wir müssen ja noch zuerst unser neues Quartier aufsuchen und dort einiges ausladen. Die neue Ferienwohnung ist sehr schön, doch sehr, sehr abseits gelegen, ganz nahe der polnischen Grenze, so haben wir fast 15 km zum nächsten Supermarkt und wahrscheinlich zu einem internetfähigen Netz.

Auf der Fahrt nach Weißwasser erfährt Ingrid, als das Telefonieren dann wieder funktioniert, dass die Bahnverbindung Schleife – Weißwasser stündlich erfolgt, nur um 19 Uhr fällt die Verbindung aus, was uns zu diesem Zeitpunkt nicht interessiert. Wir stellen unser Auto am DB-Bahnhof Weißwasser ab und gehen zum Bahnhof der Waldeisenbahn. Hier steigen wir mit dem Buggy früh in den entsprechenden Waggon ein, denn viel Platz für Buggys und Fahrräder gibt es nicht. Schön ist die Fahrt durch die Wälder mit den vielen versteckten Teichen.

Herbert in der Waldeisenbahn

27.7.11 Gaußig – Bautzen (1)

Regen war für heute Morgen nicht vorhergesagt, am Nachmittag vielleicht Schauer, doch als ich mich auf den Weg zum Bus mache, regnet es und zwar gar nicht so wenig. Doch einen Kilometer außerhalb des Orts hört der Regen auf und in Bischofswerda ist es trocken und es hat auch vorher nicht geregnet. Ich kaufe in einem Edekamarkt ein und kaufe nur die Hälfte des Benötigten ein, denn es gibt keine Biowaren und auch das andere Angebot lässt sehr zu wünschen übrig.

Danach rufe ich Ingrid an, doch die hat den Regen bemerkt und es deshalb gar nicht eilig aufzustehen. Auf der Fahrt ist immer noch trocken, erst einen Kilometer vor Gaußig beginnt es wieder zu regnen. Als ich auf den Ferienhof zufahre, verstehe ich das Hinweisschild langsam fahren mit der Schnecke erst richtig, denn ein Storch stolziert in aller Seelenruhe auf der Straße auf und ab und 3 weitere Altstörche sind auf dem Acker nach Nahrungssuche.

Nach dem Frühstück hat der Regen aufgehört und so können wir uns langsam richten. Da wir ja von unserer Ferienwohnung aus starten können, ist nicht später als meistens in diesem Urlaub. Zunächst müssen wir an den Störchen vorbei, was natürlich nicht ohne einige Fotos geht. Dann müssen wir auf der – allerdings wenig belebten Straße – wandern, doch zunächst hält uns Freund Adebar auf einer benachbarten Wiese nochmals auf. Dann verlassen wir die Straße und gehen auf einem Feldweg weiter, der uns in weitem Bogen nach Gnaschwitz und dann weiter zur Spree führt. Jetzt geht es auf einem Fahrradweg etwas abseits und oberhalb des Flusses weiter. Als sich der Weg wieder zur Spree senkt, erschreckt uns der Hinweis für Radfahrer „Routenänderung wegen Hochwasserschäden“, was tun? Nun Ingrid ist wie immer optimistisch, sie muss ja nicht mit dem Buggy den Weg absolvieren.

Pampow-Ziddorf

Wir packen, kein Isidor zu sehen, dann verabschieden wir uns vom Schlossherrn, der uns anbietet, wenn wir keine Wohnung finden, doch wieder nach Lelkendorf zurückzukehren. Nach 10 Uhr erhalten wir dann die endgültige Zusage, ich belade das Auto und wir fahren die 20 km zu unserem neuen Quartier, wunderschön mit überwiegend mit fast antiken Möbeln eingerichtet, vielen alten, wertvollen Büchern und ebensolchem Porzellan. Wir stellen die wichtigsten Gepäckstücke ab und verabschieden uns von den Wohnungsbetreuern, um nach Pampow zu fahren.

Wenige Minuten später sind wir Pampow, dem Teterower Vorwort, von dem wir unsere Wanderung fortsetzen wollen. Es ist erst kurz vor 12 Uhr, wir sind erst einige Schritte gegangen, da frage ich Ingrid, ob sie den Hausschlüssel verpackt habe. Sie erinnert sich nicht, sucht ihre Taschen ab, nichts. Wir gehen zum Auto zurück, suchen dort, nichts, Hüft- und Fototaschen nichts, Rucksack nichts, nochmals das Auto absuchen, auch den Kofferraum, vielleicht hat sie dort den Schlüssel abgelegt, als sie noch was hinten hineingelegt hat. Nichts. Auch nichts am Boden, wo unser Auto steht.

Dann kann der Schlüssel nur dort herausgefallen sein, wo Ingrid den kleinen Rucksack in den Kofferraum gelegt hat, da habe ich vor dem Ort auf freier Fläche gehalten, aber wo war das. Ich fahre gut einen km zurück und gehe die Straße ab, ob ich was sehe, nichts. Dann geht Ingrid den Weg in die andere Richtung und ich will gerade nochmals abgehen, als Ingrid den Schlüssel mit dem roten Anhänger im Gras findet. Gottseidank. Das Ganze hat fast 40 min gedauert und so werden wir heute wohl unser ursprüngliches Ziel nicht rechtzeitig erreichen können.

Antworten auf Leserfragen (3)

Wie organisieren Sie denn Ihre Ausflüge? Nehmen Sie Ihr Auto ein Stück und machen Sie Rundwege? Oder fahren Sie zu einem Stützpunkt und wandern von da aus eine längere Strecke und fahren mit Öffentlichen wieder zurück?

 In der Regel machen wir Fernwanderungen, z.B. zuletzt unsere Sommerwanderung Döbeln-Görlitz.

Dabei wählen wir uns eine Ferienwohnung an der Wanderstrecke oder in der Nähe. Von dort aus fahren wir mit dem Auto an den Startort und wandern dann bis ans Ziel. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, am liebsten die Bahn und wenn es geht eine Schmalspurbahn, sonst der Bus oder in größeren Städten auch die Straßenbahn bringt uns zu unserem Auto oder zumindest in die Nähe zurück. Mitunter müssen wir auch auf ein Taxi zurückgreifen, aber dies war nur einmal auf der letzten Wanderung der Fall, als wir eine längere Wartezeit vermeiden wollte.

Mitunter fahren wir auch zuerst zum Zielpunkt und lassen uns dann von dem öffentlichen Verkehrsmittel an den Start bringen, dies machen wir insbesondere dann, wenn die Intervallzeiten der Busse oder Bahnen sehr groß ist oder wenn der letzte Bus schon am Nachmittag fährt.

Am nächsten Tag beginnt dann das gleiche Spiel von vorn.

Rundwanderungen machen wir selten, wenn wir bei uns in der Gegend wandern, nehmen wir auch mal das 2. Auto zum zurückkommen.

Anforderungen an eine Ferienwohnung beim Wandern

Seit einigen Jahren suchen wir uns beim Fernwandern immer Ferienwohnungen, um dort für 4-5 Tage oder kürzer oder länger unseren Ruhepunkt zu haben.

Daher stelle wir u.a. folgende Anforderungen, die aber leider meist nicht alle erfüllt werden können, hier die Auflistung:

  • Die Ferienwohnung muss für unsere Wanderung zentral liegen, so dass die jeweiligen An- und Rückfahrten nicht zu lange sind
  • Sie muss ruhig, sehr ruhig sein
  • Sie muss sauber und ordentlich sein
  • Sie muss eine vernünftige Küche haben, denn wir wollen nicht so oft abends essen gehen, sondern uns lieber etwas selbst zubereiten oder Fertiggerichte aufbereiten.
  • Sie sollte groß genug sein, damit wir nicht alle Koffer auspacken müssen, um sich bewegen zu können
  • Sie sollte im Obergeschoß liegen, am besten mit Balkon,
  • wenn Sie im Erdgeschoss liegt, sollte man einen direkten Zugang zum Garten haben.
  • Dusche und Fernsehen ist wohl selbstverständlich
  • sie sollte in sich abgeschlossen sein

Doch nach diesen Muss-Kriterien, die Sollkriterien:

  • Entweder einen vernüftigen Internetzugang oder zumindest ein leistungsfähiges Mobilfunknetz
  • Ein Bäcker sollte in der Nähe sein, ein fahrbarer Bäckerwagen, der morgens kommt, reicht auch.
  • Die Wohnung darf nicht hellhörig sein und sollte möglichst keinen Laminatboden haben.
  • Möglichst keinen anderen Hund im Haus oder Garten (wobei eine unserer schönsten Wohnungen, wo wir schon öfters waren, sogar mit zwei -allerdings ziemlich friedlichen- Kampfhunden aufgewartet hat.)

Jetzt noch die Wunschvorstellung:

Die Wohnung sollte etwas Unverwechselbares aufweisen, eine besondere Einrichtung, eine schöne Lage, ein schönes Fachwerkhaus, ein Herrenhaus oder ein Schloss sind durchaus interessant oder eben etwas, was es sonst kaum gibt, so erinnern wir uns gern in die Nächte im Zigeunerwagen.

Und last not least, die Wohnung sollte auch noch bezahlbar sein und in der von uns gewünschten Zeit kurzfristig verfügbar sein und wir sollten die Möglichkeit haben, ggf. länger zu bleiben.

Sie sehen, so große Anforderungen stellen wir nicht, aber doch ist es manchmal gar nicht so einfach, das meiste unter einen Hut zu bringen.