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Lübbenau – Neu Zauche (3)

Ein schmaler Pfad führt am Hotel Eiche – hier wollten wir auf unserer ersten Rundwanderung durch die neuen Bundesländer übernachten, waren aber vom Ausblick des Zimmers nicht gerade angetan und verzichteten auf das vorbestellte Zimmer – vorbei zu einem breiteren Fließ. Als dieser sich teilt, kommt die 6. Hochbrücke und anschließend geht es auf                         einem schmalen Naturpfad weiter. Angenehm zu gehen, weniger zu fahren, wie auch einige Radfahrer, die sich auf diese Strecke trauen, feststellen. Plötzlich sehen wir zwischen Fließ und Pfad eine 66 gans auf wanderwegeinzelne Hausgans, die vielleicht ausgebüchst ist und sich verlaufen hat. Dann kommen wir der Kanonmühle immer näher und ich hoffe auf ein Gasthaus, doch außer einem Wehr und einer alten Hütte sowie einigen zugedeckten Spreekähnen gibt es da nichts.

Leider müssen wir feststellen, dass die neu gekaufte Karte nicht stimmt, denn es gibt am Wehr über den Nordumfluter keine Brücke für Wanderer und Radfahrer, nur in einiger Entfernung die Autobrücke. Auf ihr überqueren wir den Fluss und wandern lange auf der Straße nach Neu Zauche, als der Wanderweg einen weiten Schlenker nach links macht, ignorieren wir diesen und bleiben auf der Straße. Ab Neu Zauche fahren wir mit einem modernen kleineren Bus nach Lübben. Da wir gleich bis Lübbenau die Fahrkarten kaufen konnten, entfällt in Lübben das lästige Bedienen des Automaten.

Pünktlich kommt der Zug an, doch beim Halten gibt er ein höllisches Gekreische von sich, das unserer etwas schwerhörigen Della wohl körperliche Schmerzen bereitet, denn sie schreit und bellt wie wild, erst Stunden später ist sie wieder ganz die Alte.

Daher kann ich nicht mit Ingrid in Lübbenau zum Schloss gehen, sondern muss sofort zum Auto. Auf der Rückfahrt kaufe ich noch ein und in der Wohnung sind wir alle müde.

Burg – Lübbenau (2)

Auf den Fließen sehen wir viele Paddler und Spreekähne. Es ist durchaus unterhaltsam anzusehen, wie unbeholfen sich manche Paddler verhalten.

228 paddler vor schleuseEs ist überwiegend wolkig, nur selten scheint die Sonne für länger. Da es in diesem Bereich nur wenig Schatten gibt, ist das nicht so schlimm. Immer wieder schauen wir in östlicher Richtung, denn dort zieht eine dunkle Regenwand auf, doch bisher kommt der Wind überwiegend aus anderen Richtungen, auch um uns herum wird es immer dunkler. Wir erreichen das Wasserschlösschen und schauen uns den Verkehr an der Schleuse an.

Wir überlegen, sollen wir einkehren oder nicht. Da es einen Tisch direkt am Wasser gibt, wollen wir hier Pause machen. Gerade als wir uns setzen, fallen die ersten Tropfen. Wir ziehen an den Nebentisch um, wo ich einen Sonnenschirm aufspanne, da der Regen stärker wird, reicht das nicht aus. Wir überlegen, ins Lokal hineinzugehen, aber was machen wir mit Della und dem Buggy? Ich ziehe die Regenhaube über, aber das genügt nicht. Da sehe ich in einem abgesperrten Bereich zwei große Sonnenschirme, die auch dem starken Regen standhalten, und stelle den Buggy mit Della dort ab. Vom Lokal habe ich einen guten Blick auf den Buggy und kann somit sehen, ob es mit Della Probleme gibt, was natürlich nicht der Fall ist. Ich bestelle Kaffee und Kuchen, während Ingrid ein typisches Spreewälder Gericht, nämlich Hefeplinsen, aber nur mit Apfelmus, wählt.

Ich habe den Kuchen gegessen, der Regen hat aufgehört und die Sonne scheint schon wieder, doch Ingrid wartet noch auf ihre Plinsen. Als diese kommen, lässt sie das Essen zurecht wieder zurückgehen, denn eine Plinse war total verbrannt und die andere halb. Als dann endlich die Nachlieferung kommt, ist nur eine Plinse mit Apfelmus, die andere mit Butter und Zucker, die ich dann essen darf. Aber endlich können wir weiter.

In der Zwischenzeit habe ich noch bei den Verkehrsbetrieben angefragt, wie früh man einen Rufbus bestellen muss. Innerhalb des Stadtgebiets von Cottbus sind das nur 30 min, eine gute Leistung. Doch eine absolute Zumutung ist der Regionalverkehr, da muss man am Vortag bis 18 Uhr den Rufbus bestellen und gestern um 18 Uhr wusste ich noch gar nicht, dass wir heute vielleicht einen Rufbus brauchen könnten. Dies bedeutet für uns, dass die günstigste Verbindung an diesem Tag für uns nicht nutzbar ist und wir erst den Zug um 19.38 nehmen können.