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Doch noch zu früh für Märzenbecher

Die beiden letzten Tage waren wir auf Märzenbecherpirsch, allerdings leider erfolglos. Sowohl in den Donauauen bei Weißingen als auch im Lonetal beim Fohlenhaus gab es trotz Sonne und angenehmen Temperaturen noch nichts Blühendes zu sehen.

Bei Weißingen waren die Baggerseen noch zugefroren, nur der eine oder andere schon angetaut.


 

 

 

 

 

Beim Fohlenhaus haben wir wenigstens die ersten, noch sehr kleinen zinnoberrote Kelchbecherlinge gesehen.

zinnoberroter Kelchbecherling

Märzenbecher in voller Blüte

Märzenbecher im Eselsburger TalAuch wenn bei uns zuhause auf knapp 700 m es jeden 2. Tag weiß ist, der Schnee ist dann aber schnell wieder weg, im Eselsburger Tal sind die Hänge permanent weiß, denn die Märzenbecher – man schätzt dass hier eine Viertelmillion wachsen – stehen bereits seit einigen Tagen in voller Blüte.

Märzenbecher nach dem SchneeDies gilt auch für das Lonetal, das wir vor zwei Tagen besucht haben. Kurz nach dem Bernstadter Parkplatz gibt es an den Hängen mehr Märzenbecher als früher und beim Fohlenhaus blühen so viele wie eh und je.

Mehr geworden sind allerdings in diesem Bereich die zinnoberroten Kelchbecherlinge.zinnoberroter Kelchbecherling

Premiumwanderweg Fohlenhausrunde

Seit neuestem gibt die Fohlenhausrunde im Lonetal, ein Wanderweg von ca. 10 km Länge, je nachdem von welchem Parkplatz man die Runde ansteuert. Der Wanderweg ist derzeit besonders interessant, weil man sowohl am Fohlenhaus als auch im Eschental an den voll erblühten Märzenbechern vorbeikommt, aber auch viele andere Frühlingsblüher wie z.B. Schneeglöckchen entdecken kann.Schneeglöckchen

Der Weg führt überwiegend über nicht oder kaum befestigte Wege, oftmals nur schmale Pfade, die z.T. ganz neu angelegt wurden.

Die Bezeichnung Premiumweg wurde von einem deutschen Wanderinstitut verliehen, das mir bisher völlig unbekannt war.

Die Beschilderung ist eigentlich sehr gut, nur auf 1,5 km nach dem Fohlenhaus haben wir die Markierung vermisst, aber da wir den Verlauf aus dem Internet heruntergeladen hatten und uns ganz gut auskommen, war dies für uns kein Problem.

Ob nun Premium oder nicht, ein sehr schöner Weg, der sich lohnt.

Lonetal – Osterstetten

Obwohl es morgens noch wolkig ist, begrüßt uns gegen 8 Uhr zu Wanderbeginn im Lonetal bereits ungetrübter blauer Himmel. Da die Lone trotz der Hitzewelle immer noch Wasser führt, kann Della mehrmals baden.

Zuerst gehen wir noch in der Sonne, dann verlassen wir am östlichen Waldrand durch nasses Gras das Tal und steigen empor, um wenig später in Richtung Sätzlingen abzusteigen, vor dem Ort wenden wir uns nach Westen und durch Felder gehen wir parallel zur Straße wieder bergauf.

Da der Muschelweg nur durch offene Felder, überwiegend auf asphaltierten Wegen oder Straßen verläuft, wandern wir auch weiterhin eine eigene Route, kommen erneut ins Lonetal hinunter und unterqueren die Autobahnbrücke. In der Karte ist eindeutig ein Weg eingezeichnet und wir können ihn auch noch erahnen, doch immer wieder stellen sich Disteln und vor allem Brennnessel entgegen, bald müssen wir kurzfristig am Rande einer Wiese weitergehen, die gerade gemäht wird.

Dann führt ein geteerter Weg an einer Stelle in den Wald, wo laut Karte gar kein Weg verzeichnet ist, wir gehen kurz zurück, um die Lone zu queren. Doch es gibt nur eine Furt und glücklicherweise verzichten wir, diese zu benutzen, denn der Waldweg führt uns nach kurzem Anstieg bald wieder ins Lonetal hinunter. Romantisch geht es an der Lone und an schönen Jurafelsen weiter, bis wir zum Felsen „Fohlenhaus“ kommen, wo wir am direkt am Flüsschen Rast machen. Hier finden wir im Frühjahr große Märzenbecherflächen.

An der nächsten Kurve soll uns ein Weg auf die Hochfläche bringen, auch dieser Weg ist mehr zu erahnen als zu erkennen, mal müssen wir in den Wald ausweichen und dann einen Querweg benützen, schließlich treffen wir aber dann doch wieder auf den Muschelweg. Kurz geht es noch im Wald weiter, dann über freies und sonniges Gelände bis nach Osterstetten, wo uns ein aufgeheiztes Auto erwartet.