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Frickenhausen – Altenriet (1)

Schaulaufen

Nach unserem zugbedingten Abstecher nach Neuffen setzen wir unsere Wanderung in Frickenhausen, das wir ja letztes Mal schon berührt hatten, fort. Bereits als wir in den Ort hineinkommen, sehen wir viele Menschen in eine Richtung strömen, da irgendeine Festivität heute hier stattfindet. Wir stellen unser Auto etwas weiter entfernt bei Bahnhof Theaterspinnerei ab. Wir schließen uns den Menschenstrom an, besuchen noch kurz die heute evangelische Kirche „Zu unserer lieben Frau“, sie beherbergt Kunstschätze aus der Entstehungszeit im 15. Jahrhundert, darunter eine Büste des heiligen Jakobus.

Direkt hinter der Kirche ist die Straße schon von vielen Besuchern gesäumt, die auf einen Festzug warten. Da auf dem Fußweg kein Platz mehr zum Gehen ist, stellen Della mit ihrem Buggy und ich gewissermaßen die Vorhut für den Festzug dar und wir erregen auf dem nächsten knappen Kilometer viel Aufsehen. Daher bin ich froh, als wir die Stelle erreichen, wo wir eigentlich die Festzugstrecke verlassen können, weniger froh bin ich, dass Ingrid auf den Festzug warten will und auch fast den ganzen Festzug ansieht, sodass wir erst eine Stunde später weiterwandern können.

Bald sind wir im Wald, allerdings ist die Freude auf Naturboden zu wandern, doch etwas kurz, aber die gekiesten Waldwege sind noch akzeptabel. Wir überqueren die Bundesstraße und gehen nicht direkt nach Großbettlingen hinein, sondern machen einen Bogen über den Geigenbühl mit schönen Ausblicken in Richtung Alb.

Reudern – Neuffen (1)

Auf Abwegen

Eigentlich war nur die Frage, wandern wir nur bis Großbettlingen oder bis Neckartailfingen und dann war schließlich Neuffen, weitab vom Jakobsweg, der Endpunkt. Warum? Ganz einfach, Ingrid hat beim Surfen festgestellt, dass das Sofazügle an diesem Sonntag von Neuffen nach Nürtingen unterwegs ist und diese Zugfahrt in nostalgischer Umgebung wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen.

Wir stellen das Auto in Reudern ab und hinter dem Sportplatz geht es auf einem Grasweg in den Wald, kurz geht es auf einem Trampelpfad, ehe wir dann auf geschotterten Waldwegen weiterwandern. Als der Weg einen scharfen Linksbogen macht, folgen wir stattdessen einem ehemaligen Naturweg steil nach rechts, leider ist das Gehen nicht so angenehm, da Holztransportmaschinen mit ihren Rädern den Weg fast zerstört haben. Bald treffen wir wieder auf den Jakobsweg und machen am 2003 errichteten Jakobsbrunnen Pause.

Vorbei an einigen Mammutbäumen kommen wir zum Waldrand und gehen hinunter nach Frickenhausen. An der Kirche informiert eine Frau eine Gruppe über den Jakobsweg, wir hören kurz zu und verlassen dann den Jakobsweg. Kurz gehen wir an einem Bächlein entlang. Ehe wir auf einer Straße den Ort verlassen. Am Friedhof vorbei kehren wir im Wald in einem weiten Bogen zu der Straße zurück, der wir in Richtung Tischardt folgen. In Sichtweite des Ortes wenden wir uns an einer Pferdekoppel mit einer großen Herde nach links zum Wald und treffen bald auf den Wanderweg nach Neuffen. Anfang verläuft er auf Naturboden in der Nähe eines Bächleins, später auf geschotterten Waldwegen. Als wir den Wald verlassen, haben wir schöne Ausblicke auf den Hohenneuffen und die Teck.