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Zwischenziel erreicht

Auf unserer Wanderung von Görlitz nach Rügen haben wir ein weiteres Zwischenziel erreicht, nämliche Neubrandenburg erreicht, nachdem wir dieses Jahr im Frühsommer in Frankfurt/Oder gestartet waren und diese im Sommer in Prenzlau fortgesetzt hatten.

Natürlich werde ich diese Wanderung auch hier vorstellen, doch zunächst muss ich in den nächsten Tagen und Wochen noch beschreiben, wie wir nach Frankfurt/Oder gekommen sind.

Oberdorf – Niesky (3)

190 lilienZwischen zwei großen Teichen erreichen wir das Dorf und die im Innern wohl interessante Kirche, die aber von außen nicht viel hermacht. Leider reicht die Zeit nicht, irgendwo den Schlüssel zur Besichtigung abzuholen, denn wenn wir den Zug um 17.18 Uhr nicht erreichen, klappt es nicht mehr mit dem letzten Bus nach Oberdorf und ein Taxi würde teuer werden. Unterwegs haben wir mit dem Smartphone versucht, ins Internet zu kommen, aber wir konnten keine Verbindung herstellen, irgendwie muss ein offline Modus eingestellt sein, obwohl das angeblich gar nicht möglich sein soll. Bisher hat das Gerät seinen Zweck keinesfalls erfüllt.

Ewig gehen wir durch das angrenzende Jänkendorf und haben die Schwierigkeit wieder einen ausgeschilderten Wanderweg abseits der Bundesstraße zu finden, aber ohne genau zu wissen, wie, schaffen wir es tatsächlich. Dann müssen wir die viel befahrene Bundesstraße 115 überqueren, was durch die gut 200 m entfernte Ampelanlage erleichtert wird. Wir gehen zunächst auf einer Nebenstraße nach Niesky hinein. Am Friedhof können wir in einem parkartigen Wäldchen weitergehen und erreichen bald den Bahnhof, wo wir noch gut eine Viertelstunde auf den Zug warten müssen. Das ist wenig im Vergleich zu der knappen Stunde, die wir in Görlitz auf den Bus warten müssen, aber so hat Ingrid Zeit nach den nächsten Wanderkarten zu suchen und wir können in einem Bioladen im Bahnhof etwas stöbern und einkaufen.

Als dann der Kleinbus kommt, müssen wir den Buggy zusammenlegen, denn der Kofferraum ist zu klein. Ich nehme Della während der Fahrt auf den Schoß und bin heilfroh, als wir endlich aussteigen können. Ingrid wartet an der Straße, während ich zum Parkplatz hochsteige und das Auto hole. In Niesky kaufen wir noch im Supermarkt ein, ehe wir zur Wohnung zurückkehren.

Görlitz Kliniken – Königshain (2)

Da uns ein Blick auf die Uhr belehrt, dass wir wohl unser eigentliches Ziel kaum mehr erreichen, sondern in Königshain-Oberdorf unsere Wanderung beenden müssen, schlägt Ingrid noch einen Abstecher nach Kunnersdorf vor. Dazu müssen wir zuerst auf einem Feldweg bergauf, ehe es wieder ins Tal hinuntergeht. Wieder aufsteigend erreichen wir in dem Ort das renovierte Schlösschen und auf idyllischem Pfad, also nicht unbedingt geeignet für das Buggyschieben, auch wenn Della für einige Schritte ihre eigenen 4 Pfoten nutzt, geht es aufwärts.

185 landeskroneIn Liebstein sind wir nicht sicher, ob wir das Herrenhaus wirklich gefunden haben, denn das wäre dringend renovierungsbedürftig. Es gibt nur einen sehr versteckten und nicht unbedingt aktuellen Hinweis auf die Ferienwohnung, die wir im letzten Jahr als Alternative in Betracht gezogen hatten. Jetzt folgt ein langer staubiger Feldweg in der prallen Sonne. Links sehen wir  wieder auf die Landeskrone, im Rückblick erkennen wir die Kirchtürme von Görlitz.

Görlitzer Klinikum – Königshain Oberdorf

Anderes Ende als geplant

Erst gegen ½ 12 Uhr stellen wir unser Auto gegenüber den Kliniken ab, bewundern im Klinikpark die wunderschön blühenden Rhododendronsträucher. Wir folgen dem Jakobusweg zwischen verblühenden Rapsfeldern bis zu Bundesstraße, unterqueren diesen auf einem Radweg, der auf unseren Karten in der Folge nicht verzeichnet ist. Als der Jakobusweg abzweigt, sind wir etwas verunsichert und entscheiden uns schließlich auf dem Fahrradweg zu bleiben, der auf einer ehemaligen Bahntrasse entlang eines Flüsschens verläuft und uns zunächst viel Schatten spendet. Trotzdem erweist sich der Weg als Umweg, denn in Eberbach können wir den Schlosspark nicht durchqueren und eine erhoffte Abkürzung endet an einem verschlossenen Fabriktor.

184 schloss ebersbach

Endlich erreichen wir das ehemalige Wasserschloss, dessen Anfänge in das 13. Jahrhundert zurückreichen. Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Schlosspark machen wir unter alten Bäumen und in der Nähe von Teichen, den Resten des ehemaligen mit Wasser gefüllten Schlossgrabens, eine kurze Rast. Den Abstecher zur ehemaligen Wallfahrtskirche St. Barbara schenken wir uns.

Görlitz (2)

181 kirche görlitzAn dem teilweise eingerüsteten Rathaus vorbei gehen wir zur Neißebrücke, die die Stadt mit Polen verbindet, steigen dann steil hinauf zur über der Neiße thronenden Pfarrkirche St. Peter und Paul.

An der Stelle des heutigen Wahrzeichens von Görlitz stand um 1230 bereits eine Basilika, die ab Mitte des 15. Jahrhunderts errichtete Hallenkirche ist mit einer Länge von 72 m und eine Breite von 39 m die größte spätgotische Kirche ihrer Art in Sachsen. Nach dem Stadtbrand von 1691 wurde sie im Stil des Barock neu ausgestattet. Die beiden über 80 m hohen Türmen wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts errichtet.

Um diese Uhrzeit kann man die Kirche natürlich nichts mehr besichtigen.

182 grabkapelleDies gilt auch für das Heilige Grab, an dem unser Weg vorbeiführt. Das heilige Grab gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist eine verkleinerte Kopie des Jerusalemer Originals aus der Zeit des Hochmittelalters. Da es seither baulich nicht mehr verändert wurde, bietet das heilige Grab heute noch das Bild, das auch die Kreuzfahrer vor Augen hatten.

Wir folgen der gleichnamigen Straße bis zum Klinikum und stellen erstaunt fest, dass am frühen Samstagabend kein Bus mehr in die Stadt oder zum Bahnhof fährt. Also gehen wir auf kürzestem Weg zu unserem Auto. Auf der Fahrt zur gemieteten Wohnung g suchen wir noch die für die Ferienwohnung zuständige Betreuerin auf, die uns zwei bessere Töpfe gibt.

 

Görlitz

 Stress pur

Wir starten kurz vor 10 Uhr in Groß Zicker auf Rügen. Zunächst kommen wir nur langsam voran, auch an der Fähre müssen wir ziemlich lange warten, später wird es etwas besser. Trotzdem benötigen wir fast 6 ½ Stunden für die Fahrt nach Rietschen. Bis wir das Wichtigste ausgeladen und uns etwas frisch gemacht haben, ist es schon halb sechs Uhr. Dann müssen wir noch klären, wie wir an neue Töpfe kommen, denn die in der Ferienwohnung vorhandenen sind wirklich kaum zu verwenden.

Trotz der vorgerückten Zeit fahren wir noch in die Europastadt Görlitz, um hier unsere Wanderung nach knapp einem Jahr zu beginnen oder fortzusetzen, je nach Betrachtungsweise. Wir stellen unser Auto am Bahnhof der schönsten deutschen Stadt – so der Werbeslogan auf der offiziellen Homepage – ab, und gehen durch die Altstadt zur Neiße.

180 kaufhaus innenGlücklicherweise hat eine Bäckerei noch offen und wir können zwei Käsebrötchen zum Ausverkaufspreis erstehen. Auf unserem Weg haben wir ein Wiedersehen mit den schönen Häusern der Altstadt. Leider scheint sich in Bezug auf das schöne Jugendstilkaufhaus nichts zum Besseren gewendet zu haben. Das vor 100 Jahren errichtete Bauwerk wurde zwar Mitte der 80-iger Jahre restauriert und nach der Wende noch einige Jahre als Kaufhaus ge-nutzt, dann aber aus mangelnder Rentabilität aufgegeben. Heute wird versucht, zumindest den Erhalt des Gebäudes zu sichern, eine neue Nutzung scheint nicht in Sicht.

Einführung ins Neiße-Spree-Oder Wanderbuch

Nachdem wir im letzten Sommer die Neiße in Görlitz erreicht hatten, war klar, wie es weitergehen soll, nämlich nach Norden mit dem Ziel, Kap Arkona auf Rügen.

Damit würden wir eine 2. Rundwanderung durch die neuen Bundesländer beenden können. Doch das war nur die grobe Richtung und der Teufel steckt wie immer im Detail. Das erste Ziel war Cottbus, oder sollten wir die uns bekannte Stadt links liegen lassen und immer in Nähe der Grenze über Forst wandern, um schneller Frankfurt/Oder erreichen zu können.

Wenn Cottbus sollten wir dann nicht auch noch den Spreewald besuchen, doch wie dann wieder nach Osten kommen?

Ohne uns endgültig festzulegen, tendieren wir zum Abstecher in den Spreewald, wobei ich aber deutlich mache, Wandern ja, aber kein Paddeln und auch kein Kahnfahren.

Vor Ort wollen wir dann alle Details festlegen, doch zunächst wollen wir noch Rügen einen Besuch abstatten, den wir immer wieder verschoben haben. Irgendwie kommen wir zuhause nicht weg und so bleibt nur noch eine Woche Rügen, die wir in einer Wohnung auf Mönchgut verbringen, keine gute Wahl, denn es gab zuviele Mücken auf der Halbinsel und so fällt es uns zum ersten Mal nicht schwer, Rügen zu verlassen.

Inhaltsverzeichnis Wanderbuch (1)

 

                                                                                                km         Seite

1      Einleitung

2      Görlitz                                                                               5              5

3      Görlitzer Klinikum – Königshain Oberdorf            15              7

4      Oberdorf – Niesky                                                       15,5            9

5      Niesky – Rietschen                                                       16            12

6      Besichtigungstag                                                                           15

7      Rietschen – Steinbach                                                 15,5          19

8      Steinbach – Skerbersdorf                                            18            21

9      Skerbersdorf – Weißwasser                                         14            23

10   Weißwasser – Bad Muskau                                           14            25

11   Bahnhof Kromlau – Schleife                                          12            30

12   Schleife – Bohsdorf                                                         12            33

13   Bohsdorf – Bagenz                                                             9            34

14   Suchtag                                                                                               37

15   Findetag                                                                                             38

16   Bagenz – Cottbus                                                            18            40

17   Waschtag                                                                                           42

18   Cottbus                                                                                5            43

19   Findlingspark Nochten                                                                  46

20   Cottbus – Dissen                                                           16            47

21   Dissen – Burg (Dorf)                                                     12            50

22   Spree-Renaturierung                                                      4            52

23   Burg – Lübbenau                                                          16            56

24   Rundwanderung Straupitz – Neu Zauche                 8            60

25   Lübbenau – Neu Zache                                                19            63

Einführung

Nachdem wir im letzten Sommer die Neiße in Görlitz erreicht hatten, war klar, wie es weitergehen soll, nämlich nach Norden mit dem Ziel, Kap Arkona auf Rügen.

Damit könnten wir unsere 2. Rundwanderung durch die neuen Bundesländer beenden. Doch das war nur die grobe Richtung und der Teufel steckt, wie immer, im Detail. Sollten wir z. B. das uns bekannte Cottbus besuchen oder links liegen lassen und immer in Nähe der Grenze über Forst wandern, um schneller Frankfurt/Oder zu erreichen.

Wenn aber Cottbus, sollten wir dann nicht auch noch den Spreewald besuchen? Doch wie dann wieder nach Osten kommen? Ohne uns endgültig festzulegen, tendieren wir zum Abstecher in den Spreewald, wobei ich aber deutlich mache, Wandern ja, aber kein Paddeln und auch kein Kahnfahren.

Vor Ort wollen wir dann alle Details festlegen, doch zunächst statten wir noch Rügen den Besuch ab, den wir immer wieder verschoben haben. Irgendwie kommen wir zuhause nicht weg und so bleibt nur noch eine Woche Rügen, die wir in einer Wohnung auf Mönchgut verbringen. Keine gute Wahl, denn es gibt zu viele Mücken auf der Halbinsel und so fällt es uns zum ersten Mal nicht schwer, Rügen zu verlassen.

Lange habe ich überlegt, soll ich in diesem kleinen Wanderführer die Wanderung in der richtigen Reihenfolge beschreiben oder den tatsächlichen Ablauf beschreiben, der sich aus unterschiedlichen Gründen davon mehr oder weniger deutlich unterscheidet. Ich habe mich letztlich dazu entschlossen, den Verlauf unseres Urlaubs darzustellen. Am Schluss können Sie anhand einer Karte den Wanderverlauf deutlich erkennen.

Neiße-Spree-Oder

So habe ich das Buch über unsere letzte Sommerwanderung getauft und ich beschreibe dabei unseren Weg von Görlitz (Neiße) über Cottbus (Spree) bis nach Frankfurt (Oder).

Aus diesem Buch möchte ich Ihnen in den nächsten Wochen mehrere Kapitel mit Bildern hier vorstellen.

Wenn Sie beim Lesen der Posts, dann Interesse haben, das ganze Buch zu lesen und es in Papierform zu besitzen, dann schreiben Sie mir einfach. Sie können das Buch dann bei mir kaufen.