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Schlussspurt

In den nächsten 2 Wochen habe ich 4 Diavorträge zu halten, dabei machen zwei keine Arbeit mehr, denn sowohl den Vortrag „Rundum die Schwäbische Alb“ als auch den Vortrag „Die Schönheiten der Neuen Bundesländer“ habe ich schon mehrmals gehalten, doch die beiden anderen sind neu.

Der Jakobusweg von Nürnberg nach Breisach steht am nächsten Mittwoch in Crailsheim auf dem Programm und wir sind gerade dabei, die Dias auszuwählen und den Begleittext zu formulieren. Der Aufwand hält sich noch in überschaubaren Grenzen, denn die Dias, aus denen ausgewählt werden muss, sind bereits chronologisch geordnet und viele Passagen des Textes lassen sich aus meinem Buchmanuskript entnehmen.

Aufwendiger wird die Auswahl bei unserem 3. Diavortrag über Rügen, der den Titel „Wanderparadies Rügen“ trägt. Denn hier sind einige tausend Dias nur nach Gebieten geordnet und es gilt jetzt in jedem Gebiet die besten Bilder auszuwählen und dann in die gewünschte Reihenfolge zu bringen.

Der Text macht keine Probleme, denn zu fast allen Bildern kann ich auch ohne Vorlage das wesentliche sagen und auch hier kann ich auf ein Buchmanuskeipt zurückgreifen.

Der Vortrag wird in Kirchheim/Teck stattfinden,

1. Band meiner geplanten Wanderbuchreihe ist erschienen

Jetzt habe ich das Wanderbuch „Der Jakobusweg von Neresheim nach Bodelshofen“ fertiggestellt und es kann in meinem online-shop auch erworben werden und bis auf weiteres nur dort.

In dem Büchlein beschreibe ich die Erlebnisse und Schönheiten dieses kurzen Pilgerweges, der zwei größere miteinander verbindet, nämlich von Nürnberg an den Bodensee bzw. nach Breisach am Rhein.

Auch die beiden Wanderungen werden bald als Buch in meinem Verlag erscheinen.

Buchvorbereitung

Derzeit komme ich wenig zum Bloggen, denn am nächsten Dienstag muss (darf) ich einen Diavortrag in Neresheim halten und da möchte ich mein 2. Wanderbuch präsentieren, nämlich die Beschreibung unserer Wanderung auf dem Jakobusweg von Neresheim nach Bodelshofen und da gilt es den Text noch zu optimieren, einige Fehler auszumerzen und vor allem die Bilder gut und richtig zu platzieren.

Da ich die Bücher selbst drucke und dann in einem Copyshop mit einer Ringbindung versehen lassen, könnte es noch klappen, wenn ich mich sehr ran halte. Wenn es klappt, können Sie das Buch natürlich auch in meinem online-shop erwerben.

Übrigens, mein 1. Wanderbuch habe ich vor 20 Jahren herausgebracht.

Heubach – Weiler (2)

Bald sehen wir im Remstal Bargau mit der Jakobuskirche vor uns liegen und auf asphaltiertem Weg erreichen wir den Ort und die Kirche. Auf dem Friedhof fällt uns sofort die große Jakobsmuschel ins Auge und in der Kirchen ein Gemälde mit Jakobspilgern. Leider zeigt mein Foto an, dass die Batterien leer sind und da ich diese schon gewechselt habe, kann ich keine weiteren Bilder in der Kirche machen, obwohl ich den Trick versuche, die Batterien kurz herauszunehmen und wieder einzulegen.

Im Innern der Kirche finden wir ein Pilgerbild von dem Pfarrer und Maler Sieger Köder.

Als wir weiterwandern und zur Trennung der beiden Jakobuswege kommen, haben sich die Batterien wieder erholt und ich kann noch mehrere Bilder bis zum Ende der Wanderung machen. Wieder geht es bergauf, steil bergauf und ganz eng an einem Hof vorbei, über einen Weg mit hohem Gras erreichen wir den nächsten Hof mit einer schönen Kapelle und einem originellen Kreuz.

Lauterburg – Weiler i.d.Bergen (1)

Lange Wanderung, zumindest zeitmäßig

Obwohl oder vielleicht weil die Anfahrt kilometermäßig nicht sehr weit ist, kommen wir wieder nicht sehr früh weg. Wir stellen unseren Saab am Parkplatz ab und gehen auf einem breiten Kiesweg durch den Wald in Richtung Fernsehturm und zu dem Parkplatz, den wir uns gestern als Ziel überlegt hatten.

Kurze Zeit später treffen wir auf den Rosensteinrundweg, dem wir nach Osten zum Ostfelsen – einem beliebten Kletterfelsen – folgen, von hier haben wir schöne Ausblicke bis zum Oberschöneberg bei Ellwangen. Nach der frühen Rast besucht Ingrid noch die Höhle „Große Scheuer“, doch mit Buggy wäre das zu anstrengend. Weiter geht es an der Nordflanke des Rosensteins weiter, bis wir endlich die auf 686 m liegende Ruine Rosenstein erreichen, da sich eine Gruppe Jugendlicher dort aufhält, ist es schwierig, hier zu fotografieren. Die Burg wurde wohl um 1170 erbaut, wurde aber mehr als 100 Jahre später erstmals erwähnt, heute sind nur noch wenige Mauerreste vorhanden.

Dann geht es über viele Treppen, Steine und manche Wurzeln auf schmalem Pfad im Zickzack nach Heubach hinunter, eine durchaus anspruchsvolle Strecke, die Della tapfer selbst läuft.

In Heubach besuchen wir die knapp 100 Jahre alte katholische Kirche mit einem Gemälde über die Wallfahrten auf den Rosenstein, die vor allem im 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts Konjunktur hatten. Einen besonderen Reiz erhält das Gemälde während unseres Besuchs durch die Lichtschattenwirkung der Sonneneinstrahlung. Bestechend auch die schön gestalteten Kirchenfenster über Bernhard von Clairvaux.

Steil geht es im Ort – der auch ein Miedermuseum beherbergt – hinauf in Richtung Scheuelberg, aber kurz vor dem Wald biegen wir nach rechts ab und gehen auf halber Höhe weiter, immer wieder drehen wir uns um und genießen den Blick auf den Rosenstein. Nochmals geht es aufwärts bis zum Waldrand und hoch etwas höher, anschließend geht es eben weiter, Brombeeren versüßen dabei die Wanderung. Als wir auf eine Wiese hinauskommen, sehen wir vor uns die Kaiserberge, die wir auf unserer Wanderung noch besuchen werden.

Laupheim – Maselheim (2)

Dann geht es hinunter in das breite Risstal und nach einem nicht ganz geglückten Versuch einen neben einer Straße verlaufenden Radweg zu vermeiden, müssen wir doch noch kurz darauf gehen, dann durchqueren wir ein Wald-, Wiesen- und Feldgebiet, das nur noch leichte Anklänge an die moorige Vergangenheit zeigt. Es ist überwiegend sonnig, aber der Ostwind ist noch ziemlich frisch. In Äpfingen warten wir noch kurz, um ein Hochzeitspaar zu sehen, das von Motorradfahrern begleitet wird und in einem Oldtimer-Mercedes vorfährt. Da wir noch Zeit haben, bis die Öchlesbahn kommt, schlägt Ingrid vor, nach Maselheim zu wandern, um nicht hier warten zu müssen und auch länger mit der Öchslebahn fahren zu können.

Die sogenannte Öchslebahn führt über 19 km von Ochsenhausen nach Warthausen. Es handelt sich um eine Schmalspurbahn mit einer Spurbreite von 750 mm, die von 1899 bis 1964 betrieben wurde, damals allerdings ging die Strecke bis Biberach. Nachdem 1985 ein erster kurzzeitiger Betrieb der Museumsbahn gescheitert war, besteht seit 1996 ein regelmäßiger Museumsbahnbetrieb.

Früh kommen wir in Maselheim an. Leider finden wir auf dem hübschen kleinen Bahnhof keinen Hinweis, ob und wann ein Zug hier fährt. Aber da wir in Äpfingen den Zug nach Ochsenhausen noch haben Läuten und Pfeifen hören, sind wir zuversichtlich und bald hören wir das uns von Insel Rügen wohlbekannte, schnaubende Geräusch. Doch es dauert noch lange, bis der Zug endlich in den Bahnhof schnauft. Dann geht es langsam zuckelnd nach Warthausen, der Zug hat dort leider ziemlich Verspätung und so reicht die schon vorher knappe Zeit nicht mehr, um das dortige Knopfmuseum anzusehen. Während wir überlegen, was wir tun sollen und dann im Café einkehren kommt die Hochzeitsgesellschaft aus Äpfingen hier an, um die Hochzeitsfeier in einem der Restaurants abzuhalten. mit der Deutschen Bahn fahren wir nach Laupheim zu unserem Auto..

Erbach – Laupheim (1)

Ingrid erkundigt sich auf der Fahrt mit dem Handy bei der Bahn nach den entsprechenden Verbindungen, denn eigentlich war heute eine andere Strecke geplant. Doch die erste Auskunft, alle 20 bzw. 30 min verkehre ein Zug klang ebenso unglaubwürdig wie die 2. Aussage, nur alle 2 Stunden sei ein Anschluss möglich. Erst der 3. Anruf bringt Klarheit, in Laupheim fährt so ungefähr alle Stunde ein Zug, in Schemmerberg – einer möglichen Alternative – nur alle 2 Stunden, wieder ein Beweis für die häufig zu beklagende mangelnde Qualität von Hotlines.

In Erbach suchen wir die Zufahrt zum Bahnhof lange vergebens. Dann wandern wir vom Bahnhof nach Norden, überqueren wir die Bundesstraße und gehen zuerst zwischen Häusern, dann durchs freie Feld hinauf zum Schloss Erbach, in dem ein heute ein Restaurant und die Theaterei untergebracht sind. Das Erbacher Schloss wurde 1550 unter Hans von Baumgarten im Stil der Renaissance errichtet und wird heute noch von den Nachfahren des damaligen Reichsvizekanzlers Hans Ludwig von Ulm bewohnt.

Vor der Kirche steht eine große Glocke aus Apolda und wir schauen weit hinaus ins Donautal. An der Hangkante geht es weiter und auf dem Totenweg erreichen wir Donaurieden. Wieder steigen wir zur Hangkante hinauf und dann senkt sich der Weg ins idyllische Oberdischingen. Der urkundlich erstmals im 12. Jahrhundert erwähnte Ort hat den Charakter einer kleinen herrschaftlichen Residenz bewahrt, obwohl das Schloss vor 200 Jahren abgebrannt ist und nicht wieder aufgebaut wurde, doch der barocke Kanzleibau lässt immer noch die frühere Pracht erahnen.

Vor der klassizistischen katholischen Stadtpfarrkirche „Zum heiligsten Namen Jesu“ von 1804, auch schwäbisches Pantheon genannt, machen wir Rast und sehen nach und nach Hochzeitsgäste eintreffen, doch so lange zu warten, bis das Brautpaar kommt, können wir nicht. Vorher schauen wir aber noch ins Kircheninnere, in dem vier Säulenpaare die mächtige Kuppel tragen. Am Ortsende treffen wir auf den Jakobusbrunnen bei der Wallfahrtskirche zur allerheiligsten Dreifaltigkeit, auch Käppele genannt und dem Cursillo Haus St. Jakob.

Einführung

Eigentlich war es noch nicht an der Zeit, einen neuen Weg zu beginnen, zu viele Unvollendete warten auf ihr Ende, aber bei den noch offenen Wegen:

Bodensee-Königssee

Rennsteig-Neiße

Jakobusweg Nürnberg – Breisach

liegen die Startorte zu weit entfernt für eine Tageswanderung   und wir müssen daher mehrere Tage am Stück wandern und in einer Ferienwohnung übernachten.

Aber wir suchen noch eine Wanderung, von der wir die einzelnen Tagesetappen von zu Hause aus gut erreichen können. Vielleicht wieder eine Flusswanderung, Rems oder Neckar oder irgendwas ganz anderes? Da findet Ingrid in einem Buchladen an ihrem Arbeitsplatz in Nereshein den Jakobus-Pilgerführer Neresheim-Bodelshofen-Rottenburg. Da lag es nah, diese Verbindung zwischen den zwei wichtigen Jakobuswegrouten, die beide in Nürnberg beginnen und die wir schon erwandert haben bzw. auf der wir gerade wandern, als nächste Wanderung zu wählen.

Wir sind im September gestartet und haben auch im Winter einige Wanderungen gemacht, sodass wir die 116 km bis Anfang April des Folgejahres abschließen konnten.

Frickenhausen – Altenriet (2)

Nach der Pause steigen wir dann in den Ort Großbettlingen hinunter, wo Ingrid nicht nur die moderne katholische Kirche von 1968 besucht, sondern auch die ältere evangelische mit einem Jakobusbildnis, deren Spuren bis vor die Zeit der Reformation zurückreichen. Wir gehen dann nicht wieder zurück zum Pilgerweg, sondern durchqueren den Ort und kommen erst später wieder auf den Jakobusweg, dem wir dann durch Felder weiterfolgen.

In Neckartailfingen treffen wir in der Ortsmitte auf das alte und neue Rathaus und vor allem auf die Martinskirche mit dem schiefen Kirchturm von Neckartailfingen. Die Martinskirche wurde Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut und es gibt durchaus begründete Vermutungen, dass die Kirche am 11.11.1111, dem Namenstag des heiligen Martin geweiht wurde.

Erst knapp 400 Jahre später wurde der spätgotische Kirchturm erbaut und schon beim Bau begann sich der Bau einseitig zu setzen, sodass die Maurer ab der Hälfte der Turmhöhe die Steine neu ausrichteten. Daher neigt sich der Turm nach zwei Seiten, nämlich über einen Meter nach Westen und gut 80 cm nach Süden, in der Ecke beträgt die Schräge mehr als 1,30 m und er steht immer noch stabil, natürlich wird heute akribisch die Standfestigkeit kontrolliert.

Kurz schauen wir uns in der Kirche um und auf halber Hanghöhe erreichen wir bald den Punkt, an dem sich die beiden getrennten Pilgerwege wieder vereinen. Kurz auf dem Radweg entlang der Straße, dann gehen wir parallel dazu im Wald weiter nach Schnaitbach. Wir durchqueren den Ort und steigen in ein Tal hinab und überqueren ein Bächlein. Ein Blick auf die Uhr zeigt uns, es wird knapp, die Bushaltestelle im Ort werden wir kaum rechtzeitig erreichen, aber bis zur Haltestelle am Sportplatz könnte es reichen.

Natürlich ist das Wandern auf Graswegen schön, doch wenn es schnell gehen soll, dann ist das nicht der ideale Untergrund fürs Buggyfahren, vor allem, wenn Della drin sitzen muss.

Es ist ganz schön anstrengend, aber wir erreichen noch den Bus, der auf großen Umwegen den Busbahnhof in Nürtingen ansteuert, dort müssten wir mehr als 1 Stunde auf den Anschlussbus warten, daher fahre ich mit dem Taxi zum Auto und hole dann Ingrid und Della ab.

Ulm (Messe) – Erbach (1)

Ulm (Messe) – Erbach

Auf der Fahrt nach Ulm holen wir zuerst Marion und Jörg ab, die uns bei unserer heutigen Tour begleiten. Am entferntesten Messeparkplatz stellen wir unser Auto ab. Wir gehen zunächst oberhalb der Donau auf dem Uferweg, nach dem Messegelände machen wir einen kurzen Abstecher in die parkähnlichen Donauauen, ehe wir dann das Zentrum Ulms, der alten Reichsstadt am linken Ufer der Donau, erreichen.

Ulm ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des württembergischen Oberlandes. Funde deuten auf eine jungsteinzeitliche Besiedlung im Stadtgebiet hin. Die Anfänge der Stadtgründung legen vermutlich im 11. Jahrhundert, dank der günstigen Verkehrslage an der Donau und am Schnittpunkt wichtiger Straßen entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem Handelszentrum. Im 30-jährigen Krieg verlor Ulm seine wirtschaftliche und politische Macht und kam nach wechselnden Herrschaften 1810 zu Württemberg. Der Astronom Kepler lebte und arbeitete in Ulm, Albrecht Berblinger, der „Schneider von Ulm“, der als erster Mensch fliegen wollte, war hier zu Hause. Albert Einstein wurde in Ulm geboren und der Dominikanermönch Felix Fabri, ein bedeutender Pilger des Mittelalters lebte hier. Er hat 1492 die „Sionspilgerin“ verfasst, eine mit Gebetsbetrachtungen durchsetzte Pilgerfahrt im Geiste, die die Pilgerfahrt nach Jerusalem, Rom und Santiago de Compostela beschreibt.

Wir wandern auf der Stadtmauer entlang und schauen hinüber zur Altstadt, ehe wir in das überaus malerische und mit Sachkenntnis restaurierte Fischer- und Gerberviertel an der Blau gelangen. Beeindruckend ist das Hotel „Schiefes Haus“ aus dem 15./16. Jahrhundert, das in mittelalterlichem, angeblattetem Fachwerk auf Stützen in die Blau vorgebaut ist. Es handelt sich um eines der ältesten Fachwerkwohnhäuser der Stadt und wurde vor einigen Jahren sorgfältig restauriert, nachdem es zuvor in einem sehr schlechten Zustand war, wie wir anhand älterer eigener Fotos wissen.

Leicht ansteigend erreichen wir nach wenigen Metern das gotische Rathaus und die moderne Bibliothek. Das Rathaus ist das bedeutendste profane Baudenkmal Ulms und eines der schönsten in Süddeutschland. 1370 als Kaufhaus errichtet, wird das Gebäude seit 1419 als Rathaus genutzt. Die prachtvollen Wandmalereien und der reiche figürliche Schmuck stammen aus dem 16. Jahrhundert, u.a. ist ein Bild eines der von Ulmer Schiffleuten gebauten und regelmäßig donauabwärts geführten Ulmer Schachtel zu sehen. Am Ostgiebel des Rathauses ist eine kunstvolle astronomische Uhr von 1520 angebracht.

Immer wieder überrascht in Ulm das gekonnte Zusammenspiel von Historischen und Modernem. Denn in direkter Nachbarschaft zum Rathaus steht die ganz moderne, im Jahre 2005 erbaute Neue Stadtbibliothek. Der 28 x 28 m große pyramidenartige Bau des Kölner Architekten Gottfried Böhm hat eine Höhe von 36 m, herausragendes Merkmal sind jedoch die fast komplett aus Glas bestehenden, fast 5000 qm großen Pyramidenflächen.

Unweit des Marktplatzes erhebt sich am Münsterplatz das Wahrzeichen Ulms. Das Ulmer Münster wurde 1377 begonnen, dann bis 1529 fortgeführt und erst von 1844-1890 fertig gestellt, beteiligt waren so bedeutende Baumeistersippen wie die Parler, Ensinger und Böblinger. Das Münster ist nach dem Kölner Dom die größte gotische Kirche Deutschlands. Der hochragende Turm, unter Ulrich von Ensingen 1392 begonnen, 1880 bis 1890 vollendet, ist mit 161,5 m Höhe der höchste Kirchturm der Welt und damit gut 4 m höher als der Kölner Dom. Gut trainierte Besucher können bis zur Kranzgalerie (143 m) hochsteigen und dann als Lohn für die Mühe einen herrlichen Rundblick genießen, doch auf einer Wanderung bleibt dafür keine Zeit. Neben dem Münster sieht man als postmoderner Blickfang das 1993 fertig gestellte, leuchtend weiße Stadthaus des amerikanischen Architekten Richard Meier. Es umfasst u.a. einen Konzert- und Vortragssaal sowie Ausstellungsräume mit einer gesamten Nutzfläche von 3000 qm.