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Esslingen – Wolfschlugen (2)

Ein Tag an dem man besser nicht gewandert wäre.

In Denkendorf geht es bei fast trockenem Wetter wieder eine lange Treppe abwärts, später erkennen wir, es wäre wohl kürzer gewesen, nicht der Markierung sondern der Straße zu folgen.

Die nach einer Urkunde 900 Jahre alte Gemeinde hat aber noch ältere Wurzeln, denn schon die Kelten haben hier gesiedelt. Vorbei an einigen hübschen Fachwerkhäusern kommen wir zur ehemaligen Klosteranlage, hier vermeide ich mit Della die Treppe und gehe steil die Straße bergauf.

Die Klosterkirche wurde von den „Chorherren vom heiligen Grab“ um 1200 erbaut, der Turm geht auf eine Vorgängerkirche zurück, in der Reformation evangelisch und als protestantische Klosterschule genützt.

Hinter Denkendorf machen wir Rast, die wir abkürzen, als wieder die ersten Tropfen fallen. Aber der Regen wird nicht stärker, sondern ganz im Gegenteil, als wir die Autobahn unterqueren, kommt kurzfristig die Sonne zum Vorschein.

Um zu einem vernünftigen Busanschluss zu kommen, verlassen wir die ausgeschilderten Wege und gehen in Richtung Wolfschlugen, noch im Wald werden wir vom nächsten längeren Regenschauer überrascht, als dieser endlich nachlässt, können wir nach Wolfschlugen weitergehen. Dort haben wir noch Zeit, denn wir haben uns entschieden, die einzige direkte Verbindung nach Esslingen zu wählen, in einer Bäckerei essen wir etwas. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellt.

Der Bus kommt pünktlich, aber schon nach kurzer Fahrt nervt ein Piepton, scheinbar meldet das Türsystem eine noch offene Tür, obwohl alle geschlossen sind. Bei jedem Halt öffnet und schließt der Fahrer mehrmals die Türen, doch nur für wenige Augenblicke verstummt das nervtötende Geräusch.