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Moorbauer (Jettchenshof) – Malchin

Hitze und Regen war vorgesagt, am Morgen Regen und Gewitter, am Nachmittag bedeckt und teilweise kalter Wind. Daher gammeln wir am Morgen nur herum, machen dann einige Bilder vom Schloss, finden im Park einen Maulwurf, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt.

Wir stellen unser Auto nahe Jettchenshof ab und wandern auf dem Radwanderweg entlang der Straße nach Malchin. Dort geht Ingrid noch in die Stadt, hält sich allerdings nur im Verkehrsverein auf, als ich mit dem Auto zurückkomme, gehen wir ins Hotel Kartoffelkäfer, das mit vielen alten Dingen ausgestattet sind und Ingrid schaut sich die mit viel Liebe eingerichtete Hotelzimmer ein. Am Abend besucht uns wieder unser Hausstorch im Park von Schloss Lelkendorf.

Dargun – Aalbude, Demmin

Zuerst besichtigt Ingrid die Kirche in Dargun, die zufällig geöffnet ist und dann wandern wir am Klostersee entlang. Della nimmt ein Bad an einer scheinbar sauberen Stelle und versinkt fast im Schlamm und kommt schwarz gesprenkelt heraus. Erst nach 2 weiteren Bädern ist sie soweit wieder sauber, dass sich ihr Fell wieder fast ganz von selber reinigt. Wir schauen uns die großartige Kloster- und Schlossruine in Dargun von außen an, dann gehen wir zunächst entlang der Draisinengleise – allerdings sehen wir keine Draisine, auch nicht als wir später wieder auf die Gleise treffen und dort sogar Pause machen – in den Wald.

Der Weg ist gut ausgeschildert, allerdings wird unser Ziel die Aalbude zunächst nicht aufgeführt, denn es wird immer nur der Darguner Wanderweg erwähnt, erst 3 km vor dem Ziel – beim Kützerhof – erscheint erstmals die Aalbude auf dem Wegweiser, allerdings an einer Kreuzung nach rechts, wo eigentlich der Weg nach links der Wanderkarte entsprechen würde und geradeaus der kürzeste Weg, da aber in dem Bereich mit moorigen und sumpfigen Gebieten gerechnet werden muss und wir um 16 Uhr das Schiff erreichen müssen, gehen wir den sicheren,  ausgeschilderten Weg, der leider über eine schier endlose staubige Straße führt.

Doch wir sind rechtzeitig an der Aalbude und lassen uns mit der Personenfähre, die aber nicht so idyllisch wie auf Rügen ist, übersetzen und wenig später legt das Ausflugschiff an und bringt uns durch die Natur belassene Flusslandschaft der Peene in einer guten Stunde nach Demmin. Hier gehen wir zum Marktplatz und schauen dann an der Bushaltestelle, wann die nächsten Busse nach Dargun abfahren, es fährt aber nur noch ein Linientaxi in einer einen halben Stunde, sehr lange zum warten, aber zu kurz um noch etwas zu unternehmen.

Dann mit etwas Verspätung kommt das Kleinbustaxi, das aber bis auf 2 Plätze schon belegt ist, die Fahrerin weigert sich zunächst strikt, Della mitzunehmen, denn in ihren Taxis würden grundsätzlich keine Hunde befördert, als Ingrid sie daraufhin weist, dass sie hier ja als Bus fungiere, führt sie mit ihrem Handy noch verschiedene Telefonate. Demonstrativ ziehe ich etwas zu schreiben heraus und notiere mir die Autonummer. Wenig später ist sie bereit, uns mitzunehmen, allerdings solle Della in einen nicht geraden sauberen, dunklen Kofferraum eingesperrt werden, was wir allerdings ablehnen. Wir rufen dann in Dargun ein Taxi an, das uns in Demmin abholt und zu unserem Auto bringt. Wir wollen uns eine Pizza vom Pizzaexpress in Lelkendorf in die Ferienwohnung bringen lassen, doch der hat heute Ruhetag, aber aus Neukalen erhalten wir dann doch 2 Pizzen, wenn auch die beiden jungen Damen Schwierigkeiten haben, das Schloss zu finden.

Während des Abendessen läutet es und der Schlossbesitzer will uns in unserer Wohnung willkommen heißen und sich erkundigen, ob alles unseren Vorstellungen entspricht, was wir bis auf den fehlenden Internetanschluss bestätigen können, hier bietet er an, in seinem Büro die entsprechenden E-Mailabrufe zu tätigen, dies ist zwar schon günstig, aber nur ein kleiner Ersatz für das normale Surfen, wegen des Wetters oder der weiteren Unterkünfte. Wir unterhalten uns noch kurz übers Wandern und Radwandern.

Tribsees – Nehringen

Am frühen Morgen ist wunderschönes Wetter, doch je weiter der Tag fortschreitet, umso mehr bewölkt sich der Himmel. Wir stellen den Wagen am Rande einer Kleingartenkolonie etwas außerhalb Tribsees ab und beginnen unsere Wanderung auf einem Fahrradweg, der bald in einen Wald führt, in dem Della zunächst die Spur eines Hasen findet und später ein Reh aufschreckt.

Durch Felder kommen wir zu einer Straße und treffen erstmals auf das Zeichen des europäischen Fernwanderweges, dem wir eigentlich bereits seit Stralsund mehr oder weniger folgen. An einem Forsthaus stellen sich viele Kühe zum Spalier auf, als wir vorbei gehen, dann gibt es noch Schafe und vor allem sehr fotogene Ziegen mit langem Fell. Auf der nächsten Weide tummeln sich ein paar Ponys und dann schleicht auch noch eine hübsche Katze durchs Gras, eine richtige Idylle. Am Waldanfang steht wieder ein Hinweisschild, doch als bei der 2. Abzweigung nach links immer noch kein Zeichen kommt, biegen wir nach trotzdem ab und später treffen wir dann wieder auf die Beschilderung, die aber bald wieder fehlt.

Auf einem Feldweg durch die Trebeltalaue überfliegt uns ganz nieder ein Milan, und ich nehme Della vorsichtshalber kurz an die Leine. Dann geht es durch den Auenwald bis zur Trebel-Klapp-Brücke und anschließend gehen wir zum barocken, aber stark renovierungsbedürftigen Ortskern.

Leider hat die Taxifahrerin heute keine Lust zum Fahren, sie renoviert heute ihre Kneipe, was sicher nicht schaden kann, aber wir haben nun ein kleines Problem, allerdings ist das Taxiunternehmen aus Bad Sülze bereit, uns abzuholen, allerdings soll es eine ¾ Stunde dauern, dann geht es doch etwas schneller. Mit dem Abendessen ist es wieder nicht einfach, erst in Richtenberg finden wir ein hübsches Lokal mit einer guten Küche und der vegetarischen Rezepten.

Rekentin – Tribsees – Langsdorf

Auch im Urlaub ist es zweckmäßig, sich der Wochentage sicher zu sein. Als ich gestern Abend an der Bushaltestelle nach dem Fahrplan geschaut habe, habe ich leider nicht daran gedacht, dass heute Samstag ist. Ich stehe früh auf und gehe den Kilometer zur Bushaltestelle und warte dort 20 min, bis ich von Passanten den Hinweis erhalte, dass der 1. Bus am Samstag nicht kurz nach 7 Uhr, sondern erst um 10.30 fahre. Also den Kilometer zurück und 2 Stunden später wieder der Weg zur Haltestelle und mit nur 10 min Verspätung kommt der Bus und bringt mich zu unserem Auto in Steinhagen. Auf der Rückfahrt kaufe ich in Franzberg ein und gegen 12 Uhr können wir frühstücken. Ingrid hat den Morgen dazu genutzt, sich nach dem Stress der letzten Wochen etwas zu erholen, da das Wetter auch nicht gerade einladend war.

So starten wir bei immer schöner werdenden Wetter in Rekentin, gehen zuerst weiter auf dem Radweg und später auf einem Feldweg in Richtung Tribsees, das letzte Stück müssen wir auf der Straße gehen. Tribsees mit seinen Toren ist ein nettes Städtchen und Ingrid kann auch noch die Kirche innen besichtigen. Auf dem Marktplatz mit einen kleinen künstlichen Wasserlauf machen wir eine kurze Pause und Ingrid versucht bei einer Frau, die im Internet als Ansprechpartnerin für die umgebende Moorlandschaft genannt wurde, eine Auskunft darüber zu erhalten, wie man durch das Moor nach Bad Sülze kommen kann.

Dies ist nicht möglich, aber sie erklärt uns den Weg nach Langsdorf, von dort könnten wir dann neben der Straße in den kleinen Badeort wandern. Also machen wir uns auf in das wunderschöne Moor und folgen einem befestigten Weg, der allerdings nicht, wie angekündigt, ganz nahe an der Trebel verläuft, sondern wir entfernen uns immer weiter von dem Fluss und kommen dann auf einen ganz schmalen Trampelpfad nach Langsdorf.

Die gleiche Taxifahrerin wie gestern bringt uns dann zu unserem Auto zurück und auf der Rückfahrt finden wir dann den Radweg, der uns dann von Tribsees nach Süden führen soll. Wir essen im Kesselhaus in Bad Sülze, suchen eine Bushaltestelle und stellen dabei fest, dass sich ein 5 km langer Abstecher entlang der Straße wahrscheinlich nicht lohnt und wir direkt von Tribsees aus weiter im Trebeltal wandern werden.

Da das nächste Quartier erst am Montag frei ist, fragt Ingrid, ob wir in unserem bisherigen Quartier noch eine Nacht länger bleiben können und dies ist möglich.