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Weißwasser-Bad Muskau (4)

Die Muskauer Schlossanlagen bestehen aus mehreren Gebäuden, dem Neuen und Alten Schloss, dem Kavaliershaus sowie dem Marstall und der Orangerie. Das neue Schloss sollte nach Pücklers Vorstellungen das Zentrum der Anlage bilden.

Es wurde im Neorenaissancestil als Dreiflügelanlage gestaltet, wobei sich der Schlosshof nach Osten, also zur Neiße öffnet. Die von Schinkel geplante Schlossrampe bildet den Übergang zum Park. Während der Mittelflügel viergeschossig ausgeführt wurde, sind die Seitenflügel mit einem Geschoss weniger ausgestattet. An den Scheitelpunkten zwischen Mittelflügel und Seitenflügen befinden sich Rundtürme mit unterschiedlicher Höhe. Das Schloss ist geprägt von zahlreichen Schmuckelementen wie Ziergiebel, – gitter, Balkone, Figuren und Schmuckfriese. In den Jahren 1863-66 wurde das Schloss im Auftrag des Prinzen der Niederlande in das heutige Erscheinungsbild umgebaut.

Entlang eines kleinen Flusslaufs und vielen blühenden Rhododendronbüschen erreichen wir die neue erbaute englische Brücke über die Neiße. Diese rechts liegen lassend kehren wir im weiten Bogen zum Schloss zurück, am Marstall vorbei kommen wir zur Orangerie und entlang der Neiße zum Badepark. Wenig später sind wir wieder am Endpunkt der Waldeisenbahn und bei unserem Auto. Da Ingrid total durchgeschwitzt ist, verzichten wir auf einen Restaurantbesuch und ernähren uns von dem, was wir noch im Kühlschrank und in unserer Essenstasche haben.

Am Abend überlegen wir, wie wir weiterwandern wollen, ohne Internetzugang – wir haben hier nur das polnische Vodafonenetz – können wir nicht schauen, wo und wie Busse oder Züge fahren.

Steinbach – Skrebersdorf (3)

Auf dem Radweg, anfangs noch nahe der Neiße, gehen wir weiter, kurz vor unserem Ziel führt die Wandermarkierung auf einem Feldweg wieder zur Neiße. Nach einer kurzen Pause auf einer Bank entscheiden wir uns, auf den Umweg zu verzichten, um an unserem Zielort noch einkehren zu können. Während Ingrid in der Gaststätte bleibt, fahre ich mit dem Bus zu unserem Auto, dann hole ich sie und Della ab.

Noch ist allerdings nicht klar, wo wir die Nacht von Samstag auf Sonntag verbringen werden, denn unser Hotel, zu dem noch weitere Ferienhäuser gehören, ist bekanntlich ausgebucht.

Da Ingrid unbedingt anschließend eine Ferienwohnung in Weißwasser beziehen möchte, aber nicht sicher weiß, ab wann diese frei ist, kann sie auch keine zwischenzeitliche Unterkunft suchen, denn sie weiß ja nicht, ob für einen oder zwei Tage. Alles bleibt in der Schwebe und ich hoffe immer noch, dass wir nicht im Auto übernachten müssen.

Görlitz (2)

181 kirche görlitzAn dem teilweise eingerüsteten Rathaus vorbei gehen wir zur Neißebrücke, die die Stadt mit Polen verbindet, steigen dann steil hinauf zur über der Neiße thronenden Pfarrkirche St. Peter und Paul.

An der Stelle des heutigen Wahrzeichens von Görlitz stand um 1230 bereits eine Basilika, die ab Mitte des 15. Jahrhunderts errichtete Hallenkirche ist mit einer Länge von 72 m und eine Breite von 39 m die größte spätgotische Kirche ihrer Art in Sachsen. Nach dem Stadtbrand von 1691 wurde sie im Stil des Barock neu ausgestattet. Die beiden über 80 m hohen Türmen wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts errichtet.

Um diese Uhrzeit kann man die Kirche natürlich nichts mehr besichtigen.

182 grabkapelleDies gilt auch für das Heilige Grab, an dem unser Weg vorbeiführt. Das heilige Grab gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist eine verkleinerte Kopie des Jerusalemer Originals aus der Zeit des Hochmittelalters. Da es seither baulich nicht mehr verändert wurde, bietet das heilige Grab heute noch das Bild, das auch die Kreuzfahrer vor Augen hatten.

Wir folgen der gleichnamigen Straße bis zum Klinikum und stellen erstaunt fest, dass am frühen Samstagabend kein Bus mehr in die Stadt oder zum Bahnhof fährt. Also gehen wir auf kürzestem Weg zu unserem Auto. Auf der Fahrt zur gemieteten Wohnung g suchen wir noch die für die Ferienwohnung zuständige Betreuerin auf, die uns zwei bessere Töpfe gibt.

 

Görlitz

 Stress pur

Wir starten kurz vor 10 Uhr in Groß Zicker auf Rügen. Zunächst kommen wir nur langsam voran, auch an der Fähre müssen wir ziemlich lange warten, später wird es etwas besser. Trotzdem benötigen wir fast 6 ½ Stunden für die Fahrt nach Rietschen. Bis wir das Wichtigste ausgeladen und uns etwas frisch gemacht haben, ist es schon halb sechs Uhr. Dann müssen wir noch klären, wie wir an neue Töpfe kommen, denn die in der Ferienwohnung vorhandenen sind wirklich kaum zu verwenden.

Trotz der vorgerückten Zeit fahren wir noch in die Europastadt Görlitz, um hier unsere Wanderung nach knapp einem Jahr zu beginnen oder fortzusetzen, je nach Betrachtungsweise. Wir stellen unser Auto am Bahnhof der schönsten deutschen Stadt – so der Werbeslogan auf der offiziellen Homepage – ab, und gehen durch die Altstadt zur Neiße.

180 kaufhaus innenGlücklicherweise hat eine Bäckerei noch offen und wir können zwei Käsebrötchen zum Ausverkaufspreis erstehen. Auf unserem Weg haben wir ein Wiedersehen mit den schönen Häusern der Altstadt. Leider scheint sich in Bezug auf das schöne Jugendstilkaufhaus nichts zum Besseren gewendet zu haben. Das vor 100 Jahren errichtete Bauwerk wurde zwar Mitte der 80-iger Jahre restauriert und nach der Wende noch einige Jahre als Kaufhaus ge-nutzt, dann aber aus mangelnder Rentabilität aufgegeben. Heute wird versucht, zumindest den Erhalt des Gebäudes zu sichern, eine neue Nutzung scheint nicht in Sicht.

Wanderbüchlein über unsere Sommerwanderung 2012

Von Görlitz an der Neiße über Cottbus an der Spree bis nach Frankfurt an der Oder führte uns unsere Fernwanderung 2012 und jetzt habe ich die Erlebnisse und die Route in einem kleinen Büchlein zusammengestellt und das 1. Exemplar ausgedruckt, denn ich will das Buch auf dem Brenztopfmärkte vorstellen.

Obwohl es nicht in erster Linie für den Verkauf gedacht ist und daher auch keine ISBN erhält, kann man dies Buch bei mir direkt erwerben.

6.8.11 Stadtbesichtigung Görlitz

Obwohl die Vermieterin vor ihrem eigenen Urlaub die Wohnung für nachfolgende Gäste herrichten muss, können wir einige Gepäckstücke in der Wohnung lassen, darunter auch die 3-4 kg Zucchini, die uns unsere Gastgeber zum Abschied geschenkt haben.

Wir parken ziemlich zentral und gehen am repräsentativen Postplatz vorbei und erleben die vielleicht einzige kleine Enttäuschung an diesem Tag. Denn das einzige Jugendstilkaufhaus in Deutschland existiert nicht mehr, denn im Rahmen der Abwicklung der Hertie-Gruppe wurden alle Hertie-Kaufhäuser, also auch das Görlitzer geschlossen und ein Nachmieter oder Hauskäufer stand und steht nicht zur Verfügung.

Neben vielen sehr schön renovierten Häusern mit unendlich vielen sehenswerten Details gibt es leider immer wieder dazwischen auch noch sanierungswürdige Häuser. Mitunter wird das Fotografieren etwas durch die vielen Menschen und die Buden und Bühnen der an diesem Wochenende stattfindenden Straßentheatertage etwas schwierig, allerdings ist das Wetter deutlich besser als vorhergesagt und fast ideal für eine Fotosafari durch die Stadt.

Als wir die Petrikirche besuchen wollen, wird dort gerade geheiratet und so müssen wir unverrichteter Dinge weitergehen. An der Schräge hinunter zur Neiße hat ein Cafe eine interessante Straßencafevariante eingerichtet, es stehen in der Schräge einzelne Bänke für zwei Personen und einen kleinen Tischchen dazwischen. Doch es sind nur Plätze in der prallen Sonne frei und das ist mir und auch Della, die heute bei der Stadtbesichtigung viel Aufsehen erregt, viel zu heiß, was Ingrid nicht gerade erfreut zur Kenntnis nimmt.

An der Neiße gehen wir kurz auf die Brücke nach Polen, ich zur Hälfte und das reicht mir um einige Fotos der Görlitzer Silhouette zu schießen, Ingrid geht fast ganz über den Fluss und ist der Meinung, dass hier die Sicht noch viel besser ist. Mal sehen, was die Bilder, die sie und ich gemacht haben, dazu sagen. Eine Pause in östlichsten Restaurant Deutschlands interessiert Ingrid leider nicht.

Neue Fernwanderung im Blog

In unserem diesjährigen Wanderurlaub haben wir unsere Fernwanderung Rennsteig – Neiße mit dem 4. Teilstück von Döbeln (Westewitz) in Görlitz an der Neiße beendet und ich möchte Ihnen diese Wanderung in den folgenden Wochen gerne vorstellen, über die ersten Teile der Wanderung habe ich in meinem Vollwertblog in den vergangenen Jahren schon geschrieben, Sie können sich also dort schon informieren, was auf den ersten Teilstücken erlebt haben.

Dieses Mal waren es rund 300 km, die wir gewandert sind, leider gab es auch zweimal einige Regentage, an denen wir leider nicht wandern konnten, dafür konnten wir uns teilweise mit Besichtigungen entschädigen.