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Laupheim – Maselheim (1)

Bei der Planung der Rückkehrmöglichkeiten vom End- zum Ausgangspunkt hat Ingrid festgestellt, dass wir dazu die Öchsle-Schmalspurdampfeisenbahn benutzen können und um möglichst lange damit fahren zu können, hat sie einfach unsere Wanderstrecke mal wieder umgelegt und verlängert, doch der Reihe nach.

Zuerst haben wir Probleme von der Schnellstraße zum Laupheimer Bahnhof West zu kommen, doch dann können wir ganz in der Nähe unser Auto abstellen, unterqueren die Gleise und gehen direkt nach Untersulmetingen und lassen die Kirche im Norden weit rechts liegen. Interessant ist im Ort die mit dem Rathaus zusammengebaute Schlosskapelle St., Otmar, wobei der spätgotische Kirchturm aus dem Rathaus herauszuwachsen scheint. Die zahlreichen Renovierungen der Kirche haben nur die Beweinungsgruppe aus dem 16. Jahrhundert und die Hochaltarmadonna sowie der Stuckzierat an der Decke des Altarraumes überstanden.

Auf dem daneben stehenden Schloss sehen wir trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit noch ein Storch in seinem Nest, er ist wahrscheinlich zu faul, in den Süden zu fliegen und will wohl hier in Oberschwaben überwintern. Nach einigen Irrungen finden wir den Weg an die Riss und folgen dem Fluss nach Obersulmetingen.

Das Wahrzeichen Obersulmetingen ist das Barockschloss von 1725-1772, mit integrierter Schlosskirche und Rathaus, das alte Schloss an gleicher Stelle wurde 1652 durch Blitzschlag eingeäschert, reizvoll auch die ungewöhnliche Sonnenuhr.

Da der Muschelweg entlang eines Neubaugebiets weiter verläuft, übersehen wir fast den nicht markierten Abzweig in Richtung Schemmerberg, wo der gotische Kirchturm auf einer Anhöhe schon von Weitem grüßt. Auf einer, speziell für Jakobspilger aufgestellten Bank, rasten wir, nachdem wir nacheinander die Kirche St. Martin besichtigt habe. Sie weist Stilelemente der späteren Gotik auf, die Fundamente sind wohl vorromanisch, im Innern findet man noch Kunstschätze aus dem 16. und 17. Jahrhundert.