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Erbach – Laupheim (2)

Danach verlassen wir den Jacobusweg, der die nächsten 10 km auf bzw. neben Straßen verläuft, und wandern mit schönen Ausblicken ins Tal nach Öpfingen. Wie die Autos müssen wir eine Umleitung akzeptieren und steigen dann hinab zur Donau. Wir haben hier und auch auf dem Weg nach Rißtissen einen schönen Rückblick auf die auf einem Hang stehende, vor wenigen Jahren umfassend renovierte Kirche St. Martin, erstmals erwähnt 1275 mit gotischem Chor und der Barockisierung von 1708.

Wir durchqueren Rißtissen, wenige hundert Meter danach soll der Jacobusweg laut Karte anders verlaufen als auf der im Wanderführer beschriebenen Straße. Wir finden auch den Weg, der ist aber nicht ausgeschildert, folgen diesem zum Wald, wenden uns kurz nach links, doch es gibt keinen Weg durch den Wald und auch keine Möglichkeit einen kleinen Bach zu überqueren. So kehren wir am Wald entlang zur Straße zurück und gehen auf dieser durchaus befahrenen Straße zunächst weiter.

Wir nutzen die erste Gelegenheit, die Straße zu verlassen und folgen einem Waldweg nach Osten, später wenden wir uns nach Süden, als wir nicht weiterkommen, nochmals nach Osten und wir versuchen dann wieder, südwärts durchzukommen, was aber fast unmöglich ist. Trotzdem erreichen wir den Waldrand, können ein Bächlein überqueren und wandern in Richtung Untersulmetingen. Vor dem Ort folgen wir einem Wanderweg Richtung Laupheim, Della ist müde und auf den asphaltierten Wegen macht es ihr keinen Spaß, daher nehme ich Sie immer wieder auf den Arm und trage sie ein Stück, denn wir wollen versuchen, den nächsten Zug noch zu erreichen. Nachdem es den ganzen Tag Sonne und Wolken gegeben hatte, verdunkelt sich der Himmel und es beginnt zu regnen, aber es bleibt in einem noch erträglichen Rahmen.

Nur wenige Minuten vor Abfahrt des Zuges erreichen wir den Bahnhof, allerdings sehe ich keinen Fahrbahnautomaten. Obwohl man nur mit gültiger Fahrkarte einsteigen darf, tun wir es trotzdem und fahren gezwungenermaßen schwarz nach Erbach.