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Malchin-Liepen

Am Morgen müssen wir zweigleisig fahren, denn wir wissen noch immer nicht, ob wir noch ein oder zwei Nächte bleiben können oder nicht, d.h. Ingrid beginnt zu packen, falls wir nicht bleiben können und ich kaufe noch ein. Nach dem Frühstück tätige ich noch einen geschäftlichen Anruf und dann ist es nach 9 Uhr und Ingrid wagt es nochmals bei den Besitzern anzurufen und wir können noch 2 Tage bleiben.

Auf der Fahrt nach Malchin kaufen wir noch mal einige Dinge ein und in Malchin versuche ich im Vodafone-Shop mich nach einem Internetmodem zu erkundigen, aber der Verkäufer schaut mich nur groß, davon hat er noch nie etwas gehört.

Malchin geht wahrscheinlich auf eine slawische Fischersiedlung zurück und wurde 1215 urkundlich erwähnt. Von der ursprünglich vorhandenen Stadtmauer sind nur wenige Reste und Tore erhalten. Wir besichtigen noch die imposante St. Johanniskirche, die dreischiffige Basilika ist ein typischer Bauder norddeutschen Backsteingotik und durch das südliche Stadttor verlassen wir die Stadt.  Zunächst müssen wir auf dem Gehweg entlang der Straße gehen, was Della wie immer nicht gefällt und sie auch deutlich zeigt, indem sie hinter uns hertrottelt. Auf Nebenstrassen geht es weiter, interessant die Feldsteinkirche in Duckow mit ihrem freistehenden, hölzernen Glockenstuhl, Della findet es wohl toller, hier baden zu können.  

Auf einem Feldweg kommen wir direkt in das interessante Naturschutzgebiet der Ostpeene, der Fluss hat sich hier bis zu 20 m tief in die Moränenlandschaft eingeschnitten. Hübsch ist auch der Ort Pinot und über einen sonnenbeschienen Feldweg erreichen wir eine Brücke über die Ostpeene, schauen dem Spiel der blauen Libellen zu.. Kurz machen wir in Demzin am Dorfteich Pause und schauen einem Graureiher zu, der fast unbeweglich auf einem Felsbrocken mitten im Teich steht. Noch 3 km Feldweg stehen uns bevor, ehe wir am Wasserschloss von Liepen die Wanderung beenden.  

Die mit einen ca. 30 m breiten Graben umgebene Wasserburg Liepen wurde im frühen Mittelalter als Rittersitz und Wehranlage errichtet und war seit 1337 im Besitz der Familie Hahn. Die Wasserburg verfiel nach dem Dreißigjährigen Krieg und wurde um 1700 als Gutshaus im Stil des ländlichen Barocks auf dem erhaltenen Kellergewölbe wieder aufgebaut.  Die ab 1996 sanierte Burg ist heute Denkmalhof genutzt. Hier werden historische Baumaterialien geborgen, gesammelt, aufgearbeitet und zur Wiederverwendung angeboten.  

Wir lassen uns von einem Taxi abholen und essen Kartoffelkäfer essen zu Abend