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Idee und Umsetzung

Nachdem wir von den Lutherwegen erfahren haben, war es uns klar, dass wir im Vorjahr des 500-jährigen Reformationsjubiläums auf diesen Wegen wandern wollten und wir wählten als Beginn den am längsten bestehenden Weg, nämlich den in Sachsen-Anhalt, den wir in Luthers Geburtsort Eisleben beginnen und als seinen Sterbeort auch beenden, auf der Wanderung besuchen wir natürlich auch Wittenberg, den Ausgangsort der Reformation.

Nachdem wir den sachsen-anhaltinischen Lutherweg beendet hatten, fahren wir quer durch Sachsen-Anhalt nach Sachsen, genauer gesagt, nach Bad Düben. Diesen Ort haben wir auf unserem ersten Lutherweg bereits berührt und den Anschluss des sächsischen erreicht.

Wie so oft sind wir aus unterschiedlichen Gründen auch auf dieser Wanderung von der vorgesehenen Route und der Reihenfolge der einzelnen Etappen abgewichen. Mal haben wir es geschafft, Straßen und Radwege zu vermeiden und dafür angenehmere Wanderwege gefunden, mal mussten wir, um öffentliche Verkehrsmittel zu erreichen, den Lutherweg verlassen, mal wollten wir etwas uns Interessierendes sehen, auch wenn es nicht zum Wanderweg gehört.

Die Gründe für die Veränderung der Reihenfolge der einzelnen Etappen lagen im öffentlichen Nahverkehr – manche Verbindungen gibt es nicht am Wochenende – und an der Witterung, so haben wir an heißen Tagen z.B. eine Waldwanderung dem freien Feld vorgezogen.

Den längsten Lutherweg in Mitteldeutschland, den thüringischen, haben wir zwischenzeitlich in Altenburg begonnen.

1. Band meiner geplanten Wanderbuchreihe ist erschienen

Jetzt habe ich das Wanderbuch „Der Jakobusweg von Neresheim nach Bodelshofen“ fertiggestellt und es kann in meinem online-shop auch erworben werden und bis auf weiteres nur dort.

In dem Büchlein beschreibe ich die Erlebnisse und Schönheiten dieses kurzen Pilgerweges, der zwei größere miteinander verbindet, nämlich von Nürnberg an den Bodensee bzw. nach Breisach am Rhein.

Auch die beiden Wanderungen werden bald als Buch in meinem Verlag erscheinen.

Auf der Spur der Muschel

Ich möchte Ihnen nun unseren 1. Wanderung auf einem Jakobusweg in Süddeutschland vorstellen, nämlich von Nürnberg an den Bodensee, und dies abwechselnd mit unserer aktuellen Wanderung auf dem Martinusweg, später werde ich dann auch über unsere Urlaubswanderung berichten.

Da wir fast ausschließlich in Deutschland wandern, planen wir keine Wanderung zum Grab des Apostels in Spanien

Der Jakobusweg von Nürnberg an den Bodensee

Als Jakobusweg (spanisch Camino de Santiago) wird der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien bezeichnet. Darunter wird in erster Linie der so genannte Camino Frances verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab reicht und dabei die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und Leon miteinander verbindet. Die Entstehung dieser Route fällt in ihrem auch heute begangenen Verlauf in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts. Viele Wege führen nach Santiago – ein mittelalterlicher Hauptweg führt von Prag über Nürnberg an den Bodensee. Das Teilstück von Nürnberg bis nach Meersburg wollen wir Ihnen näher bringen.

Für uns war dieser Weg der Abschluss unserer 5. großen Deutschlandtour von der Ostsee an den Bodensee. Wir haben den Jakobus-Weg nicht wie echte Pilger an einem Stück erwandert, sondern in Tagesetappen an Wochenenden. Dabei sind wir vor allem auch aus Witterungsgründe nicht immer in der richtigen Reihenfolge gewandert, z.B. haben wir während einer Hitzeperiode nicht die Etappen im weitgehend schattenlosen Ries absolviert, sondern diese erst später nachgeholt. In diesem Bericht ist der Weg in der richtigen Reihenfolge beschrieben. Mitunter haben auch die Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs Einfluss auf die Reihenfolge unserer Wanderstrecken, denn mitunter fahren nicht alle Busse am Wochenende und manche Museumsbahn verkehrt nicht an jedem Wochenende, wir müssen aber immer wieder zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zurückkommen und dies natürlich möglichst kostengünstig und wenig zeitaufwendig.

Auch haben wir uns nicht sklavisch an den vorgegebenen Weg gehalten, sondern in Maßen Abweichungen vorgenommen, entweder um dem Wandern auf oder neben einer Straße zu entgehen oder um eine abseits des Weges liegende Sehenswürdigkeit nicht zu verpassen.

Unsere Wanderstrecke betrug 383 km, die wir in 27 Etappen zurückgelegt haben, dies sind relativ kurze Tagesstrecken, aber die vielfältigen Besichtigungen von Klöstern, Kirchen und Städten ließen nicht mehr zu.