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Steinbach – Skrebersdorf (2)

Bei diesem trostlosen Wetter, das zurzeit herrscht, denke ich besonders gerne an unsere Wanderung im letzten Jahr, da gab es wenigstens noch blauen Himmel und Sonne.

Jetzt gehen wir keine weiteren Experimente ein, durchqueren Werdeck und erreichen nach einiger Zeit Pechern. Das Dorf hat seinen Namen von den vielen Pechöfen, mit denen aus Kiefernholz Pech gewonnen wurde, womit die früheren Einwohnern ihren Lebensunterhalt bestritten.

Kirche in pechernDie alte, interessant aussehende Fachwerkkirche geht wohl auf das Ende des 16. Jahrhunderts zurück, wurde aber 1751 – vollkommen erneuert – neu eingeweiht. Natürlich ist die Kirche geschlossen, als Ingrid den Schlüssel beim Nachbarn holen will, kommt dieser direkt von der Gartenarbeit. Er erklärt uns als Atheist – wie er öfters betont – die gut 250 Jahre alte Kirche.

Während der kleinen Führung kommen 4 Radfahrer dazu.. An-schließend reden wir noch ein wenig über Della, die gemütlich im Buggy schläft, denn der Nachbar hat einen nur etwas jüngeren Dackel, der wie Della an diversen Alterserscheinungen leidet.

Nach einiger Zeit erreichen wir den Neißehafen, naja, mit einem Hafen haben die vorgefundenen Sandbänke wenig zu tun, aber angeblich kann man hier Schlauchboote zu Wasser lassen. Die 4 Radfahrer machen hier eine kleine Pause. Während sich Della nach langer Zeit wieder mal ins Wasser wagt, unterhalten wir uns noch kurz über unsere Fernwanderungen.

Der Buggy ist unschlagbar auf

kombinierten Rad- und Wanderwegen. Letzthin sind wir fast den ganzen Tag auf einem solchen Weg gewandert und Heerscharen von Radfahrern, gemütliche und Raser, einzelne und in großen Gruppen sind an uns vorbeigefahren oder sind uns entgegengekommen und mit dem Hund im Buggy war das überhaupt kein Problem. WEnn ich mir dagegen vorstelle, wie das wäre, den Hund an der Leine zu haben, von freilaufen lassen, will ich mal gar nicht reden, dann graut mir, denn immer aufpassen, dass er keinem Radfahrer vors Rad läuft. Ich glaube, jeder Hundebesitzer wäre nach kurzer Zeit ein nervliches Wrack und der Hund ebenso.

Aber natürlich kann ich mir auch etwas schöneres vorstellen zum Wandern, aber manchmal geht es einfach nicht anders und dann ist ein Hundebuggy eine herrliche Sache.

ob eine Fahrradkennzeichnungspflicht helfen würde,

die Rowdys unter den Radfahrern zu disziplinieren, weiss ich nicht, aber eine Hilfe wäre es sicher.

Stellen Sie sich vor, es ist Wochenende, die Sonne strahlt, der blaue Himmel lacht und Sie sind als Wanderer auf einem ausdrücklich für Radfahrer gesperrten, nicht zu breiten Wanderweg direkt an einem See unterwegs und nur 50 m entfernt verläuft der ausgewiesene Radweg´, den auch (fast) alle Radfahrer benützen.

Der Wanderweg ist kurvig und nicht ganz übersichtlich. Sie nähern sich einer Kurve und plötzlich kommen Ihnen zwei Mountainbiker mit einem Affenzahn entgegen und Sie können gerade noch auf die Seite springen und ihren Hund in Sicherheit bringen und schon sind die beiden fast ungebremst an Ihnen vorbeigerauscht.

Doch Sie können nichts tun, als den beiden wütend hinterherschauen und sich freuen, dass Ihnen nichts passiert ist.

Aber die beiden Rowdys kommen ungeschoren davon und das ist wirklich ärgerlich und sie werden auch weiterhin sich und andere gefährden.