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Steinbach – Skrebersdorf

Kurz vor 11 Uhr können wir nach scheinbar endloser Fahrt unser Auto direkt an der Bushaltestelle abstellen. Wir gehen auf kürzestem Weg durch das Dorf bis zum Anschluss an den Wanderweg nach Norden, ursprünglich die Fernwanderung Barth (Ostsee) nach Ziegenrück, heute Teil des E10. Auf asphaltiertem Weg kommen wir zunächst wieder durch einen hügeligen Kiefernwald, und obwohl wir nahe an der Neiße sind, ist diese durch die Bäume kaum zu sehen, selbst nicht, als wir abseits des Wegs an die Hangkante vorgehen.

Als wir in Klein Priebau an die Neiße kommen, reibe ich mir erstaunt die Augen, so breit und mächtig war mir der Fluss vorher gar nicht vorgekommen, als ich flussabwärts schaue, wird mir klar, warum. Hier ist die Neiße durch ein mächtiges Wehr aufgestaut. Della in ihrem Buggy ist der Anlass für einen kleinen Tratsch von Ingrid mit einer Einheimischen. Bald geht es auf einer wenig befahrenen Straße weiter, die wir kurzzeitig verlassen, um an einer auf einem Hügel stehenden Kirche vorbei zu gehen. Wieder folgt ein Straßenstück, ehe es dann auf dem asphaltierten Fahrradweg weitergeht. Mit dem Buggy ist das eine schöne Strecke, aber Ingrid findet es ermüdend, selbst wenn sie jede Möglichkeit nutzt, neben dem Weg auf Naturboden zu gehen. Als sie eine Möglichkeit sieht, vom Wanderweg abzuweichen, wobei sie ein nicht ganz eindeutiges Wanderzeichen unterstützt, schlägt sie diese Alternative vor. Aus dem ursprünglichen Feldweg wird bald ein noch gut erkennbarer Grasweg.

Della im Hundebuggy Nachdem wir in einem kleinen Kieferwäldchen kurz gerastet haben, wird es im hohen Gras ohne Spur oder Pfad extrem schwierig. Schließlich geht es mit dem Buggy nicht mehr weiter, denn zwischen Getreidefeld und Büschen ist kaum Platz und der vorgebliche Weg ist mit Brennnesseln überwachsen. Ich entscheide mich, umzudrehen und darf mehr als 1 km zusätzlich wandern. Ingrid versucht weiterzukommen, muss aber die Fahrspuren mitten durch das Getreidefeld nutzen, um wieder auf den Radweg zurückzukommen.

ob eine Fahrradkennzeichnungspflicht helfen würde,

die Rowdys unter den Radfahrern zu disziplinieren, weiss ich nicht, aber eine Hilfe wäre es sicher.

Stellen Sie sich vor, es ist Wochenende, die Sonne strahlt, der blaue Himmel lacht und Sie sind als Wanderer auf einem ausdrücklich für Radfahrer gesperrten, nicht zu breiten Wanderweg direkt an einem See unterwegs und nur 50 m entfernt verläuft der ausgewiesene Radweg´, den auch (fast) alle Radfahrer benützen.

Der Wanderweg ist kurvig und nicht ganz übersichtlich. Sie nähern sich einer Kurve und plötzlich kommen Ihnen zwei Mountainbiker mit einem Affenzahn entgegen und Sie können gerade noch auf die Seite springen und ihren Hund in Sicherheit bringen und schon sind die beiden fast ungebremst an Ihnen vorbeigerauscht.

Doch Sie können nichts tun, als den beiden wütend hinterherschauen und sich freuen, dass Ihnen nichts passiert ist.

Aber die beiden Rowdys kommen ungeschoren davon und das ist wirklich ärgerlich und sie werden auch weiterhin sich und andere gefährden.