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Burg – Lübbenau (2)

Auf den Fließen sehen wir viele Paddler und Spreekähne. Es ist durchaus unterhaltsam anzusehen, wie unbeholfen sich manche Paddler verhalten.

228 paddler vor schleuseEs ist überwiegend wolkig, nur selten scheint die Sonne für länger. Da es in diesem Bereich nur wenig Schatten gibt, ist das nicht so schlimm. Immer wieder schauen wir in östlicher Richtung, denn dort zieht eine dunkle Regenwand auf, doch bisher kommt der Wind überwiegend aus anderen Richtungen, auch um uns herum wird es immer dunkler. Wir erreichen das Wasserschlösschen und schauen uns den Verkehr an der Schleuse an.

Wir überlegen, sollen wir einkehren oder nicht. Da es einen Tisch direkt am Wasser gibt, wollen wir hier Pause machen. Gerade als wir uns setzen, fallen die ersten Tropfen. Wir ziehen an den Nebentisch um, wo ich einen Sonnenschirm aufspanne, da der Regen stärker wird, reicht das nicht aus. Wir überlegen, ins Lokal hineinzugehen, aber was machen wir mit Della und dem Buggy? Ich ziehe die Regenhaube über, aber das genügt nicht. Da sehe ich in einem abgesperrten Bereich zwei große Sonnenschirme, die auch dem starken Regen standhalten, und stelle den Buggy mit Della dort ab. Vom Lokal habe ich einen guten Blick auf den Buggy und kann somit sehen, ob es mit Della Probleme gibt, was natürlich nicht der Fall ist. Ich bestelle Kaffee und Kuchen, während Ingrid ein typisches Spreewälder Gericht, nämlich Hefeplinsen, aber nur mit Apfelmus, wählt.

Ich habe den Kuchen gegessen, der Regen hat aufgehört und die Sonne scheint schon wieder, doch Ingrid wartet noch auf ihre Plinsen. Als diese kommen, lässt sie das Essen zurecht wieder zurückgehen, denn eine Plinse war total verbrannt und die andere halb. Als dann endlich die Nachlieferung kommt, ist nur eine Plinse mit Apfelmus, die andere mit Butter und Zucker, die ich dann essen darf. Aber endlich können wir weiter.

In der Zwischenzeit habe ich noch bei den Verkehrsbetrieben angefragt, wie früh man einen Rufbus bestellen muss. Innerhalb des Stadtgebiets von Cottbus sind das nur 30 min, eine gute Leistung. Doch eine absolute Zumutung ist der Regionalverkehr, da muss man am Vortag bis 18 Uhr den Rufbus bestellen und gestern um 18 Uhr wusste ich noch gar nicht, dass wir heute vielleicht einen Rufbus brauchen könnten. Dies bedeutet für uns, dass die günstigste Verbindung an diesem Tag für uns nicht nutzbar ist und wir erst den Zug um 19.38 nehmen können.

30.7. 11 Gutes Ende einer Irrfahrt im Netz und auf den Straßen

Heute müssen wir wieder umziehen und wir haben noch kein neues Quartier gefunden. Am Morgen haben zur Suche keine Zeit, denn wir müssen nach dem Frühstücken noch packen und das Auto beladen, was bei strömenden Regen besonders viel Spaß macht. Wir sind fast fertig, als 3 min nach 10 Uhr die Putzfrau klopft und fragt, ob sie schon mit der Endreinigung, z.B. mit dem Abziehen der Bettwäsche beginnen könne. Nach einigen min ist der Wagen dann beladen und wir können nach einem kleinen Plausch mit der Besitzerin bezahlen.

Ich fahre bis Bautzen, damit es im Auto warm wird und dann holen wir den PC heraus und Ingrid surft weiter, zwischendurch telefoniert sie auch wieder ohne Erfolg. Mir wird kalt, denn ich bin noch nass vom Regen und so fahren wir weiter und drehen die Heizung auf die höchste Stufe. Als uns wieder warm ist, stelle ich das Auto auf einem Parkplatz ab und Ingrid surft wieder und holt sich telefonisch weitere Absagen. Endlich ein Lichtblick, eine Vermieterin ruft zurück und sie hat nach einer Absage eine Wohnung in der Görlitzer Innenstadt frei.

Wir sagen zu und fahren zur Wohnung. Kurz müssen wir warten, bis die Betreuerin der Wohnung kommt. Von außen hatte das Haus einen sanierten Eindruck gemacht, doch schon die Eingangstür weist auf eine nur übertünchende Renovierung hin, das gleiche gilt das Treppenhaus und die Wohnungseingangstür ist eine Zumutung und die Wohnung wird nicht besser, daher verzichten wir auf die Wohnung, ohne eine andere in petto zu haben.

Ein Besuch bei der Tourist Information in Görlitz bringt auch nichts, am Schluss bleibt nur eine Adresse, die Wohnung wäre auch frei, aber leider dürfte Della nicht mit. Jetzt schaut Ingrid in ihren Aufzeichnungen nach und findet eine Adresse in der Nähe von Löbau. Die Wohnung ist leider nicht frei, aber eine kleine Wohnung könnten wir noch bekommen. Wir fahren hin und Ingrid schaut sich die Wohnung an, doch die ist so klein, dass wir keinen Platz für Dellas Körbchen oder den Koffer haben, also geht die Suche weiter.

Ich überlege, ob wir vielleicht ein Cafe oder eine Gaststätte suchen, wo wir dann vielleicht an einer Steckdose unser Notebook wieder aufladen könnten, dann findet Ingrid noch einen Namen und eine Straße in Löbau, wo es auch eine Ferienwohnung geben soll, aber keine Hausnummer und keine Telefonnummer.

Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben und wir fahren in diese Straße und Ingrid meint, dieses Haus müsste es sein. Da dies direkt an einer Baustelle liegt, lasse ich Ingrid aussteigen und fahre auf den nahegelegenen Parkplatz und warte auf Ingrid, nach 5 min warte ich immer noch, und nach 10 min ebenso, dann kommt sie endlich und wedelt mit einem Schlüssel. Sie hat eine Wohnung gefunden und was für eine schöne und große. Aber alles hat ja einen Haken, so auch die Wohnung, denn es sind weit mehr als 50, nämlich über 70 Stufen bis ins Dachgeschoß. Das Hochschleppen strengt ganz schön an und kaum habe ich alles oben, darf ich schon wieder hinunter, denn ich muss noch einkaufen.

Zum Kochen habe ich allerdings keine Lust und so kaufe ich nur zwei Biopizzen, die wir dann verspeisen und dabei vom Sensationssieg der Heidenheimer Fußballer im Fernsehen erfahren.

27.7.11 Gaußig – Bautzen (1)

Regen war für heute Morgen nicht vorhergesagt, am Nachmittag vielleicht Schauer, doch als ich mich auf den Weg zum Bus mache, regnet es und zwar gar nicht so wenig. Doch einen Kilometer außerhalb des Orts hört der Regen auf und in Bischofswerda ist es trocken und es hat auch vorher nicht geregnet. Ich kaufe in einem Edekamarkt ein und kaufe nur die Hälfte des Benötigten ein, denn es gibt keine Biowaren und auch das andere Angebot lässt sehr zu wünschen übrig.

Danach rufe ich Ingrid an, doch die hat den Regen bemerkt und es deshalb gar nicht eilig aufzustehen. Auf der Fahrt ist immer noch trocken, erst einen Kilometer vor Gaußig beginnt es wieder zu regnen. Als ich auf den Ferienhof zufahre, verstehe ich das Hinweisschild langsam fahren mit der Schnecke erst richtig, denn ein Storch stolziert in aller Seelenruhe auf der Straße auf und ab und 3 weitere Altstörche sind auf dem Acker nach Nahrungssuche.

Nach dem Frühstück hat der Regen aufgehört und so können wir uns langsam richten. Da wir ja von unserer Ferienwohnung aus starten können, ist nicht später als meistens in diesem Urlaub. Zunächst müssen wir an den Störchen vorbei, was natürlich nicht ohne einige Fotos geht. Dann müssen wir auf der – allerdings wenig belebten Straße – wandern, doch zunächst hält uns Freund Adebar auf einer benachbarten Wiese nochmals auf. Dann verlassen wir die Straße und gehen auf einem Feldweg weiter, der uns in weitem Bogen nach Gnaschwitz und dann weiter zur Spree führt. Jetzt geht es auf einem Fahrradweg etwas abseits und oberhalb des Flusses weiter. Als sich der Weg wieder zur Spree senkt, erschreckt uns der Hinweis für Radfahrer „Routenänderung wegen Hochwasserschäden“, was tun? Nun Ingrid ist wie immer optimistisch, sie muss ja nicht mit dem Buggy den Weg absolvieren.