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Giengen – Bergenweiler (2)

Wir umgehen Hermaringen im Westen, treffen aber immer wieder auf einige Häuser am Ortsrand. Auf schmalem Pfad durchqueren wir eine schöne Heide auf dem Hirschberg mit weiten Ausblicken ins Hürbetal. Hier finden wir viele, gerade aufblühende Silberdisteln.

36 ziegen eDanach geht es in das Hürbetal hinab, auf einigen Felsen tummeln sich Ziegen, diesen geschickten Kletterkünstlern schauen wir eine ganze Weile zu.

Entlang des Bahndamms gehen wir nach Süden, unterqueren die Bahngleise und kommen zur renaturierten Brenz mit dem Hürbezufluss. Wir verweilen hier einige Zeit und genießen die reizvolle Flusslandschaft. Weiter geht es auf einem Feldweg mit zwei Betonspuren entlang der Brenz und wir kommen noch einmal direkt ans 41 brenz eWasser.

Anschließend unterqueren wir wieder die Bahngleise und steigen in weiten Kehren hinauf zum Friedhof von Bergenweiler. Mit mehreren Wendungen und Bögen umgehen wir den Ort, ehe wir wieder ganz ins Tal müssen, um dann am Ortsrand zu unserem dort abgestellten Auto aufzusteigen.

 

Spreerenaturierung (3)

Wasserbüffel                      Als wir weitergehen, sind die Wasserbüffel näher gekommen und einer schaut immer zu uns herüber. Er steht nicht weit von der Stelle entfernt, wo wir den Verbindungsteil der Weiden zwischen zwei Rosten passieren müssen. Ich beobachte ihn genau und passiere die Stelle so schnell, wie es mit dem Buggy nur möglich ist.

Die Wasserbüffel stammen ur-sprünglich aus Indien, im 7. Jahrhundert kamen die ersten Exemplare nach Europa. Wasserbüffel sind sehr robust und widerstandsfähig gegen Krankheiten, Klimaeinflüsse und Witterungsunbilden. Sie sind genügsam und anspruchslos in der Haltung und Fütterung, sie eignen sich daher besonders gut für eine extensive Haltung und Landschaftspflege. Da Wasserbüffel gerne suhlen, schaffen sie Vernässungsmulden, die neue Lebensräume für Insekten und Amphibien bieten.

Auf den renaturierten Flächen können die Rückzüchtungen von Tarpan und Auerochse gemeinsam mit den Wasserbüffeln ihre natürlichen Verhaltensweisen zeigen und so ein kleines Stück ursprüngliche Spreeaue wieder neu entstehen lassen. Durch diese großen Pflanzenfresser sollen halb offene Weidelandschaften und lichte Wälder geschaffen werden.

Rinder und Pferde ergänzen sich in Ihrem Weideverhalten. Rinder beanspruchen die Grasnarbe durch Verbiss und Tritt gleichmäßiger und wirken dadurch den negativen Folgen der selektiven Beweidung durch Pferde entgegen.

Es regnet etwas stärker, doch Della ist gut geschützt durch die Regenhaube ihres Buggys und auch wir werden kaum nass. Es donnert zuerst im Westen, dann im Norden und Süden, nach einiger Zeit im Osten, doch wir bleiben verschont. Zwischen einigen Teichen gehen wir zum Deich und bald sind wir wieder am Auto. Auf der Rückfahrt machen wir einen Großeinkauf. In der Wohnung stellen wir erfreut fest, dass uns die nette Vermieterin drei kleine, naja so kleine auch wieder nicht, Gläser Marmelade und 1 Glas Bienenhonig sowie 6 Eier von freilaufenden Hühnern in die Wohnung gestellt hat, ein toller Service.

Dissen – Burg (Dorf) 1

Deichbaustellen und Renaturierung

Da sich die Suche nach einer neuen Wohnung als überaus schwierig erweist, hat Ingrid bis in die Puppen gesurft und kommt deshalb nicht so früh aus den Federn wie gewünscht, auch die Fahrt dauert länger als geplant.

So starten wir erst um 11.20 Uhr in Dissen, wo wir direkt neben dem Parkplatz ein bewohntes Storchennest sehen, statt der buggytauglichen Straße findet Ingrid eine kiesige Holperpiste zum Renaturierungsgebiet an der Spree. Auf dem Weg werden wir von einem Jack-Russel überholt, dem sein Herrchen auf einem alterschwachen Traktor kaum folgen kann. Im Renaturierungsgebiet sehen wir – leider etwas entfernt – Wasserbüffel und Wildpferde. Bald wenden wir uns auf dem Rad- und Wanderweg nach links. Als ein Hinweis zur Spree kommt, folgen wir diesem. Da wir nahe der Spree einen Grasweg finden, bleiben wir auf diesem, bis er uns auf den Deich hochführt, auf dem wir weiterwandern. Dabei beobachten wir einige Renaturierungsarbeiten mit schwerem Gerät, wenig später werden auch die Deiche verbessert bzw. es wird ein zweiter Deich angelegt. Wenn man die müde dahin plätschernde Spree sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass hier so umfangreiche Deicharbeiten notwendig sind.

Renaturierung an der Spree